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	<description>von Keksen und Krümmeln</description>
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		<title>Wie Miss Allerliebst auf die Welt kam</title>
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		<pubDate>Mon, 14 May 2012 08:30:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Keks</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<category><![CDATA[Miss Allerliebst]]></category>

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		<description><![CDATA[Vorwort: Ich habe mir in letzter Zeit vermehrt Gedanken darüber gemacht, warum ich hier eigentlich schreibe. Ursprünglich ging es mir mal um Kommentare und Feedback, vielleicht auch um einen Ort, an dem ich meine Kreativität weiterhin ausleben kann (was nicht so toll geklappt hat, da eigene Geschichten weiterhin auf sich warten lassen). Nun bin ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Vorwort:</em></p>
<p><em>Ich habe mir in letzter Zeit vermehrt Gedanken darüber gemacht, warum ich hier eigentlich schreibe. Ursprünglich ging es mir mal um Kommentare und Feedback, vielleicht auch um einen Ort, an dem ich meine Kreativität weiterhin ausleben kann (was nicht so toll geklappt hat, da eigene Geschichten weiterhin auf sich warten lassen).</em><br />
<em>Nun bin ich aber zu dem Schluss gekommen, dass ich im Moment gerne hierher komme um mich selbst zu erinnern. Bestimmte Momente und Erinnerungen verblassen so schnell, dass ich mir manchmal gar nicht mehr sicher bin, ob sie überhaupt stattgefunden haben. </em><br />
<em>Somit ist das hier so etwas wie meine virtuelle <a href="http://www.patschpatsch.com/~keks/?p=96" target="_blank">Erinnerungskiste</a> und auch so eine Art Vermächtnis (doofes Wort, aber mir fällt kein besseres ein) an meine Kinder. </em><br />
<em>Denn darum geht es hier ja hauptsächlich und dies nicht, weil ich mich entschieden habe, nur noch über meine Erlebnisse mit ihnen zu bloggen, sondern weil sie momentan einfach den größten Teil meines Lebens ausmachen. </em></p>
<p><em>Im Zuge dieser Überlegungen ist mir dann aufgefallen, dass ich über die Geburt von Miss Allerliebst noch gar nichts geschrieben habe. Dies möchte ich heute nachholen, auch wenn ich jetzt vorab das Gefühl habe, dass es da gar nicht so viel zu berichten gibt.</em></p>
<p><em>Wer also die Nase voll hat von immer wieder kehrenden Geburtsberichten (nicht so wie ich &#8230; irgendwie sind das die Geschichten, die ich in Blogs am liebsten lese), sollte jetzt einfach zum nächsten Beitrag übergehen und den hier auslassen.</em></p>
<p><strong>Wie Miss Allerliebst auf die Welt kam</strong></p>
<p>Wenn mich die Leute fragen, wie eigentlich die Geburt war, dann sage ich immer &#8220;Kurz und heftig&#8221;. Aber eigentlich stimmt das gar nicht.</p>
<p>Wir warteten eine ganze Woche darauf, dass es endlich los geht. Man wird ja dann doch ein wenig hibbelig und kann es kaum erwarten, sein Baby im Arm zu halten. Das dazwischen noch einige Wehen und eine noch schmerzhaftere Geburt liegen, verdrängt man doch meist erfolgreich.</p>
<p>Wie bereits an <a href="http://www.patschpatsch.com/~keks/?p=1659" target="_blank">diesem Ort mitgeteilt</a>, wurde ich mittwochs ziemlich kribbelig und besorgte mir noch diverse Dinge, um das Einsetzen der Wehen ein bißchen zu beschleunigen. Als dann tatsächlich Donnerstag Mittag um eins die erste Wehe kam, hatte ich davon lediglich das Globoli von meiner Hebamme geschluckt. Der Tee stand noch unbenutzt im Regal (da die Apotheke ihn erst bestellen musste und ich ihn erst kurz vorher abholen konnte), Die Akupunktur war für 16 Uhr angesetzt und massiert hatte ich auch noch nicht.<br />
Deshalb dachte ich irgendwie erst, es handele sich bei diesem ziehenden Drücken um Blähungen. Ich benötigte ungefähr drei bis vier Wehen um zu erkennen, dass sie regelmäßig in zwanzig Minuten Abständen kamen und es sich hierbei eben nicht um Darmaktivitäten handelte. Ich glaube es geschieht sehr selten, dass man sich über Schmerzen so sehr freut.</p>
<p>Das Fräulein weilte bereits bei meinen Eltern, da ich am Morgen einen Termin bei meinem Gyn hatte und am Nachmittag, wie erwähnt, eigentlich zur Akupunktur wollte, also musste ich was das betrifft gar nichts organisieren. Und das war schließlich eine meiner Hauptsorgen gewesen.<br />
Also atmete ich so vor mich hin. Tatsächlich schaltete ich, ich glaube ich, Arte oder so etwas ein. An diesem Tag wurde eine Dokumentation nach der anderen gesendet, auch wenn ich heute keine Ahnung mehr habe, um was es darin ging (fällt mir eben mal so auf. Wirklich erstaunlich).<br />
Und rein aus Protest, bereitete ich mir auch noch eine Tasse von dem Eisenkrauttee zu. Konnte ja wohl nicht sein, dass ich ein kleines Vermögen dafür ausgegeben hatte und ihn dann nicht brauchte. Pfh!</p>
<p>Um drei rief ich den tollen Mann auf der Arbeit an. Ich wusste, dass er früher Feierabend machen wollte (der nächste Tag war Karfreitag und ein langes Wochenende lag vor uns) und dass er vorhatte, das Fräulein bei meinen Eltern abzuholen um mit ihr einen schönen Nachmittag zu verbringen. Dieses Vorhaben wurde also gestrichen und er kam eine Stunde später nach Hause.</p>
<p>Zu diesem Zeitpunkt war ich weiterhin fleißig und regelmäßig alle zwanzig Minuten am Wehen veratmen, wenn diese auch noch nicht wirklich schlimm waren. Manchmal erschienen sie mir so leicht und kurz, dass ich von einer &#8220;halben Wehe&#8221; sprach, wenn der tolle Mann wissen wollte, was gerade passierte. Und irgendwie hatte ich die ganze Zeit Angst, dass das nur ein Fehlalarm ist und ich auf die nächste Wehe bis zum Sankt Nimmerleinstag warten würde. Hörte man ja des öfteren, das Wehen auch mal gerne plötzlich verschwinden.<br />
Doch sie blieben. In schöner Regelmäßigkeit alle zwanzig Minuten. Bis dann um acht Uhr abends der Wehenregler von &#8220;geht noch gut so&#8221; eine Stufe rauf auf &#8220;okaaaaay, das tut langsam dann doch ein wenig weh&#8221; gedreht wurde. Das war dann auch der Zeitpunkt, an dem wir so langsam mal zusammenpackten, da die Wehen nun alle acht bis fünf Minuten kamen. Bis wir dann schließlich am Krankenhaus ankamen, war es dann neun Uhr abends. Ab hier beginne ich immer zu zählen, wenn es um die eigentliche Dauer der Geburt geht, weil davor alles irgendwie noch Pipifax war.</p>
