#30d30s_12…,Folge, die ich mehr als 5 mal gesehen habe

Präam­bel: Hin­ter #30d30s ver­birgt sich das hier. Ich konzen­triere mich eher auf aktuelle, und haupt­säch­lich amerikanis­che Serien. Aber gucke auch andere. Warum alles noch viel schlim­mer ist, bitte hier bei den Film­fre­un­den über aktuelle Entwick­lun­gen lesen. Dem ist nicht mehr viel hinzu zu fügen.

Hon­or­able men­tion: annäh­ernd jede Doc­tor Who Folge seit dem Reboot 2005

Was soll ich sagen — ich bin ein Junkie. Und wir bekom­men nur 13 Schuß pro Jahr, wenn überhaupt. Oft braucht es schon 2 bis 3 mal gucken bis man alles annäh­ernd ver­standen hat. Später, während man auf die näch­ste Staffel wartet sieht man sich die alten Fol­gen an und fühlt sich wie in eine Kuscheldecke gehüllt.

Runner-up: Super­nat­ural: Yel­low Fever (Sea­son 4 Episode 6), [What is and what never should be]

Ein kurzes Wort zu “what is and what never should be”. Eine Serien­folge, nach der ich mich fühle als wäre ich in einer Ther­a­piesitzung gewe­sen, kann so sub­stan­z­los nicht sein. Es war ver­mut­lich auch der Moment in dem ich dem Charak­ter Dean Win­ches­ter endgültig und bis auf weit­eres ver­fallen bin, Stereo­typ Lost Boy hin — Klis­chee witziger Kerl mit ver­bor­ge­nen Gefühlen her, es gab kein Zurück.
Kurz­fas­sung: Dean wird von einem Djin (!) geschnappt und in einen Zus­tand ver­setzt, in dem er von seiner Ver­sion eines per­fek­ten Lebens träumt. Ein What-if der aller schmerzhaftesten Sorge.

Hört auf zu heulen, es geht ja auch anders. Es gibt wenig Shows die so rund um komisch sein kön­nen wie Super­nat­ural. Nicht nur, dass die Serie sich ohne­hin nicht sooo ernst nimmt — manch­mal hauen die Schreiber auch noch richtig rein. (Ben Edlund, soll­test du mal eine Niere oder so brauchen — ruf mich an.)
Ich präsen­tiere: Yel­low fever

Win­ner: Bones — the man in the morgue (Sea­son 1 Episode 19)

Bones war von Anfang an die Serie von mir und meiner Mut­ter. Wir hat­ten die Bücher von Kathy Reichs zusam­men gele­sen und bere­its im Vor­feld gelästert, dass das so nichts wer­den kann als Serie.
Als eine der let­zten Fol­gen von Staffel 1 gab es “the man in the morgue”. Tempe Bren­nen ver­bringt ihren Urlaub mit der Arbeit im noch frisch zer­störten New Orleans — wir sprechen hier schließlich von 2005.
Sie gerät in einen großar­ti­gen Voodoo-Mordfall bei dem sie selbst zwis­chen­zeitlich verdächtig ist. Der weiße Rit­ter Booth sorgt aber dafür, dass alles gut aus­geht.
Ich weiß gar nicht warum ich diese Folge so sehr liebe. Vielle­icht wegen Sätzen wie : “Jesus was NOT a zom­bie”. Vielle­icht wegen New Orleans. Aber wann immer ich sie sehe, fühlt es sich ein biss­chen wie zu Hause an.

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14
Sep 2010
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#30d30s_04…, meine überhaupt allerliebste Show

Präam­bel: Hin­ter #30d30s ver­birgt sich das hier. Ich konzen­triere mich eher auf aktuelle, und haupt­säch­lich amerikanis­che Serien. Aber gucke auch andere. Warum alles noch viel schlim­mer ist, bitte hier bei den Film­fre­un­den über aktuelle Entwick­lun­gen lesen. Dem ist nicht mehr viel hinzu zu fügen.

Zu dieser Kat­e­gorie kurz ein Wort: Die Rei­hen­folge ist eigentlich vol­lkom­men wurscht. Weil, ich kann doch meine Liebe teilen, gell?

