August 26, 2012
· Geschrieben von: Keks
Ich stehe in der Küche und schneide Zucchini. Im Radio spielt Incubus, hinter mir liegt Miss Allerliebst auf dem Boden unter ihrem Spieltrapez.
Das Fräulein Wunder kommt hereingewirbelt, in der Hand ihren Hund, den Oma ihr diese Woche in einem schwedischen Möbelhaus gekauft hat (unter Protest meinerseits, da das Fräulein bereits gefühlte 5 Millionen Kuscheltiere besitzt).
Singend und lachend wirft sie das Stofftier in die Höhe, woraufhin Miss Allerliebst plötzlich aus tiefem Herzen anfängt zu gackern und zu lachen. Dem Fräulein wiederum gefällt es so gut, dass etwas, was sie macht ihrer Schwester gefällt, dass sie nun eine viertel Stunde lang immer wieder den Hund in die Höhe wirft und sich gemeinsam mit ihrer Schwester freut.
Es sind diese Momente in denen ich mich geborgen in einer Familie fühle. In meiner eigenen Familie. Ich weiß, dass alle Feministinen jetzt aufstöhnen werden, aber diese Kombination Essenmachen-Kinderspielen im Hintergrund und dann noch diese behagliche Musik … das hat mich extrem zufrieden gemacht.

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August 21, 2012
· Geschrieben von: Keks
Drei Wochen Kindergartenferien liegen nun hinter uns. Ich muss zugeben, dass ich am Anfang ein wenig Bedenken hatte, wie wir die viele Zeit gemeinsam wohl herum bekommen. Das Fräulein Wunder und ich neigen dazu uns anzuzicken, wenn wir ein wenig gereizt sind.
Doch wie immer hätte ich mir diese Gedanken gar nicht machen müssen. Ich glaube, wir haben kaum einen Tag komplett gemeinsam alleine verbracht. Immer waren entweder die Großeltern,Tanten, Paten oder Spielkameraden zur Stelle, die die viele freie Zeit des Fräuleins mit ihr nutzen wollten.
Auch der tolle Mann hat sich bemüht, möglichst früh von der Arbeit zu Hause zu sein, damit wir noch etwas gemeinsam unternehmen konnten.
Diese drei Wochen waren unglaublich entspannt, da wir keinem Zeitdruck unterlagen. Das Fräulein Wunder ist Gott sei Dank ein Kind, das ins Bett geht, wie es gerade am besten passt. Das kann mal früher oder auch später sein. Wenn man sie ließe, würde sie jeden Abend bis zehn oder elf aufbleiben, ohne, dass man ihr irgendeine Form von Müdigkeit anmerken würde.
Auch schläft sie grundsätzlich an die zwölf Stunden. Geht sie also abends um neun ins Bett, wacht sie am nächsten Morgen auch so gegen neun erst auf (herrlich!). Somit waren wir also des öfteren abends noch ein Feierabend Getränk in irgendeinem Biergarten trinken oder auch gerne mal in einem Restaurant und dies nicht bereits um sechs Uhr, damit wir rechtzeitig wieder zu Hause sind.
Heute also nun wieder der erste Kindergartentag. Bereits gestern bemerkte das Fräulein, dass sie überhaupt keine Lust hätte und gar nicht in den Kindergarten zurück wolle. Sämtliche Lockangebote, der Hinweis, dass die langvermissten Freunde oder der tolle Spielplatz auf sie warten würden, konnte das Fräulein nicht umstimmen. Auch heute morgen beim Wecken war das Fräulein knatschig und jammerte, dass sie nicht in den Kindergarten wolle. Ich rechnete also wie immer mit dem schlimmsten.
Und, wie immer, passierte … nichts. Ich brachte das Fräulein Wunder in ihre Gruppe, wo bereits ihre beiden Lieblingsspielkameraden warteten, sie verabschiedete mich eher halbherzig, da sie gedanklich schon mit anderen Dingen beschäftigt war, und winkte mir dann vom Fenster mit einem zufriedenen Grinsen und mehrere Handküssen zu.
Noch zwei Wochen, dann sind für das Fräulein Wunder wieder Ferien. Dann fahren wir nämlich in Urlaub. So könnte es ruhig den Rest vom Jahr weiter gehen.
Tags: Fräulein Wunder, Kindergarten
August 14, 2012
· Geschrieben von: Keks
In letzter Zeit hat es sich irgendwie ergeben, dass ich dem Fräulein Wunder, nachdem ich ihr eine Gute-Nacht-Geschichte vorgelesen habe, noch etwas “erzähle” (wie sie es nennt). Es handelt sich dabei um eine mehr oder weniger erfundene Geschichte, wobei das Thema immer “Ein wunderschöner Mama-Fräulein Wunder-Tag” ist. Das Fräulein darf sich dann aussuchen, was wir an diesem imaginären Tag zusammen machen: Schwimmen, Reiten (der absolute Favorit), ein Besuch im Märchenparadies (sie spricht es “Märchenpadadies” aus und das “ch” ganz hinten im Hals … rotzig sozusagen … versteht man mich?), ein Frisörbesuch (wenn es nur ein kurzes “erzählen” sein soll, weil es bereits spät ist) oder ein Tag im Park.
Drei Wochen Kindergartenferien sind nun beinahe vorbei und gestern war nun tatsächlich der erste Tag, an dem wir nichts vorhatten, sich niemand zu Besuch angekündigt hatte oder etwas mit dem Fräulein unternehmen wollte. Also haben wir kurzerhand und ganz spontan einen Mama-Miss Allerliebst- Fräulein Wunder-Tag “in echt” gemacht.
Ich fragte das Fräulein morgens um zehn, was sie denn gerne machen möchte und nach einigem Hin und Her entschied sie sich für Zugfahren. Ich beschloss, das Vergnügen mit dem Nützlichen zu verbinden: Zugfahren in die Stadt mit Besuch meiner ehemaligen Arbeitskollegen, danach Eisessen in der weltbesten Eisdiele und (eine Ergänzung des Fräulein Wunders) einem Besuch im Buchladen um ein Kinderbuch zu erstehen. Um kurz nach elf standen wir dann gutgelaunt mit Sack und Pack und bei strahlendem Sonnenschein am Bahnhof.
Als der Zug einfuhr, hüpfte das Fräulein Wunder lachend auf und ab und freute sich wie eine Schneekönigin. Hach!
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Tags: Fräulein Wunder, Keks, Miss Allerliebst
Juli 26, 2012
· Geschrieben von: Keks
Diesen Artikel wollte ich schon ewig schreiben, aber nie hatte ich die richtige Zeit und Muse dazu. Eigentlich habe ich sie jetzt auch nicht, denn Miss Allerliebst liegt neben mir auf der Decke, turnt munter und versucht wie ein Frosch der schielt die Spielzeuge an dem Trapez über sich zu greifen. Mit leidlichem Erfolg, was sicherlich bald in Quäken und Nölen endet. Also muss ich mich ranhalten.
Eigentlich ist das auch ein ganz guter Einstieg. Im Moment verbringe ich meinen Tag nämlich entweder mit einem Kind auf dem Arm, oder mit lautem Jammern und Weinen im Hintergrund. Etwas dazwischen gibt es kaum und wenn dann nur für etwa zehn Minuten und auch nur am Vormittag.
Ich hätte mir das damals, bevor ich Kinder hatte, nie vorstellen können. Also dass das Muttersein so ist. Natürlich versucht man sich darauf einzustellen, dass das Kind weint und man wenig schläft und das alles irgendwie anders wird. Aber wie anders, das kann einem vorher keiner erklären und selbst wenn, könnte man es sich nicht wirklich vorstellen.
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Tags: Bilder, Fräulein Wunder, Grrrrrrr, Innenansicht, Miss Allerliebst, ♥