<p>Bereits zu Hause kurz vor dem Aufbruch und dann auch im Auto, wurden die Wehen heftiger. Ich musste also erst einmal eine Wehe veratmen und mich dabei ans Armaturenbrett klammern, bevor ich aussteigen und zum Krankenhauseingang humpeln konnte. Dabei hoffte ich, dass wir die Kreißsaaltür bis zur nächsten Wehe erreichen würden, weil ich mir doof vorkommen würde, mitten im Voyer stehen zu bleiben und mich an den tollen Mann zu hängen, um laut und deutlich vor mich hin zu pusten. Aber der Weg ist Gott sei Dank nicht weit und so konnte ich sogar noch persönlich den Klingelknopf am Kreißsaal drücken, bevor die nächste Wehe kam.<br />
Tatsächlich hatte ich diese bereits fast vollständig veratmet, als die Hebamme ankam. Scheinbar hatte sie gerade ein Päuschen gemacht und begrüßte mich mit den Worten &#8220;ich bin schon da. Alles wird gut. Schöööön weiter atmen.&#8221; Ich fand sie auf Anhieb sympathisch, obwohl sie so ganz anders war, als die, die ich bei des Fräuleins Geburt hatte. Sie hieß Sabine, duzte mich gleich und führte mich in den Raum für das erste CTG.<br />
Wehen und Liegen vertragen sich bei mir irgendwie nie so gut. Also war diese gute dreiviertel Stunde für mich nicht so doll. Doch der tolle Mann war da, teilte mir Herztonfrequenz des Babys und die Höhe meiner Wehe mit (&#8220;Jetzt rauf bis 40. Ordentlich!&#8221;) und hielt meine Hand.</p>
<p>Nach dem CTG meinte Sabine dann, sie wolle mal nach dem Muttermund gucken. Das ist auch eine Prozedur, die nicht sehr angenehm ist, im Vergleich zu meinen Wehen, die ich nun hatte, aber Kinderkram war. Also eine Wehe abgewartet, dann vorsichtig in mich hinein getastet und mit einem Lächeln verkündet &#8220;Muttermund vier bis fünf Zentimeter, da hast du aber schon ordentlich geschafft!&#8221; Ich war stolz wie Bolle, auch wenn ich eigentlich nicht viel dazu beigetragen hatte. Der Muttermund macht schließlich was er will.<br />
Danach hat sich eine Ärztin noch einmal per Ultraschall alles angesehen: Lage von Miss Allerliebst (&#8220;Das Baby ist schon so weit im Becken, dass ich den Kopf gar nicht mehr sehen kann&#8221;), die Menge des Fruchtwassers und auch die ungefähre Größe und Gewicht. Alles im grünen Bereich, wie mir versichert wurde.</p>
<p>Anschließend einigten Sabine und ich uns auf einen Einlauf. Ja, das ist wirklich ein wenig eklig, aber erleichtert zum einen ungemein, zum anderen macht es Platz für das Baby und obendrauf beschert das, wenn man es zum richtigen Zeitpunkt macht, auch noch zwei bis drei Zentimeter weiter geöffneten Muttermund. Da nimmt man doch alles gerne in Kauf. Am schwierigsten dabei ist noch, alles bei sich zu behalten, während man eine Wehe hat. Denn eigentlich lautet dabei die Maxime &#8220;Alles weiiiiit aufmachen. Am besten an ein weit geöffnetes Scheunentor denken.&#8221; Das ist schon so in mir verankert, dass es mir wirklich schwerfiel, bei der nächsten Wehe alles zusammen zu kneifen. Abgesehen davon, dass ich das Gefühl hatte, die Schmerzen wären dabei gleich doppelt so schlimm.</p>
<p>Aber auch das haben wir gut über die Bühne gebracht. Ich durfte jetzt mein eigens für die Geburt erstandenes übergroßes Nachthemd anziehen und wurde dann in den eigentlich Kreißsaal geführt. Es war leider nicht der selbe, wie bei des Fräuleins Geburt, aber enthielt in etwa die gleiche Ausstattung: Kreisbett, Sprossenwand, Tuch von der Decke, alles da. Mittlerweile waren wir schon über eine Stunde hier und ich hatte das Gefühl, ich wäre nur von einem Ort zum anderen gerannt. Ich hoffte eigentlich, dass ich jetzt ein bißchen Ruhe finden würde. So wie beim Fräulein, als ich bestimmt drei bis vier Stunden wie in Trance vor mich hin atmete und dabei ganz entspannt auf dem Kreißbett saß.<br />
Gesessen habe ich diesmal auch auf dem Bett, allerdings nicht für sehr lange. Nach erneuter Untersuchung des Muttermundes verkündete Sabine, dass wir bei acht Zentimetern seien und ich doch nun mal aufstehen sollte, damit das Baby besser durch das Becken rutschen könne.<br />
Gesagt getan. Und hier fing es dann an, richtig schmerzhaft zu werden. So schmerzhaft, wie ich es beim Fräulein Wunder erst in der letzten Phase bei den Presswehen empfunden habe. Kommentar der Hebamme: &#8220;Ja, ja. Bei der zweiten Geburt ist es oft so, dass noch alles so weich und geweitet ist, dass das Baby wie mit einem Fahrstuhl durch das Becken saust.&#8221; Ich weiß noch, dass ich im Hinterkopf hatte, dass diese Phase beim Fräulein Wunder bestimmt auch nochmal zwei Stunden gedauert hat und dass es zwar ein seltsames, aber keinesfalls ein so schmerzhaftes Gefühl gewesen war. Noch zwei Stunden. Und ich musste bereits beim Höhepunkt jeder Wehe den Schmerz wegbrüllen. Auf einer unbewussten Ebene machte mir das schon Sorgen.</p>
<p>Hätte ich mir aber nicht machen müssen. Denn nach gefühlten fünf Minuten (wahrscheinlich eher zwanzig), verspürte ich einen ungeheuren Drang zu pressen.<br />
Also wieder rauf aufs Kreißbett. Sabine schaute noch mal nach dem Muttermund. Dieser war, bis auf einen kleinen Rand, vollkommen geöffnet. Das Kopfteil wurde also hoch-, die Füße runter gefahren. Die Ärztin kam und dann wurde es ernst.</p>
<p>Wie auch beim Fräulein Wunder war diese Phase die schmerzvollste und ich schrie bei jeder Wehe, was das bißchen Luft in meinen Lungen noch her gab. Trotzdem war ich ganz klar im Kopf und hatte weiterhin beinahe schmerzfreie, kurze Pausen zwischen jeder Wehe, was ein unglaublicher Segen ist.<br />
Diesmal durfte ich also in der Rückenlage gebären, was ich wesentlich angenehmer fand, als die Seitenlage beim Fräulein. Der tolle Mann stand hinter mir und stütze meinen Rücken, ich griff nach den angewinkelten Knien und zog die Beine zu mir ran und alle gemeinsam habe wir gepresst was das Zeug hielt. Dazwischen nicht pressen, hecheln, warten, bis es weiter geht. Immerwieder den Kommandos folgen. &#8220;Und nochmal Luft holen.Schiebschiebschiebschieb &#8230; stooooop. Jetzt langsam. Atmen, atmen, atmen. Nicht pressen. NICHT pressen. Ja gut so. Atmen nicht vergessen. Super. Du machst das toll. Und jetzt noch mal Luft holen. Komm. Das schaffst du. Uuuuuund Schiebschiebschiebschiebschieb. JA! Super. Das Köpfchen ist da! Und noch einmal. Komm. Schiebschiebschiebschieb. Haaaalt. Atmen. Nicht mehr pressen. Langsam. Und jetzt noch ein letztes Mal. Komm, das packst du. Atmen, atmen. So ist&#8217;s gut. Kommt die nächste Wehe? Super. Dann Luft holen, Kopf auf die Brust, Beine anziehen uuuuuuund schiebschiebschiebschiebschieb &#8230; &#8221; Und als ich dachte, jetzt sterbe ich wirklich (den Gedanken hat man ja zwischendurch gefühlte tausend Mal), flutschten auch noch die Schultern aus mir heraus. Und wie ich es mir gewünscht hatte, bekam ich sofort ein kleines, nasses, verschmiertes Bündel auf die Brust gelegt.<br />
