Oktober 5, 2012
· Geschrieben von: Keks
Liebe Miss Allerliebst,
und wieder sind zwei Monate wie im Flug vergangen. In dieser Zeit waren wir zwei Wochen im Urlaub, den Du ohne Probleme weggesteckt hast, Du bist in Dein eigenes Bett umgezogen und hast gelernt Brei vom Löffel zu essen. Aber dazu später mehr.
Erst einmal die Hardfacts: Vor vier Tagen waren wir bei der letzten Vorsorgeuntersuchung für dieses Jahr. Du wiegst zur Zeit genau 8 Kilo und bist 65,5 cm groß. Laut Deinem Kinderarzt entwickelst Du dich wunderbar, bist kerngesund und ein aufgewecktes Mädchen.
Auch Deine ersten beiden Zähne (Schneidezähne unten) hast Du im Urlaub gleichzeitig bekommen. Zwei Nächte lang hast Du gelitten, da Deine Nase verstopft war und Du Schmerzen hattest. Dann waren die Zähne da und damit auch die tropfende Nase verschwunden und Du wieder glücklich und zufrieden, wir erleichtert und wahnsinnig stolz.
Inzwischen entwickelst Du Dich rasant und stetig zu einem ganz eigenen, eigenwilligen Persönchen. Du weißt genau was Du willst und wie Du es willst und forderst dies auch schon mal lautstark ein. Gerade in den letzten zwei Tagen kannst Du richtig wütend werden, wenn Dir etwas nicht passt. Ich muss dann meist erst einmal schmunzeln, weil Du so viel Empörung an den Tag legen kannst, wenn ich dir zum Beispiel ein Spielzeug weg nehme um Dich anziehen zu können.
Morgens bist Du von uns allen der größte Sonnenschein. Du strahlst über das ganze Gesicht und erzählst munter drauf los, so bald Du die Augen offen hast. Für uns andere als bekennende Morgenmuffel ist das manchmal schwer zu ertragen, aber es hilft ungemein beim Wachwerden.
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Tags: Bilder, Miss Allerliebst, Zum ersten Mal, Zwischenbericht, ♥
August 13, 2012
· Geschrieben von: Keks
(und 1 Woche und 1 Tag)
Liebe Miss Allerliebst,
schon wieder bist du ein wahnsinniges Stück gewachsen. Deine Sachen in Größe 56 sind dir allesamt zu kurz, die muss ich also demnächst aussortieren.
Du bist nun ein großes, robustes Mädchen geworden, das mächtig herum strampelt und sich dabei auch gerne mal in alle Himmelsrichtungen dreht. Dabei verlagerst Du dein Gewicht inzwischen gerne auf die Seite, reckst den Hals nach allem, was über und hinter Dir ist und hast es so auch schon ein paar Mal geschafft, dich eher ungewollt auf den Bauch zu drehen.
Auf dem Bauch liegen magst Du noch nicht so sonderlich. Wenn Du ausgeruht und gut drauf bist, kannst Du es in dieser Position schonmal fünf Minuten aushalten, aber dann fängst du an zu meckern und möchtest bitte wieder herum gedreht werden. Den Kopf reckst Du dabei bereits ganz hoch und manchmal stemmst Du dich sogar schon mit den Händen in die Höhe.
Überhaupt steht Dein Körper niemals wirklich still (außer im Tiefschlaf). Du strampelst, hampelst, streckst und reckst dich, winkst mit den Armen oder versuchst dich irgendwo hochzuziehen oder in eine sitzende Position aufzurichten (Deine Bauchmuskeln möchte ich haben!). Dadurch vermittelst Du ein wenig den Eindruck, als wärest Du den ganzen Tag über angespannt.
Selbst beim Trinken kannst Du dich sehr selten richtig fallen lassen. Deine Hände klammern sich immer irgendwo fest, am liebsten an die Hand, die die Flasche hält, und drücken und ziehen die ganze Zeit. Dein Kopf ruckt dann gerne von einer Seite zur anderen, immer dort hin, wo gerade ein Geräusch herkommt, Du Deine Schwester oder Papa hörst oder Dich auch nur ein Windhauch streift. Auch ist es eher die Ausnahme, wenn du Deine Flasche in einem Zug trinkst. Meist brauchst du zwei bis drei Anläufe und dazwischen gerne Pausen von durchaus mal einer viertel bis halben Stunde. Nur in der Nacht, wenn wirklich alles ruhig und Du noch mehr oder weniger im Halbschlaf bist, verschlingst Du Deine Mahlzeit in einem Zug (Gott sei Dank!). Lies den Rest des Beitrages
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Juli 14, 2011
· Geschrieben von: Keks
Seit unserem Urlaub vor drei Wochen hat das Fräulein Wunder beschlossen, dass es für einen Mittagsschlaf nun wirklich schon zu alt ist. Ich wiederum bin gerade alt genug für einen Mittagsschlaf. Somit korrelieren unsere Vorstellungen von Entspannung gehörig.
Als Alternative habe ich eine Art Mittagspause eingeführt. Irgendwann zwischen eins und drei, je nach dem wie es zum Tagesverlauf passt, wird eine Stunde Pause eingelegt. Das bedeutet, dass ich auf der Couch oder im Bett liege, ein wenig vor mich hin döse und das Fräulein sich in dieser Zeit alleine und möglichst leise beschäftigt.
Natürlich funktioniert dies noch nicht so, wie ich mir das idealerweise vorstellen würde. Gerne werde ich an den Haaren gezogen gezupft, ins Auge gepiekt, meine Wange gestreichelt gehauen oder ich bekomme die Story vom Pferd erzählt. Aber irgendwann wird es dann ruhig. Dann hat sich das Fräulein ein Buch geschnappt (wenn ich Glück habe, bekomme ich dieses nicht direkt über den Schädel gezogen) und blättert darin, oder sie widmet sich ihren Legos oder sonst irgendeiner eher meditativ veranlagten Tätigkeit.
Ist die Mittagspause dann vorüber, werde ich mit einem schmatzenden, extrem feuchten Kuss und einem gekrähten “Mama, aufsteeeeehn!!” geweckt .
Scheinbar als Ausgleich für die fehlenden Mittagsstunden, schläft das Fräulein seit Sonntag bis morgens 10 Uhr (wobei sie irgendwann zwischen sieben und acht ihre Flasche verlangt und sich dann im großen Elternbett einfach wieder zusammenrollt). Sehr seltsam das.
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