Erkentnisse des Wochenendes
1. Wenn man keine Ahnung hat, ob und wann und überhaupt etwas organisiert wurde, dann sollte man einfach so tun, als hätte man keine Freunde.
Wenn man dann immer noch in den Schwarzwald auf den Campingplatz fahren will, zu Irish-Folk-Musik, die man eigentlich nicht leiden kann und mit dem Wissen, dass man das Wochenende wahrscheinlich alleine verbringt, dann sollte man das tun.
Denn: Freunde sind eben genau das. Sie melden sich zwar nicht immer an und ab, sind dann aber doch da wo sie versprochen haben zu sein.
2. Das stärkste Tier der Welt ist der Panzerkäfer. Er kann das 850fache seines Körpergewichts tragen (Ameisen das 30fache, Bären das doppelte und Menschen wenn es gut läuft lediglich ihr eigenes).
3. Man lacht viel zu selten herzhaft und aus dem Bauch heraus.
4. 30 Meter über dem Erdboden auf einem Baumwipfelpfad zu gehen ist so lange toll, bis man bemerkt, dass man auf einem Metallgitter steht und bis zum Boden runter gucken kann.
5. Wenn einer aus der Gruppe Bier für alle holen geht, sollte man sich vergewissern ob er schon wieder da ist, bevor man den Kopf hebt, dabei an das Tablett stößt und eine unfreiwillige Weizenbier-Dusche nimmt.
6. Wenn der eigene Ehemann sagt “Du bist der beste Mensch der Welt”, ist die Antwort “Ich weiß” nicht gerade die eleganteste.
7. Tannenzapfen riechen nach Meister Propper.
8. Morgens um halb vier vor dem Zelt zu sitzen, zu den Sternen aufzusehen und mit einem Gläschen Wein in der Hand Frauengespräche zu führen, ist mit das tollste auf der Welt.
9. Selbst wenn Göga nur im Spaß sagt “Fahrt schon mal vor, wir holen euch sowieso wieder ein”, kann er damit durchaus recht behalten.
10. Nacktschnecken sondern unglaublich viel Schleim ab, wenn sie eine Nacht auf dem Träger eines Rucksatzes sitzen dürfen. (Gögas Spruch, als er den Träger genauer begutachtete: “Uäääääh … Sie hat mich vollgeschleimt.”)
11. In den Aschenbechern auf der Rücksitzbank der DS sind alte Zigarettenkippen aus dem Jahre 2001.
12. Erwachsene und Kinder gehen mit einem Xylophon unterschiedlich um. Während die erwachsenen Frauen davor stehen und versuchen, die komplizierte Tonfolge von “Kuckuck rufts aus dem Wald” zu spielen (Pink – Blau – Pink – Blau – Gelb – Weiß – Gelb usw.), dabei mit ihrer schönsten Sangesstimme mitsingen und hochkonzentriert die Stirn runzeln, nimmt das gemeine Kind heutzutage die beiden Klöppel in die Hand und fabriziert die eigene Version von Trashmetal. Herrlich!