Dieses Gefühl, diesen warmen und doch erstaunlich schweren und kompakten Winzling im Arm zu halten, ist wirklich unbeschreiblich. Der tolle Mann vergoss ein paar Tränchen neben mir, ich konnte auch diesmal nicht, warum auch immer (bei jeder Geburt, die ich im Fernsehen sehe, heule ich wie ein Schlosshund. Das ist wirklich sehr seltsam). Aber ich war richtig glücklich und voll bei mir. Bei uns.<br />
Ein bißchen geweint, oder vielmehr gequäkt, hat Miss Allerliebst auch, aber das gab sich recht schnell. Schließlich war auch sie geschafft von den ganzen Geburtsstrapazen.</p>
<p>Leider kann man aus dieser Position (Baby &#8211; Brust) recht wenig von dem Knirps sehen. Erst als der tolle Mann wenig später das Bündel im Arm hielt, konnte ich das Gesicht erkennen und dass sie so viele, dunkle Haare hat.</p>
<p>Währenddessen kümmerten sich Sabine und die Ärztin um die Nachgeburt. Beim Fräulein wollte sich die Plazenta nicht lösen und ich musste damals leider in den OP. Diesmal, hoffte ich, würde das anders sein.<br />
Um es kurz zu machen. Nach einigen Bauchhüpfern, drücken, ziehen (die Nabelschnur riss ab), nachdem eine dritte Schwester hinzu gezogen wurde, die ebenfalls in meinem Inneren herumwühlte und mir wie eine Bekloppte auf den Bauch drückte, was alles ebenfalls nochmal richtig weh tat, kam die Plazenta vollständig und mehr oder weniger freiwillig heraus. Ich durfte sie mir ansehen, was ich mit großer Neugier tatsächlich tat, bekam erklärt, dass die Nabelschnur, nicht wie gewöhnlich in der Mitte der Plazenta sondern am Rand angewachsen war, dass aber alles vollständig und wunderschön sei (eh klar, ne?).</p>
<p>Ich bekam das schmutzige Nachthemd ausgezogen und ein Krankenhaushemdchen an. Irgendwo dazwischen wurde Miss Allerliebst untersucht und vermessen, das weiß ich gar nicht mehr genau. Es folgte auf jeden Fall das erste Anlegen und Gekuschel mit Mama und Papa. Und bereits zu diesem Zeitpunkt fühlte ich, dass alles ganz anders sein würde, als es mit dem Fräulein gewesen war.<br />
Ganz entspannt.<br />
Ohne Angst etwas falsch zu machen.<br />
Einfach ganz natürlich.<br />
Wundertoll.</p>
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		<title>Momentaufnahme #48</title>
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		<pubDate>Sun, 13 May 2012 12:11:59 +0000</pubDate>
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		<title>Momentaufnahme #47</title>
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		<pubDate>Thu, 10 May 2012 12:04:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Keks</dc:creator>
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		<title>Alleine zu dritt</title>
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		<pubDate>Sat, 05 May 2012 12:03:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Keks</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<description><![CDATA[Seit gut einer Woche geht der tolle Mann wieder arbeiten. Das bedeutet, dass ich das Fräulein Wunder vom Kindergarten abholen muss und wir den Nachmittag zu dritt verbringen. Bisher war dies alles kein Problem. Selbst als ich das Fräulein in den Kindergarten bringen und um neun wieder zu Hause sein musste, weil die tollste Hebamme [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit gut einer Woche geht der tolle Mann wieder arbeiten. Das bedeutet, dass ich das Fräulein Wunder vom Kindergarten abholen muss und wir den Nachmittag zu dritt verbringen. Bisher war dies alles kein Problem. Selbst als ich das Fräulein in den Kindergarten bringen und um neun wieder zu Hause sein musste, weil die tollste Hebamme sich angekündigt hatte, lief alles wie am Schnürchen. Man (also ich) muss nur früh genug aufstehen, erst einmal sich fertig machen, dann Miss Allerliebst anziehen und füttern und danach irgendwie das Fräulein Wunder wach bekommen und rechtzeitig im Kindergarten abliefern (was noch die größte Herausforderung darstellt, weil Anziehen oder überhaupt irgendeine Art von Kooperation im Moment nicht so ihr Ding ist).</p>
<p>Nun begab es sich aber vorgestern, dass der tolle Mann das erste Mal seinen monatlich stattfindenden Männerabend besuchen wollte. Natürlich wollte ich ihm einen Abend ohne Frau und Kinder gerne ermöglichen und so sagte ich &#8220;Klar, geh du nur. Die Kinder und ich kommen schon zurecht.&#8221;<br />
Im Hinterkopf hatte ich aber ein Fräulein, das Zähneputzen hasst, Miss Allerliebst, die des öfteren abends zu Brüllattacken neigt und ein Hochbett, dessen untere Etage dem Fräulein Wunder im Moment als Schlafhöhle dient und bei der ich mir vergeblich versuchte vorzustellen, mit Miss Allerliebst hinein zu krabbeln.<br />
Aber gut. Man wächst ja mit seinen Aufgaben.</p>
<p>Besagter Männerabend kam also. Da er im Lokal des hiesigen Kleingartenvereins stattfinden sollte, gingen der tolle Mann und ich mit den Kindern etwas früher dort hin, da sich an die sonnenüberflutete Terrasse ein sehr schöner, großer Spielplatz anschließt. Das Fräulein erfreute sich an den vielfältigen Klettermöglichkeiten und Currywurst mit Pommes und der tolle Mann und ich an einem Feierabendgetränk. Schließlich verließ ich um halb sieben alleine mit den beiden Rackern das Lokal, wünschte dem tollen Mann noch viel Spaß und machte mich auf den Weg über das Feld nach Hause.</p>
<p>Ich befürchtete ja fast, dass Miss Allerliebst noch unterwegs das Brüllen wegen einsetzendem Hungergefühls anstimmen würde, aber dies blieb Gott sei Dank aus. Auch das Fräulein war sehr kooperativ und hüpfte entweder neben dem Kinderwagen her oder ließ sich auf dem Kiddy-Board schieben.<br />
Zu Hause angekommen begann der Kampf um saubere Zähne. Nachdem wir allerdings am vergangenen Abend wegen der Sturköpfigkeit des Fräuleins den Sandmann hatten ausfallen lassen müssen, war sie an diesem Abend nicht ganz so bockig.<br />
Allerdings begann Miss Allerliebst bei der Ankunft in heimischen Gefilden lautstark nach einer Flasche zu verlangen. Das Fräulein Wunder meisterte also die ungeliebte Pflicht des Zähneputzens mit der zusätzlichen Unannehmlichkeit von lautem Gebrüll. Ich war zutiefst beeindruckt und dankbar.<br />
Nachdem ich Miss Allerliebst eine Flasche bereitet hatte, konnten wir zum gemütlichen Teil des Abends übergehen und uns  zu dritt zwei Folgen von der Sandmännchen DVD zu Gemüte führen. Danach ging es nach oben, Schlafanzug anziehen. Auch hier bewies das Fräulein Wunder, dass sie durchaus kann, wenn sie will. Fröhlich plappernd schlüpfte sie eigenhändig aus und in ihre Sachen (mit ein klein wenig Hilfestellung meinerseits), bevor ich sie mit ihrem Bettzeug in das elterliche Bett buxierte. Ich erklärte ihr, dass das eine Ausnahme sei, weil ich mit Miss Allerliebst auf dem Arm nicht in ihre Höhle gepasst hätte, was das Fräulein Wunder ernst nickend zur Kenntnis nahm.<br />
Ihre Sorge war dann ganz anderer Natur. Wie kann denn Mama eine Geschichte vorlesen, wenn sie dabei Miss Allerliebst die Flasche gibt und gar keine Hand mehr frei hat?<br />
Aber auch das meisterten wir gemeinsam. Während das Fräulein Wunder nämlich nun ihrerseits ihre Soja-Milch trank und sich das eigens für sie angewärmte Kirschkernkissen auf den Bauch drückte, lag das Buch (<a href="http://www.amazon.de/große-Wirbelwind-Purzelbaumgeschichten-5-Minuten-Geschichten-Vorlesen/dp/3451704854/ref=sr_1_10?ie=UTF8&amp;qid=1336218522&amp;sr=8-10">Lea Wirbelwind</a>) aufgeschlagen auf ihren Knien, so dass ich den Text lesen konnte.<br />
Danach Licht aus und sowohl das Fräulein Wunder, als auch Miss Allerliebst entschlummerten friedlich in kürzester Zeit.</p>
<p>So kam ich tatsächlich noch vor halb neun zu einem warmen Abendessen (Nudeln mit Pesto) und zu einer ungestörten, neuen Folge <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bones_–_Die_Knochenjägerin">Bones</a>.</p>
<p>Ich bin mächtig stolz auf uns drei, das wir das so problemlos hinbekommen haben und immer wieder erstaunt und überrascht, wie leicht mir doch der Alltag und damit die vielen großen und kleinen Herausforderungen von der Hand gehen. Diese Art von Entspanntheit hätte ich gerne auch schon beim Fräulein Wunder gehabt, dann hätte ich die Anfangszeit ganz anders genießen können.</p>
<p>In diesem Zusammenhang möchte ich auf einen <a href="http://www.mamamiez.de/2012/04/30/arroganz-der-unwissenheit/">Artikel</a> in meinem derzeitigen Lieblingsblog hinweisen: <a href="http://www.mamamiez.de/">Mama Miez</a> bloggt, erklärt und berichtet in einem schön zu lesenden Schreibstil und mit Tipps und Tricks, die auch mir immer noch weiterhelfen (oder mir wenigstens das Gefühl geben, ich bin nicht allein mit meinen Problemen). Sie erwartet gerade ihr drittes (!) Kind und ich bewundere ihre scheinbare Gelassenheit und die Kontinuität, mit der sie ihren Blog mit Leben füllt. Aber Vorsicht: Ihre Einkaufstipps können Mütter in den Ruin treiben <img src='http://www.patschpatsch.com/~keks/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> .</p>
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		<title>Über das Stillen</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Apr 2012 08:49:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Keks</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bevor wir das Fräulein Wunder bekamen hatte ich eine sehr romantische Vorstellung vom Stillen. Die perfekte Symbiose zwischen Kind und Mutter, ganz natürlich, ganz einfach. Dachte ich. Doch bereits im Krankenhaus begann ich zu ahnen, dass es vielleicht nicht ganz so einfach werden würde. Überall liest man oder hört man, dass Babys den Weg zur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bevor wir das Fräulein Wunder bekamen hatte ich eine sehr romantische Vorstellung vom Stillen. Die perfekte Symbiose zwischen Kind und Mutter, ganz natürlich, ganz einfach. Dachte ich.<br />
Doch bereits im Krankenhaus begann ich zu ahnen, dass es vielleicht nicht ganz so einfach werden würde. Überall liest man oder hört man, dass Babys den Weg zur Brust von ganz alleine finden. Nun ja &#8230; da scheint das Fräulein eine große Ausnahme zu bilden (und Miss Allerliebst auch, aber dazu später). Es war jedenfalls nicht einfach ihr den Weg zur Brust zu zeigen. Hinzu kommt in meinem Fall auch noch die überwältigende Größe von Körbchen*größe G, so dass ich zum einen erst einmal sehen musste, wie das Fräulein das adäquat in ihren winzigen Mund bekommt und zum anderen dabei nicht erstickt.</p>
<p>Als wir dies ohne fremde Hilfe geschafft hatten (ein denkwürdiger Augenblick nachts um drei im Stillzimmer der Wochenbettstation an Tag 3), dachte ich wieder &#8220;Jetzt wird es ganz natürlich und einfach.&#8221;<br />
Aber auch hier irrte ich. Denn saugende Lippen und Kiefer eines Babys hinterlassen Spuren an der Brust, davon machen sich nicht-stillende Frauen keinen Begriff. Als wäre man mit einer Stahlbürste darüber gefahren. Ehrlich. Da war Blut und selbst als noch kein Blut da war, tat es höllisch weh.<br />
Aber das sind ja nur Schmerzen. Die kann man irgendwie aushalten. Zumal die Babys irgendetwas in ihrem Speichel haben müssen, das recht schnell betäubt. Die ersten Trinkzüge tun noch abartig weh, danach hört der Schmerz aber relativ schnell ganz auf.</p>
<p>Das Fräulein und ich fanden in den nächsten sechs Wochen relativ schnell einen guten Rhythmus. Vier Stunden am Tag, sechs Stunden in der Nacht. Das Fräulein schien augenscheinlich gut satt zu werden und gedeihte prächtig.<br />
Leider war im Gegensatz dazu meine Technik immer noch nicht wirklich ausgereift. Ich habe keine Ahnung, wie Frauen das machen, die in Cafés oder irgendwelchen anderen öffentlichen Plätzen einfach mal so ihre Kinder stillen. Ich benötigte dazu meine Couch, das Stillkissen und jede Menge Konzentration. Von wegen einfach und natürlich. Pah!<br />
Aber ich arrangierte mich damit. Immerhin ist Muttermilch das beste fürs Kind und ach so praktisch und überhaupt.</p>
<p>Nach acht Wochen dann die Brustentzündung. Von jetzt auf nachher hatte ich 40 Fieber und Schüttelfrost. Und die beste Hebamme von allen war im Urlaub.<br />
Also sind wir ins Klinikum gefahren, wo sie mich dann auch gleich ganze fünf Tage da behalten haben. Alle drei Stunden musste ich abpumpen und das auch in der Nacht, ich bekam Quarkumschläge und Antibiotika und das Fräulein nächtigte neben mir in einem dieser Neugeborenen Bettchen. Eine ausgebildete Stillberaterin nahm sich meiner, immer noch vom Stillen malträtierten Brust*warzen an, attestierte mir, dass ich das Fräulein richtig anlege und verordnete eine Lasertherapie, die zwar die Warzen relativ schnell wieder gut aussehen lies, aber die Schmerzen nicht wirklich nehmen konnte.<br />
Die Milch ging dabei auf die Hälfte zurück, so dass das Fräulein mit Milchpulver zugefüttert werden musste. Ich wurde schließlich als geheilt aus dem Krankenhaus entlassen, wie ich meine Milchproduktion allerdings wieder anregen sollte, konnte mir irgendwie niemand sagen. Oft anlegen, viel Silltee trinken, Milchreis und Hühnerbrühe essen und auf das beste hoffen.</p>
<p>Ich quälte mich damit noch ganze zwei Wochen rum. Unglaublich, wenn ich mir das heute so überlege. Fräulein stillen und dann noch eine Flasche hinterher geben. Was wir so alles mitgemacht haben. Und wie viel Zeit wir damals für so einen Schnickschnack hatten!</p>
<p>Und das Ende vom Lied: Ich habe dann doch abgestillt, wenn ich mir die Entscheidung damals auch nicht leicht gemacht habe. Noch drei, vier Wochen danach vermisste ich den kleinen Kinderkörper an meiner Brust und habe deshalb so manche Träne vergossen und das, obwohl die Flasche rein vernunftmäßig das einzig Richtige war. Körperlich war alles eine schnelle und klare Angelegenheit: Tablette schlucken, Flasche geben. Emotional hatte ich lange daran zu knabbern. Und manchmal glaube ich, ich tue das heute noch.</p>
<p>Dann war ich mit Miss Allerliebst schwanger und natürlich stellte sich hier wieder die Fragen aller Fragen &#8220;Stillen oder nicht stillen?&#8221;</p>
<p>Mein erster Impuls war eindeutig &#8220;Nicht stillen&#8221;. Doch der tolle Mann widersprach und meinte, dass wir es doch wenigstens probieren sollten. Schließlich wäre Muttermilch das beste für das Baby, ganz natürlich und vielleicht wäre diesmal ja alles ganz einfach.<br />
Ich suchte also das Gespräch mit der besten Hebamme von allen. Nach einer Stunde hatte ich die Vorfreude auf das Stillen tief in mir wiedergefunden und war fest entschlossen, es einfach wieder zu versuchen. Mehr als schiefgehen konnte es doch nicht und wer sagte denn, dass bei Miss Allerliebst alles genau so laufen würde?</p>
<p>Miss Allerliebst wurde geboren und siehe da, das Anlegen klappte nach kurzer Zeit ganz unproblematisch. Vielleicht war ja doch alles ganz einfach.<br />
Ich verließ die Klinik nach drei Tagen mit dem guten Gefühl, das mit dem Stillen schon irgendwie hin zu bekommen. Weh tat es natürlich auch diesmal, aber irgendwie hatte ich das Gefühl, dass es diesmal gar nicht so schlimm war. Auch fand ich das Anlagen gar nicht mehr so kompliziert und ich traute mir nun durchaus zu, auch außer Haus Miss Allerliebst an die Brust zu legen (wenn eine entsprechende Sitzgelegenheit und ein Kissen in Reichweite war. Aber immerhin &#8230;). So weit so gut.</p>
<p>Was nicht ganz so funktionierte war das Durchhalten von Miss Allerliebst. Nach fünf bis sieben Schlucken schlief sie regelmäßig ein. Diesmal ist scheinbar ein Betäubungsmittel in der Milch. Ich stillte, weckte, stillte, wickelte um zu wecken, stillte und hoffte auf das beste. Dass ich für das alles meist gute eineinhalb Stunden benötigte war erst einmal kein Thema. Der tolle Mann hatte Urlaub und ich nahm mir einfach die Zeit. Anfangsschwierigkeiten hatte ich ja schließlich erwartet und das würde schon werden.</p>
<p>Nachdem Miss Allerliebst aber auch nach zwei Wochen weiterhin ab- statt zunahm, mussten wir etwas unternehmen. Die tollste Hebamme von allen machte sich bereits Sorgen, kam täglich zum Wiegen und schüttelte dann immer wieder den Kopf und seufzte vielsagend.<br />
Maßnahme eins bedeutete wieder abpumpen. Einfach um zu sehen, wie viel Milch zur Verfügung stand und es der Miss etwas leichter beim Trinken zu machen. Aber dieses Pumpen machte mich schon bereits beim Gedanken daran ganz depressiv. Da kam es mir ganz recht, dass die Pumpe mehr schlecht als recht funktionierte und ich mich damit nur einen halben Tag befassen musste. Immerhin. Drei Mal habe ich jeweils eine gute Stunde für sage und schreibe 70 ml gepumpt. 90 hätten es sein sollen.<br />
Also verabschiedeten wir uns von der Pumpe und fingen mit dem Zufüttern wieder an. Die Theorie: Wenn Miss Allerliebst wieder ihr Geburtsgewicht hat, ist sie auch kräftiger und trinkt besser und länger.</p>
<p>Innerhalb von fünf Tagen hat Miss Allerliebst nun die fehlenden 300 Gramm zugenommen und so beschlossen die tollste Hebamme und ich vorgestern, auf die Flasche wieder zu verzichten.</p>
<p>In mir hatte aber bereits ein Prozess eingesetzt, der nach dem gestrigen katastrophalen Stillabend, heute morgen abgeschlossen wurde.<br />
Ich hatte keinen Spaß mehr am Stillen. Ich empfand das ganze Hin und Her, den großen Zeitaufwand und die immer wieder kehrenden Rückschläge als Belastung. Ich hielt mich zwar mit dem Gedanken bei der Stange, dass alles besser werden würde, wenn Miss Allerliebst wieder ganz auf der Höhe war, aber so recht glaubte ich irgendwie nicht daran.</p>
<p>Ich muss zugeben, dass es zwischendurch wirklich gut klappte. Die Miss trank brav und zügig, auch wenn ich trotzdem noch eine gute Stunde für eine Fütterung und mindestens einen Weckruf benötigte. Doch ich hatte das Gefühl, dass sie richtig satt wurde. Allerdings dies auch nur bei durchschnittlich jedem zweiten Mal, an dem sie trank.<br />
Die anderen Male wollte sie partout die Brust nicht nehmen, brüllte wie am Spieß vor Hunger und Frustration und konnte kaum bis gar nicht beruhigt werden. So haben wir gestern Abend vier Stunden von halb sieben bis halb elf verbracht. Mit Schreien, gelegentlichem Trinken von maximal fünf Schlucken, bevor das Schreien wieder los ging. Dazwischen beruhigen durch Saugen an Mamas kleinem Finger und kurzzeitiges Einschlafen, während dem ich es irgendwie fertig brachte, in Etappen den Kuchen für den heutigen Kuchenverkauf in des Fräulein Wunder Kindergartens zu glasieren und mit Zuckerstreusel zu versehen.<br />
Um halb elf habe ich dann aufgegeben und eine Flasche gemacht. Die wurde von Miss Allerliebst in einem Zug förmlich inhaliert und danach war so wohltuende Ruhe, dass ich vor Erleichterung hätte heulen können. Stattdessen sind wir ins Bett gegangen.</p>
<p>Heute morgen weckte mich dann die Miss um 6.30 Uhr mit mittellautem Quaken. Klar, sie hatte bestimmt Hunger (und ja, sie schläft wirklich durch und das trotz Stilldesaster. So ein braves, liebes Kind!). Also rausgequält, angelegt und nach sieben Schlucke wieder ins Bett getaumelt, weil das Kind sich einfach nicht mehr wecken lies. Um acht waren wir dann alle endgültig wach, da das Fräulein ja auch in den Kindergarten muss (wo sie Gott sei Dank der tolle Mann hinbringt).<br />
Die Miss brüllte bereits wieder vor Hunger (kann ich verstehen, hätte ich auch), doch das Theater vom gestrigen Abend setzte sich einfach fort. Da wird geschrieen wie am Spieß, aber die Brust, von der die Milch bereits in den geöffneten Mund tropft, wird ignoriert.</p>
<p>So. Und nun? Ich habe keine Ahnung, ob es da draußen so viele standfestere Mütter gibt oder ob bei denen wirklich alles ganz natürlich und einfach ist. Fest steht jedenfalls, dass die ganze Stillerei uns alle fertig macht. Mich sowieso, Miss Allerliebst auch und nicht zu letzt muss das Fräulein Wunder darunter ebenfalls leiden, weil ihre Mutter zum einen Ewigkeiten mit Stillen beschäftigt ist und zudem so angespannt und genervt ist, dass sie ihr im Moment nichts recht machen kann.</p>
<p>So habe ich mir das einfach nicht vorgestellt und anders als beim Fräulein ziehe ich schneller meine Konsequenzen. Ich werde die tollste Hebamme von allen also heute Mittag darum bitten, mir diese Tabletten zum Abstillen zu geben. Diese Entscheidung erfüllt mich mit grenzenloser Erleichterung und gleichzeitig heule ich schon den ganzen Morgen vor mich hin.<br />
Weil es sich eben doch nach Versagen anfühlt. Als würde ich meinem Kind etwas schlimmes antun, wenn ich ihm jetzt die Flasche gebe. Als würde ich egoistisch handeln, denn die Flasche hat unbestreitbar hauptsächlich für mich Vorteile.</p>
<p>Und dann versuche ich daran zu denken, wie das heute Morgen war, als ich Miss Allerliebst die Flasche gegeben habe. Sie wirkte auf einmal so entspannt, ließ sich ohne Geschrei wickeln, schaute interessiert in der Gegend herum und machte einfach einen sehr zufriedenen Eindruck. Und wenn ich dann noch bedenke, dass ich normaler Weise eine bis eineinhalb Stunden mit Stillen beschäftigt gewesen wäre und ich in dieser Zeit heute, nach der Flasche, bereits geduscht und die Küche auf Vordermann gebracht habe, dann motiviert mich dies natürlich zusätzlich, auch wenn dies eigentlich einer der oben erwähnten egoistischen Gründe ist. Immerhin kann ich mir hier sagen, dass ich heute Nachmittag die durch die Flasche gesparte Zeit für das Fräulein Wunder nutzen kann. Ich kann endlich richtig mit ihr spielen oder etwas vorlesen, ohne dass dabei ein anderes Kind an meiner Brust hängt und eigentlich meine Aufmerksamkeit bräuchte.</p>
<p>Wahrscheinlich werde ich mich für den Rest meines Lebens für das vorzeitige Abstillen beider Kindern vor anderen rechtfertigen, aber das muss ich wohl in Kauf nehmen. So kann es jedenfalls nicht weiter gehen. Der tolle Mann sieht das übrigens und Gott sei Dank genau so. Er meinte, dass er und ich und auch das Fräulein Wunder mit der Flasche groß geworden sind (O-Ton &#8220;Na ja, Du vielleicht nicht, aber du weißt, was ich meine, oder?&#8221; Ha, ha.). Und die tollste Hebamme von allen hat sowieso von Anfang an gesagt, sie tut, was immer ich für richtig halte und redet mir nicht rein.</p>
<p>Jetzt brauche ich also nur noch diese kleinen Tabletten und dann bin ich frei. Und wahrscheinlich untröstlich. Aber das gehört wohl dazu.</p>
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		<title>♥ Drei ♥</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Apr 2012 08:37:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Keks</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Fräulein Wunder]]></category>
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		<description><![CDATA[Leider dieses Jahr zwei Wochen zu spät, aber hier ist so viel los &#8230;. Mein geliebtes Fräulein Wunder, schon als Du geboren wurdest machte ich mir über die Zahl drei meine Gedanken. Wenn Du drei Jahre alt würdest, müsste ich wieder arbeiten und Du in den Kindergarten gehen. Ich stellte mir vor, wie groß Du [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Leider dieses Jahr zwei Wochen zu spät, aber hier ist so viel los &#8230;.</em></p>
<p>Mein geliebtes Fräulein Wunder,</p>
<p>schon als Du geboren wurdest machte ich mir über die Zahl drei meine Gedanken. Wenn Du drei Jahre alt würdest, müsste ich wieder arbeiten und Du in den Kindergarten gehen. Ich stellte mir vor, wie groß Du dann schon sein würdest, was Du bereits alles gelernt hättest und wie Du wohl mit uns kommunizieren würdest. Alles unvorstellbar wenn man so ein winziges Baby auf dem Arm hält.</p>
<p>Nun ist es also so weit und wie immer waren meine Vorstellungen nur sehr, sehr ungenügend. Dass ich nicht wieder arbeite, haben wir Miss Allerliebst zu verdanken und auch der Beginn des Kindergartenalltages kam durch sie etwas früher für Dich.<br />
<a href="http://www.patschpatsch.com/~keks/?p=1584" target="_blank">Den Anfang</a> haben wir sehr gut gemeistert und auch wenn es zwischendurch mal <a href="http://www.patschpatsch.com/~keks/?p=1592" target="_blank">Rückschläge</a> gab, gehst Du doch gerne in den Kindergarten. Der Hauptgrund ist sicherlich Deine Freundin Lara, denn ihr zwei seid unzertrennlich. Alleine die Ankündigung, dass Du nicht mit Lara frühstücken kannst, wenn Du zu Hause weiter so beim Anziehen trödelst, hat eine ganz schöne Wirkung.<br />
Morgens bringt Dich Papa in den Kindergarten. Mittlerweile bist Du zu groß und erfahren zum Winken, also setzt er Dich einfach dort ab, hält Dich noch dazu an, Deinen beiden Erzieherinnen einen &#8220;Guten Morgen&#8221; zu wünschen (was Du selten machst, offen auf Menschen zugehen ist weiterhin nicht Deine Stärke) und verabschiedet sich dann. Ohne Tränen, ohne Murren, ohne Bitten und Betteln. Wir sind irre stolz auf Dich!<br />
Drei Stunden &#8211; von halb neun bis halb zwölf &#8211; hältst Du es dann aus. Danach bist Du meistens wie erschlagen, so dass wir eine Verlängerung auf halb eins und irgendwann später auf zwei Uhr erst einmal verschoben haben. Es drängelt uns ja keiner. Wir haben Zeit.</p>
