Chai Latte mit Eis, mit Eis!!

Mit­tagspause. Mein Paninin, mein Chai Latte und ich.

Am neben­tisch ein Personaler-Pärchen.

Er: Ja, wir suchen jetzt auch wieder einen Lehrling, Instal­la­teur. Wahnsinn was da reinkommt.

Sie: Kenn ich. Wenn ich an einer Bewer­bung rieche und da ist Rauch — gle­ich weg damit.

Er: Let­ztens, dieser Abi­turi­ent. Erste Frage: Wieviele Stun­den, zweite Frage wieviel Urlaub. Dem wer­den wir beim Probear­beiten ordentlich auf den Zahn fühlen. Ich wette auf die Frage nach dem Ergeb­nis für 4−3×4 sagt er mir 4. Ganz sicher.

Sie: Schon, aber so ganz schüchtern taugt ja auch immer nix.

Er: Genau. Wenn im Zeug­nis steht “ruhiger Schüler” fällt der eigentlich raus. Wir haben einen da stand “sein Ver­hal­ten erforderte streng­ste Maß­nah­men”, lassen wir auch probear­beiten. Dann lieber Rebellen.

Sie: Ja? Na das kann ja heiter wer­den. So Rebellen schickt uns das Arbeit­samt auch immer. Oh Gott oh Gott.

Er: Das asoziale Pack das nach 14 Tagen krank macht? Ja, kann gle­ich wieder gehen.

Man lernt nie aus.

27
May 2008
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Karriere einer Praktikantin

“Genau, und dann gehst du mit der Grafik noch die Proofs durch, das hat höch­ste Pri­or­ität. Ach ja, wir brauchen noch einen Text für die Geburt­stagskarte vom Grafikguru, kümm­serst du dich darum?”

Ich mag diese Firma, ehrlich.

21
May 2008
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patsching Bellas USP oder: wer bin ich und wenn ja, muss das sein?

Und dann sitzt man da nach grob 8 Wochen und irgend­wie ist es schon gut. Okay, kön­nte man sagen. Alles … nett.Eben. Und sonst? Es geht bei einem Prak­tikum ja neben dem Anwen­den von Gel­ern­tem auch darum festzustellen ob man in dem Bere­ich richtig ist. Und ich weiß es wirk­lich nicht.

PR ist inter­es­sant, macht oft Spaß, bringt genug Abwech­slung. Schreiben, tele­fonieren, pla­nen, passt ja alles so weit ganz gut. Das Team ist toll, ich kann viel aus­pro­bieren, Kri­tik und Lob hal­ten sich die Wage, sind immer Kon­struk­tiv. Aber das alles trifft es nur fast. Ich glaube, es gibt Auf­gaben die mich glück­licher machen. Wenn ich nur wüßte welche das wären.

Ich habe mich nie durch ein tat­säch­liches Tal­ent her­vor getan. Nicht durch übermäßi­gen Fleiß oder Ein­satz, beson­dere Her­zlichkeit oder Charme. Und trotz­dem muss da etwas sein. Der Grund warum sich Men­schen meinen Namen schneller merken als andere, mit meinem Gesicht eher etwas anfan­gen kön­nen, man sich für meine Mei­n­ung inter­essiert. Ich schätze, bleibt man dem Wortsinn treu, ich darf mich “bemerkenswert” schimpfen. Natür­lich hängt das damit zusam­men, dass ich weder optisch noch in meinem Auftreten dem Bild einer grauen Maus entspreche, mehr oder weniger absichtlich. Selbst bei meinen weni­gen Ver­suchen “zurück­hal­tend” zu sein hat es nie für den Hin­ter­grund gereicht.

Klingt toll, oder? Aber es macht die Sache nur dann ein­facher wenn man genau weiß wo es hinge­hen soll, was man kann und wo es das gilt anzubrin­gen. Wenn man, (Gott, ich kann nicht glauben, dass ich das schreibe, schlimm wie sich Dinge die man belächelt im Kopf fest set­zen), eine Strate­gie hat. Habe ich nicht, ehrlich.   Zu allem überfluss habe ich mich für ein Studium entsch­ieden das nicht nach klarer Berufs­de­f­i­n­i­tion schreit und trotz­dem scheint es   zu passen.

Je näher die furchter­re­gende 23 kommt, desto ver­wirrter bin ich. Habe ich das “wer bin ich” schon ziem­lich gut umris­sen ist es mit “was kann ich” noch ein großes Frageze­ichen. Was, bevor hier Ein­wände kom­men, kein Prob­lem ist wenn man sich selbst die Zeit gibt   um es rauszufinden. Nur, dass meine Ungeduld keine Gren­zen kennt. Ich will wis­sen in welche Rich­tung ich laufen soll, und zwar pronto. Es wäre näm­lich schlecht wenn ich auf dem Weg so viel Energie mit Kreuzun­gen ver­bringe, dass ich für den anschließen­den Berg keine Kraft mehr habe. Berg? Naja, hoch hin­aus halt, sie wis­sen schon.

Maul­heldin mit aus­geprägtem Größen­wahn sucht Beruf wo sie ihr Tal­ent in Sachen Rumkom­mandieren und Pedan­terie voll ausleben kann. Vorken­nt­nisse in Arbeit weg-delegieren, Besser­wisser   und Kum­merkas­ten mit Kri­tik­funk­tion sein sind vorhan­den. Flex­i­bil­ität (genau, wir machen das so wie ich es meine) und Belast­barkeit (Nix wie ungut Chef, aber ich trink sie auch unter den Tisch) sind genauso da wie der Hang zu unpassenden Bemerkun­gen (Ach, Sie sind Schalke Fan? Na dage­gen kann man doch was machen!) und unverzicht­bare Zuver­läs­sigkeit. (Du kannst es mir sowieso nicht recht machen, gib her.) Von meinem zukün­fti­gen Chef erwarte ich die Ein­sicht, dass ich von Mitar­beit­er­mo­ti­va­tion deut­lich mehr Ahnung habe und auf der Stelle befördert wer­den sollte.

Ange­bote und Selb­stfind­ungstipps bitte in die Kommentare.

02
May 2008
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conquest of Kundenkarte

Kor­rigiert mich wenn ihr es besser wisst, aber die Hot­line der MVV (das wären dann der Münch­ner VerkehrsVer­bund) existiert nur als Alibi, richtig?

09
Apr 2008
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