Hon­or­able Men­tion: Bones

Als es damals hieß, dass Kathy Reichs’ Bücher rund um die foren­sis­che Anthro­polo­gin Tem­per­ance Bren­nen als Vor­lage für eine Serie dienen soll­ten, war ich skep­tisch. Sehr skep­tisch. All die Änderun­gen, all der High-Tech, mit dem Tempe nie wirk­lich was zu tun hatte. (Ryan Dar­ling, *schnüff*, aber Booth ist auch ganz niedlich.)
5 Jahre später ist die Bande aus dem Smithon­ian meine Ver­sion einer Serien­fam­i­lie. Ange­führt von der furcht­losen Tem­per­ance Bren­nen, die so ganz anders als in den Büch­ern, aber genauso inter­es­sant ist. Sie hat es nicht so mit Smalltalk, Höflichkeiten und diesem ganzen emo­tionalen Zeug. (Pro­jek­tions­flächenalarm für Bella!) An ihrer Seite: der weiße Rit­ter Booth, Scharf­schütze und Gen­tle­man alter Schule mit ganz viel Bauchge­fühl bei der Arbeit.
Die Bei­den sind natür­lich füreinan­der bes­timmt, kriegen es aber ein­fach nicht auf die Reihe. Ihr denkt House und Cuddy hät­ten Prob­leme? Bitch please. Im Labor arbeiten keine gestählten Wis­senschaft­spolizis­ten a la CSI, son­dern blase, düne Män­ner mit selt­samen Vor­lieben. Für die warme Kom­po­nente gibt es dann noch Kün­st­lerin Angela, die sich um Rekro­n­struk­tio­nen küm­mert, sowie die toughe Laborchefin Camille. (ich sag mal: bestange­zo­gen­ste Serien­figur nach Joan Hol­loway. Holla.)
Wis­senschafts­ge­laber war nie so witzig und sexy. Exper­i­mente zur Nach­stel­lung eines Mordes noch nie so .. äh… fan­tasievoll. Überhaupt, die Fälle. Das sind die fan­tastis­chten Leichen, die das Fernse­hen je gese­hen hat. Da Anthro­polo­gen sich mit Knochen und kaum mit Fleisch beschäfti­gen, haben die Dahingeschiede­nen bei Bones jeden nur möglichen Zus­tand. Sie sind auch sel­ten ganz kom­plett. Oder, meine per­sön­liche Lieblingsle­iche, kom­plett in Rohrreiniger gelöst. This is not for the faint-hearted. Wer es nicht mit Blut und Käfern die aus Augäpfeln krabbeln hat, sollte vielle­icht was anderes schauen.
Ich weiß, dass Staffel 5 ein biss­chen die Magie ver­mis­sen ließ, aber das ist kein Schiff, dass man da noch ver­läßt. Weil eine Welt ohne Bren­nan und Booth ist eine Welt in der ich nicht Leben will.

Runner-up: Super­nat­ural

Ob Eric Kripke klar war welche Box der Pan­dora er öffnet, als er Super­nat­ural entwick­elt hat? Lang bevor Stephe­nie Mayer den Markt der rast­losen Mäd­chen­herzen und deren Fasz­i­na­tion fürs dämonis­che abge­grast hat, mis­chte man bei the CW einen tödlichen Cock­tail.
Jungs, so hüb­sch, dass man gar nicht mehr wegschauen kann. Mon­ster, so düster, dass es grade noch ein biss­chen gruselig ist und Dialoge, die jedes Herz eines Pop­kul­tur­fetis­chis­ten höher schla­gen lassen.
Sam und Deam Win­ches­ter sind ver­lassene Söhne auf Tour gegen Mon­ster aller Art. Mut­ter Mary ver­bran­nte durch Dämo­nen­hand als Sam noch ein Säugling war. Vom Unglück gepeitscht bildet Daddy Win­ches­ter seine Jungs zu Jägern aus und sinnt auf Rache. Bonus: hier wohnen Vam­pire nicht in L.A. und Dämo­nen nicht in New York — son­dern all die urba­nen Leg­en­den sind lebendig und schreck­lich zwis­chen Mis­sis­sippi und Nevada, im guten alten Bible Belt.
Was als Monster-der-Woche-Show begann entwick­elte sich in den let­zten 5 Jahren (2005 war ein guter Jahrgang scheint mir) zu einer großen Mytholo­gie, die vor Him­mel und Hölle, Engeln und Apoka­lypse nicht halt macht. Super­nat­ural hat sich, let’s face it, zur Kult-Show gemausert. Der Fan­club für Metal­licar (der Impala den die Jungs fahren) oder die generelle kom­plette Durchgek­nalltheit der Anhänger hat dazu geführt, dass man hier auch fröh­lich die Meta-Grenzen neu definiert. (Cue to: die Win­ches­ters besuchen eine Con­ven­tion zu den Büch­ern die über ihr Leben geschrieben wur­den, hach!) Um die Show anfangs zu mögen, muss man vom hohen Ross des Anspruchs erst­mal herunter kom­men um viel Spaß zu haben. Im Laufe der Zeit steht man dann auf einem ganz anderen Hügel und schaut hin­unter, auf die Ein­fall­slosigkeit der Anderen.
Endlich eine Show die die nicht vorhan­de­nen Gren­zen des Gen­res nutzt! Und so tre­f­fen wir neben Geis­tern und Dämo­nen eben auch suizidale Riesented­dys, böse Wölfe und den herzi­gen Antichris­ten. Mit Staffel 4 erre­icht Super­nat­ural dann die Latte die Joss Whe­don einst mit seiner Musical-Folge von Buffy (once more with feel­ing) gesetzt hatte und überflügeln sie locker. Weil Engel sind eben nicht so harm­los, wie man bisher dachte.
Super­natural schafft es, inmit­ten all des Irrsinns, die kom­plette emo­tionale Skala eines Dra­mas abzu­rufen. Fam­i­lien­bande aller Art, Ver­trauen und Ver­rat, ver­lorene Kämpfe und Ver­bün­dete — nichts davon ist hys­ter­isch oder kün­stlich, son­dern extrem nachvol­lziehbar. Am Ende hängt das Schick­sal der Welt davon ab, ob zwei Brüder sich zusam­men raufen kön­nen und wir wis­sen genau, wie sie sich fühlen.
Auch wenn die einzige Gefühlsre­gung oft ein gigan­tis­ches WHAT THE FUCK ist.