<p>Der Kindergarten hat sicherlich auch dazu beigetragen, dass Du inzwischen tagsüber komplett ohne Windel bist. Die kleinen Toiletten dort findest Du nach wie vor ganz toll und mittlerweile gehst Du auch zu Hause alleine auf Dein Töpfchen. Papa und ich werden dann rigoros vor die Tür geschickt während Du Dein &#8220;Geschäft&#8221; erledigst. Auch das Ausleeren des Topfes übernimmst Du selbst (und wehe, einer von uns macht sich daran zu schaffen) und bisher ist dabei, oh Wunder, noch nichts daneben gegangen.<br />
Ab und an kommt es vor, dass Du im Spiel vergisst, auf Toilette zu gehen. Das findest Du ganz schön ekelig und bist meistens untröstlich, dass Dir jetzt so ein Missgeschick passiert ist. Wir trösten Dich dann immer, dass das doch nicht schlimm ist und es das nächste Mal sicher besser klappt. Wenn Du dann auch noch in Miss Allerliebst Babywanne baden darfst, ist der Tag für Dich gerettet.<br />
In der Nacht brauchst Du noch eine Windel und die ist meist bis morgens übervoll, so dass wir dringend noch ein paar Schlafanzüge anschaffen müssen. Regelmäßig läuft die Windel aus und Du bist morgens ziemlich nass. Das liegt sicherlich auch daran, weil Du nachts immer noch mindestens einmal aufwachst und dann nach einer Milch verlangst. Doch selbst wenn ich zu diesem Zeitpunkt die Windel wechsele, reicht es manchmal nicht bis zum nächsten Morgen. Und da Du ein kleiner Sturkopf bist und nur dann auf die Toilette gehst, wenn Du selbst das willst, bist Du meist weder vor dem Schlafengehen, geschweige denn in der Nacht dazu zu zu bewegen auf die Toilette zu gehen. Aber wir arbeiten daran.</p>
<p>Überhaupt. Dein kleiner, großer Widderschädel. Du hast eine ziemlich genaue Vorstellung davon, was Du willst und was Du nicht willst. Es ist demnach beinahe unmöglich Dich zu so etwas wie zum Beispiel Aufräumen, Anziehen oder Zähneputzen zu bewegen. Ganz schlimm wird es, wenn Du sehr müde bist und die Dinge dann nicht so laufen, wie Du sie Dir vorstellst. Dann ist brüllen, heulen, auch mal treten und spucken und auf dem Boden wälzen angesagt. Du bist ein kleiner Hitzeblitz und nichts und niemand kann dich in diesem Moment irgendwie beruhigen. Also warten Papa und ich ganz ruhig ab, bis Du Deine Wut rausgelassen und Dich ein wenig abgeregt hast. Meist finden wir dann gemeinsam eine Lösung, auch wenn es bis dahin gerne mal eine Stunde dauern kann. Es tut sich bei Dir einfach auch auf der emotionalen Ebene so viel Neues und Ungewohntes, dass auch das irgendwie verarbeitet werden will.</p>
<p>Jedenfalls ist es beruhigend zu wissen, dass Du so viel Standfähigkeit besitzt und Dich somit niemand zu etwas zwingen kann, was Du partout nicht willst. Dein Selbstbewusstsein und Dein Selbstvertrauen sind schon jetzt sehr ausgeprägt, auch wenn Du weiterhin eher vorsichtig und mit Bedacht vorgehst. Neues muss erst einmal ganz genau begutachtet und längere Zeit beobachtet werden. Gerne wird der erste Versuch mit Mama oder Papa unternommen (zum Beispiel das Ausprobieren einer neuen Rutsche). Wenn Du dann feststellst, dass das alles überhaupt kein Problem für Dich darstellt, bist Du nicht mehr zu halten und zeigst auch gerne, was Du alles schon kannst.<br />
Du fängst jetzt schon damit an, auf Bäume zu klettern, da Du seit gut drei oder vier Wochen endlich groß genug bist um die unteren Äste der Tanne auf dem Spielplatz zu erklimmen. Ich versuche dabei gelassen zu bleiben, es gelingt mir allerdings mehr schlecht als recht.</p>
<p>Dein Wortschatz hat sich explosionsartig entwickelt. Eigentlich erzählst Du den ganzen Tag. Mal erklärst Du mir etwas, dann wieder singst Du ziemlich falsch und mit interessanten textlichen Eigenkompositionen vor Dich hin, danach erzählst Du, was Du gerade machst, lässt Pferde oder Hunde aus der Luft entstehen, redest mit Deinem unsichtbaren Freund Pilli (wie Du auf diesen Namen kommst, weiß kein Mensch), verfütterst wortreich imaginäre Äpfel oder Karotten an Deine Füße, die ganz viel Hunger haben oder erklärst mir und Papa die Welt, wie Du sie siehst. Auch führen wir richtig ernste Gespräche und tauschen uns aus. Und manchmal kommen Sätze aus Deinem Mund, die schon so viel Tiefgang haben, dass wir nur staunen können.</p>
<p>Seit drei Wochen bist Du nun auch eine große Schwester und diesen Job meisterst Du einfach hervorragend. Du bist äußerst lieb und aufmerksam, gibst Miss Allerliebst den Schnuller, wenn sie diesen verliert, hältst sie wie selbstverständlich auf dem Schoß und tröstest sie mit Worten und sanftem Streicheln, wenn sie weint.<br />
Bisher scheinst Du es gut zu verkraften, dass manche Dinge einfach nicht mehr so laufen wie vorher. Zum Beispiel, dass ich Dich nicht mehr jeden Abend ins Bett bringen kann, je nach dem, wie Miss Allerliebst gestillt werden muss. Oder dass ich eben nicht mit Dir spielen kann, während des Stillens, oder dass Miss Allerliebst gerne mal das gesamte Abendessen über neben uns schreit. Du isst einfach stoisch weiter, als wäre da gar nichts. Du bist einfach toll.</p>
<p>Alles in allem bist Du jetzt, wo Du drei Jahre alt bist, größer und reifer, als ich es damals zu Babyzeiten für möglich gehalten hätte. Und trotzdem bist Du immer noch unsere kleine Tochter. Unser größter Schatz. Wir haben Dich ganz furchtbar lieb und bewundern Dich jeden Tag für die Fortschritte die Du machst. In Dir steckt ein wundervoller, energiegeladener, kleiner Mensch und wir sind sehr gespannt, was im nächsten Jahr so auf uns zukommt.</p>
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		<title>Einer fehlt</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Apr 2012 10:17:57 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Es kommt einem so unwirklich vor, wenn man morgens angerufen wird und einem mitgeteilt wird, dass ein guter, langjähriger Freund ganz plötzlich verstorben ist. Jemand in unserem Alter, einer, den wir seit vielen, vielen Jahren kennen, der immer zu uns gehört hat, wenn wir uns auch in den letzten Jahren ein wenig von einander entfernt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es kommt einem so unwirklich vor, wenn man morgens angerufen wird und einem mitgeteilt wird, dass ein guter, langjähriger Freund ganz plötzlich verstorben ist. Jemand in unserem Alter, einer, den wir seit vielen, vielen Jahren kennen, der immer zu uns gehört hat, wenn wir uns auch in den letzten Jahren ein wenig von einander entfernt haben.</p>
<p>Schock. Trauer. Entsetzen. Dieses Unwirklichkeitsgefühl verflüchtigt sich irgendwie nicht.</p>
