Frau Elbkind ist mir zuvor gekommen, denn auch ich möchte hier Werbung für den tollen Belgier Gotye und sein Album Making Mirrors machen.
Natürlich wurde auch ich von der Single “Somebody that I used to know” in Gotyes Bann geschlagen. Er klingt einfach ein wenig anders als dieser ganze Rihanna-LadyGaga-DavidGuetta-Einheitsbrei, der mir gerade das Radiohören ziemlich verleidet.
Und auch das Album ist ähnlich gelungen wie die erste Singleauskopplung. Gotye zeigt hier eine sehr große Bandbreite seiner Singer- und Songwriterqualitäten. Jeder Song klingt anders, scheint aus einer anderen Ecke seiner Inspiration zu kommen. Bläser, Orgel, dazwischen mal wieder die Gitarre, auch mal ein wenig Funk`n Soul oder beinahe ätherische Klänge mit einem Hauch Simon & Garfunkel. Der Mann scheint sich überall zu Hause zu fühlen.
Zwei Alben, die ich jedem unbedingt ans Herz legen möchte:
Jonathan Jeremiah – A Solitary Man
Hier gefunden und auf Grund der Rezension sofort auf iTunes erstanden.
Incubus – If not now, when?
Sie sind wieder da! Zugegeben wesentlich poppiger als bisher (wobei ich mal behaupten würde, dass bereits Light Grenades nicht mehr so rocklastig war wie A Crow left of the murder), dafür aber nicht weniger intensiv.
Ich liebe die Stimme von Brandon Boyd und auf diesem Album zeigt er wirklich sehr eindringlich was er kann.
- Seit gut einer Woche kann das Fräulein Wunder nun alleine Laufrad fahren. Bisher haben ihr dazu immer ein paar entscheidende Zentimeter gefehlt (die nette Dame im Fahrradladen empfahl uns ein großes Laufrad, damit das Gleichgewicht richtig geschult wird). Sie ist stolz wie Oskar, trägt ihren Helm mit breitem Grinsen am liebsten auch zu Hause und stellt sich gar nicht mal so doof an.
- Noch im Urlaub verschmähte das Fräulein ihre Schwimmflügel. Viel toller fand sie es, von Mama und Papa im Wasser herum getragen zu werden. Vor etwa drei oder vier Wochen besuchten wir mit zwei ihrer Krabbelkäferfreunde ein Hallenbad. Die beiden Jungs nehmen schon seit sie klein sind am Babyschwimmen teil und sind somit quasi mit ihren Schwimmflügeln verwachsen.
Das Fräulein sah ihre Freunde, verlangte umgehend nach den runden, orangenen Dingern, die an die Oberarme müssen und sprang danach augenblicklich in die Fluten. “Fräulein ganz alleine schwimmen” erzählt sie seitdem jedem, der es hören will. Wasser ist das neue Lieblingselement. Klar, dass der Sommer so gut wie vorbei ist.
- Immer noch verlangt das Fräulein zum Frühstück ein Brot mit Teewurst und eines mit “Leberlubs” (= Leberwurst). Dazu gibt es eine Tasse Kakao. Nicht nur im schwangeren Zustand ist diese Kombi gewöhnungsbedürftig.
- Das Fräulein liebt es, im Garten herumzustreifen und alle möglichen Dinge von Baum oder Strauch zu pflücken und zu essen. Es begann mit den Erdbeeren, ging weiter über Him-, Johannes- und Brombeeren, Tomaten und endet jetzt so langsam bei den Äpfeln.
Tatsächlich hat sie aber vorgestern mit Schwiegerpapa zusammen noch zwei genießbare Erdbeeren gefunden. Erstaunlich!
- Des Fräuleins neues Lieblingswort ist “bald”. “Fräulein, kommst du? Wir müssen los.” “Bald Mama!”. “Hase, möchtest du einen Apfel essen?” “Bald.” “So, ab ins Bett mit dir.” “Baaahaaaaald” (mit gerollten Augen, ich schwör’s).
- Endlich schläft das Fräulein wieder alleine ein. Tatsächlich hat ihr die neu gewonnene Freiheit dabei geholfen. Wichtig ist, dass ich ihr erzähle, was ich noch alles zu tun habe, dass ich aber bereits auch soooo müde bin und deshalb auch ganz bald (s.o.) ins Bett komme. Und der ultimative Beruhigungssatz ist dann “Und wenn etwas ist, kommst du aus deinem Bett gekrabbelt und zu uns nach unten.” Danach lächelt das Fräulein glücklich, dreht sich herum und schläft.
- Bevor das Fräulein entschlummern kann, verlangt sie nach ihrem neusten Lieblingslied, das ich aus Mangel an weiteren, geeigneten Gutenachtlieder einmal gesungen habe und nun leider nicht mehr los werde: