Oktober 19, 2012
· Geschrieben von: Keks
Nur mal so und weil ich es kann. Und weil ich gestern irgendetwas tun musste, um mich abzulenken. Mit Miss Allerliebst auf dem Arm und einem Fräulein, das Gott sei Dank von der Großtante bespaßt wurde:
Der Keks und seine Krümel
Noch kein neuer Inhalt, aber anderes Design, das mir äußerst gut gefällt. Außerdem noch nicht ganz ausgereift, aber mit Platz für Ideen.
Und, was meint ihr?
Nachtrag:
Ich habe beschlossen, mit einen kleinen Auslandsaufenthalt zu gönnen und vorerst ausschließlich bei Keksens Krümel zu posten. Ich hoffe, wir sehen uns da!
Tags: Netzdings
Oktober 18, 2012
· Geschrieben von: Keks
In den letzten Tagen verwandelt sich das Fräulein Wunder immer öfter und sehr nachhaltig in ein kleines, manchmal sogar in ein sehr großes, Wutmonster.

Auslöser sind immer Situationen, in denen etwas passiert, das sie so nicht möchte.
Manchmal fängt es langsam an. Dann scheint sie sich erst mit der getroffenen Vereinbarung zufrieden zu geben (“Erst Zähneputzen, dann Sandmännchen.”), bis ihr dann zwei Minuten später aufgeht, dass ihr diese Vereinbarung doch so gar nicht passt.
Man kann dann förmlich dabei zusehen, wie ihr innerer Widerstand in Windeseile wächst und wächst und wächst, bis er sich mit lautem Geheule, Gebrüll und Tränen Bahn bricht.
Und das Kind ist ausdauernd. Oh ja! Eineinhalb Stunden Toben sind da gar nichts. Und in dieser Zeit ist sie mit nichts zu beruhigen, manchmal dringen Argumente durchaus zu ihr durch, aber sie will sie dann nicht hören, oder das Gesagte prallt von vornherein ab und ich kann gar nicht zu ihr durchdringen.
Und dabei sind es nicht nur Verbote oder Regelungen, die ihr nicht passen, die so einen Tobsuchtsanfall auslösen können.
Anfang der Woche gab es zum Beispiel einen riesigen Aufstand, weil der Reis sich nicht mit der Gabel aufspießen ließ. Und was will man da bitte schön machen? Ich habe eine Weile argumentiert. Überhaupt ein großer Fehler meinerseits, immer zu glauben, ich könnte so eine Situation irgendwie mit Worten klären.
Natürlich hat das gar nichts gebracht.
Da heißt es einfach alles zerbrechliche außer Reichweite bringen, das Kind irgendwie dazu bringen, dass es sich auf den Boden setzt, damit es sich nicht wehtut, und dann abwarten bis der Sturm vorüber ist.
In manchen Situationen habe ich durchaus Mitleid mit dem Fräulein Wunder. Ich merke genau, dass sie dann die Gefühle einfach übermannen und sie selbst keine Ahnung hat, wie sie sie steuern und wie sie aus dieser Wut wieder heraus kommen soll.
In anderen Momenten muss ich all meine Geduld aufbringen um ruhig zu bleiben, was mir leider auch nicht immer gelingt. In diesen Augenblicken ist das Fräulein einfach nur eine geballte Ladung Trotz mit heißer Wut garniert.
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Tags: Erlebt, Fräulein Wunder
Oktober 5, 2012
· Geschrieben von: Keks
Liebe Miss Allerliebst,
und wieder sind zwei Monate wie im Flug vergangen. In dieser Zeit waren wir zwei Wochen im Urlaub, den Du ohne Probleme weggesteckt hast, Du bist in Dein eigenes Bett umgezogen und hast gelernt Brei vom Löffel zu essen. Aber dazu später mehr.
Erst einmal die Hardfacts: Vor vier Tagen waren wir bei der letzten Vorsorgeuntersuchung für dieses Jahr. Du wiegst zur Zeit genau 8 Kilo und bist 65,5 cm groß. Laut Deinem Kinderarzt entwickelst Du dich wunderbar, bist kerngesund und ein aufgewecktes Mädchen.
Auch Deine ersten beiden Zähne (Schneidezähne unten) hast Du im Urlaub gleichzeitig bekommen. Zwei Nächte lang hast Du gelitten, da Deine Nase verstopft war und Du Schmerzen hattest. Dann waren die Zähne da und damit auch die tropfende Nase verschwunden und Du wieder glücklich und zufrieden, wir erleichtert und wahnsinnig stolz.
Inzwischen entwickelst Du Dich rasant und stetig zu einem ganz eigenen, eigenwilligen Persönchen. Du weißt genau was Du willst und wie Du es willst und forderst dies auch schon mal lautstark ein. Gerade in den letzten zwei Tagen kannst Du richtig wütend werden, wenn Dir etwas nicht passt. Ich muss dann meist erst einmal schmunzeln, weil Du so viel Empörung an den Tag legen kannst, wenn ich dir zum Beispiel ein Spielzeug weg nehme um Dich anziehen zu können.
Morgens bist Du von uns allen der größte Sonnenschein. Du strahlst über das ganze Gesicht und erzählst munter drauf los, so bald Du die Augen offen hast. Für uns andere als bekennende Morgenmuffel ist das manchmal schwer zu ertragen, aber es hilft ungemein beim Wachwerden.
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Tags: Bilder, Miss Allerliebst, Zum ersten Mal, Zwischenbericht, ♥
September 26, 2012
· Geschrieben von: Keks
Vorgestern kam das Fräulein Wunder nach Hause und erzählte die ganze Zeit von einem Hasenfrühstück im Kindergarten. Und dass sie dafür Käse mitbringen solle. Als ich sie fragte, wann denn das stattfinden würde, antwortete sie nur “das weiß ich doch nicht, Mama.”
Den Begriff “Hasenfrühstück” hatte ich bis dahin noch nie gehört und Käse mag das Fräulein Wunder gar nicht. Ich war etwas verwirrt.
Ich muss dazu sagen, dass seit unserem Urlaub die seltsamsten Sachen aus ihrem Mund kommen. Da hat sie nämlich, teilweise sechs Stunden am Stück, immer die selben drei Hörspiele rauf und runter gehört. Und ab und an streut sie einfach mal ein paar Sätze aus diesen Hörspielen mit ins Gespräch ein. Ein bißchen ist das wie ein Ratespiel: Welcher Satz gehört hier nicht dazu?
Demnach war ich also etwas ratlos beim Thema “Hasenfrühstück”.
Am nächsten Tag brachte ein Blick auf die Infotafel vor dem Raum der Marienkäfergruppe ein wenig Licht ins Dunkel. Tatsächlich hatte das Fräulein alles richtig erklärt. Ihre Gruppe veranstaltet ein Frühstück und sie hatte sich gemeldet, den Käse mitzubringen (warum auch immer. Es standen auch jede Menge Dinge auf der Liste, die sie wirklich gerne ist … oder ist das so eine Erwachsenenlogik? Ich bringe das mit, was ich auch gerne esse … hmmmmm). Jedenfalls … wo war ich? … ach ja … Das Frühstück sollte bereits am nächsten Tag stattfinden, so dass ich mit Miss Allerliebst noch schnell zum nächsten Diskounter fuhr um eine Packung Käse zu kaufen (ich lasse mal unerwähnt, dass ich mir die ganze Fahrt über Gedanken machte, ob ich jetzt nun lieber ein Stück, Würfel oder Scheiben Käse kaufen sollte).
Heute morgen dann der Tag des Hasenfrühstücks. Alleine das Wort brachte das Fräulein Wunder dazu, nach gefühlten fünf Minuten streicheln, kitzeln und rütteln, die Augen auf zu machen. Die ersten Worte: “Mama, den Käse dürfen wir nicht vergessen!” Klar Kind. Kein Problem.
Wenig später trug sie die Packung wie die Kronjuwelen in ihre Kindergartengruppe und überreichte sie mit feierlicher Miene ihrer Erzieherin. Ich bin schon seeehr gespannt, was sie heute Nachmittag erzählen wird.
Tags: Fräulein Wunder, Keks, Kindergarten