<p>Ich muss die ganze Zeit daran denken, wie es seiner Frau jetzt wohl geht. Alleine in dem Haus. Du gehst abends ins Bett und die andere Betthälfte bleibt leer und du weißt, dass sie für immer leer bleiben wird.<br />
Diese Momente, in denen du einfach nur kurz einen Gedanken loswerden willst oder einen kurzen Rat brauchst und der Mensch, der immer ganz selbstverständlich für dich da war, ist es nun nicht mehr.<br />
Kopfkino Deluxe. Ich könnte schon wieder heulen.</p>
<p>Und wie bringt sie es ihrem 8 Jahre alten Sohn bei? Er war bis heute auf einer Freizeit und war somit wenigstens nicht zu Hause, als es passiert ist. Diese Bilder brennen sich sicherlich auch für ein ganzes Leben in dein Hirn.</p>
<p>Wir hatten in der Vergangenheit mit ihr so unsere Schwierigkeiten, so dass wir nicht zu dem Kreis gehören, der sofort zu ihr eilt um ihr persönlich beizustehen. Trotzdem würde ich gerne irgendetwas tun. Ich hoffe und fürchte gleichzeitig, sie kommt irgendwann auf unser Hilfsangebot zurück.</p>
<p>Und dann sitzen wir da beim Abendbrot, ich halte Miss Allerliebst ganz fest im Arm, das Fräulein Wunder hat es sich auf dem Schoß des tollen Mannes bequem gemacht und ich bin so dankbar und glücklich für und mit meiner kleinen Familie und spüre gleichzeitig einen Anflug von schlechtem Gewissen darüber.<br />
Und mir schießen wieder die Tränen in die Augen und ich sehe, dass es dem tollen Mann genau so geht.</p>
<p>Wie heißt es so schön? Das Leben ist ein Arschloch.</p>
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		<title>Erste Worte &#8211; unsortiert</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Apr 2012 14:51:59 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ich bin sooooo froh. Froh darüber, dass es einfach wundervoll ist, noch einmal so ein kleines Wunder im Arm halten zu dürfen. Froh darüber, dass sich meine Ängste in Bezug auf gerade die ersten Tage in keinster Weise bestätigt haben. Im Gegenteil. Miss Allerliebst und ich könnten kaum entspannter sein. Froh darüber, dass sich alles [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin sooooo froh.</p>
<p>Froh darüber, dass es einfach wundervoll ist, noch einmal so ein kleines Wunder im Arm halten zu dürfen.</p>
<p>Froh darüber, dass sich meine Ängste in Bezug auf gerade die ersten Tage in keinster Weise bestätigt haben. Im Gegenteil. Miss Allerliebst und ich könnten kaum entspannter sein.</p>
<p>Froh darüber, dass sich alles so selbstverständlich und richtig anfühlt. Als wäre Miss Allerliebst schon immer ein Teil unseres Lebens gewesen.</p>
<p>Froh darüber, dass das Fräulein Wunder die stolzeste große Schwester ist, die man sich nur vorstellen kann.</p>
<p>Froh darüber, dass sich meine Gefühle für das Fräulein nicht geändert haben und trotzdem so viel Liebe für Miss Allerliebst in mir erblüht ist.</p>
<p>Jetzt müssen wir nur noch die Sache mit den blutigen Br*ust*war*zen in den Griff kriegen. Dann ist mein Leben perfekt!</p>
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		<title>Momentaufnahme #46</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Apr 2012 14:52:10 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[(Rosalie, geb. 5.4.2012 um 23.11 Uhr, 50 Zentimeter groß und 3510 Gramm schwer)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.patschpatsch.com/~keks/wp-content/uploads/2012/04/angekommen-pola.jpg" rel="lightbox[1666]"><img class="alignnone size-full wp-image-1667" title="angekommen-pola" src="http://www.patschpatsch.com/~keks/wp-content/uploads/2012/04/angekommen-pola.jpg" alt="" width="350" height="425" /></a></p>
<p><em>(Rosalie, geb. 5.4.2012 um 23.11 Uhr, 50 Zentimeter groß und 3510 Gramm schwer)</em></p>
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		<title>Und wir warten weiter</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Apr 2012 10:18:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Keks</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Keks]]></category>
		<category><![CDATA[Mimimimi]]></category>
		<category><![CDATA[Miss Allerliebst]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute Tag 6 nach errechnetem Entbindungstermin. Das erste Mal, dass der Gyn von Geburtseinleitung spricht. Aber nur, wenn Miss Allerliebst vor Ostern kommen soll. Im ersten Moment fand ich den Gedanken tatsächlich ganz reizvoll. Rein ins Krankenhaus, Wehentropf anhängen und ein paar Stunden später ist das Kind dann da. Natürlich ist das nie so leicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute Tag 6 nach errechnetem Entbindungstermin. Das erste Mal, dass der Gyn von Geburtseinleitung spricht. Aber nur, wenn Miss Allerliebst vor Ostern kommen soll.</p>
<p>Im ersten Moment fand ich den Gedanken tatsächlich ganz reizvoll. Rein ins Krankenhaus, Wehentropf anhängen und ein paar Stunden später ist das Kind dann da.<br />
Natürlich ist das nie so leicht und einfach, wie man sich das vielleicht vorstellt und gerade eine eingeleitete Geburt soll von den Wehen her viel schmerzvoller und anstrengender sein, weil man zwischen den Wehen sehr wenig bis gar keine Ruhepausen hat. Überhaupt ist das Ganze ja schon eher unnatürlich.<br />
Also war der zweite Gedanke &#8220;Nee, eigentlich will ich das doch nicht.&#8221;</p>
<p>So lange es dem Baby und mir gut geht &#8211; und das wird ja schließlich momentan täglich von meinem Arzt kontrolliert &#8211; muss ich mir noch überhaupt keine Gedanken über Einleitung machen. Wir warten eben einfach noch ein bißchen (auch wenn ich zugeben muss, dass mir als Geburtstag der 4.4. schon sehr gut gefallen hätte).</p>
<p>Ich griff also zum Telefon und rief die tolle Hebamme an. Eisenkrauttee soll ich trinken, noch mal mit meinem Mann schlafen und noch einen Termin mit der Heilpraktikerin ausmachen, die mich bis letzte Woche akupunktiert hat (sie und ich waren ja der Meinung, dass diese Woche der Termin nicht mehr nötig sei. Wie man sich doch irren kann). Außerdem habe ich mir ein Globoli bei der tollen Hebamme abgeholt, habe mir zeigen lassen, welche Punkte ich massieren könnte (an der Hand zwischen Daumen und Zeigefinger und an der Außenseite der kleinen Zehen), mich von ihr drücken und mir versichern lassen, dass ich alle Zeit der Welt habe und mich bloss nicht drängen lassen soll.</p>
<p>Also alles gut. Wenn da bloß diese elende Warterei nicht wäre. Hmpf.</p>
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