Dop­pel­su­per­bonus: Mark Shep­pard als Crowley

Win­ner: Doc­tor who

Man kennt das ja, der Kerl ist clever und witzig und ver­spricht einem das ganze Uni­ver­sum. Redet von Zeit und Raum und hier und da, klingt dabei soooo süß mit seinem britis­chen Slang und sofort ist man dahin geschmolzen. Da ignori­ert man die Klam­ot­ten und seine Behausung, die blaue Polizei­box schon mal. Auch die poten­tiel lebens­ge­fährlichen Sit­u­a­tio­nen wegen all der Geschöpfe auf frem­den Plan­eten und den vie­len Fein­den, die er sich bis hier­her schon gemacht hat, ach, das geht schon. Und der Alter­sun­ter­schied, das muss ja nicht jeder so exakt wis­sen, ob es jetzt 880 oder doch 895 Jahre sind, die er älter ist. Aber muss er wirk­lich dauernd sein Ausse­hen verän­dern? Sowas frustiert schon ein bis­chen — es passen ja dann auch die geschenk­ten Turn­schuhe wom­öglich nicht mehr!
Wie das halt so ist, mit den Time Lords. Also eigentlich mit dem Time Lord, er ist schließlich der let­zte seiner Art. Und das seit 1963. Das ist das Jahr, in dem die BBC den guten Doc­tor auf die Welt los­ge­lassen hat. Und seit­dem ist Sci­ence Fic­tion nicht mehr das Gle­iche.
Doc­tor Who? (Ironie schon im Titel, das kön­nen nur Briten!) erzählt die Aben­teuer des Time Lords (seine Rasse), genannt der Doc­tor, durch Zeit und Raum. Er besucht Plan­eten, ret­tet die Erde vor außerirdis­chen Angrif­fen und das alles mit der Kraft der zwei Herzen. (Nein wirk­lich, er hat zwei Herzen.) Er hat eine Schwäche entwick­elt, für uns, die Men­schen. So kommt es, dass er immer wieder ori­en­tierungslose Exem­plare aufli­est und mit auf seine Reise nimmt. Das Reise­fahrzeug, der TARDIS (Time and rel­a­tive Dimen­sions in Space) sieht aus wie die blaue Polizei­box mit der Doc­tor Nr. 1 (dazu kom­men wir gle­ich) damals auf der Erde zunächst ges­tran­det ist. Natür­lich ist der TARDIS größer im Inneren. Physik, Naturge­setze — damit sollen sich die Anderen rum ärgern.
Überhaupt ist Doc­tor Who nicht Sci­ence–Fic­tion son­dern eher ein Alien-Märchen mit britis­chem Augen­zwinkern. Was Doc­tor Who speziell macht, sind die Pro­por­tio­nen. Den während die Pro­duk­tion weder Bud­get noch Möglichkeiten hat um an amerikanis­che Serien heran zu reichen, sind die Geschichten so außergewöhn­lich und der Doc­tor eine so geniale Figur, dass die Serie mit­tler­weile ein Teil der britis­chen Kul­turi­den­tität ist.
Wenn ein Time Lord tödlich ver­wun­det wird, dann “stirbt” er nicht wirk­lich, er regener­iert — erhält einen neuen Kör­per. Das ermöglicht die lange Laufzeit der Serie. Momen­tan tourt Doc­tor Num­mer 11 durch die Galaxy, an seiner Seite Amy, die den Doc­tor als Kind das erste Mal traf und sich nie wieder davon erholt hat.
Der aktuelle Showrun­nter Steven Mof­fat ist darüber hin­aus ein Genie. Er hat Num­mer 11, den fabel­haften Matt Smith gecastet und die bril­liantesten Geschichten seit des Reboots 2005 geschrieben. Zeitreisen­para­doxe gibt es hier für den Zuschauer genauso, wie die zit­ternde Angst vor stein­er­nen Fig­uren. Die 13 Fol­gen jedes Jahr, plus ein Wei­h­nachtsspe­cial sind das High­light meines Fernse­h­jahres. Weil nichts so per­plex, so drama­tisch, so flir­rend ist, wie der Doc­tor. And because Bow-Ties are cool.

23
Aug 2010
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Dann doch : Hamburg. Perle und so.

Die Ken­nen­lern­phase hat­ten Ham­burg und ich eigentlich schon hin­ter uns, als ich ende let­zten Jahres den Trip plante. Wobei, ges­tat­ten sie mir kurz auszu­holen, hier gab es ja sehr spezielle Gründe.

Kleiner Exkurs:
Liebe LOST-Gemeinde, ein biss­chen weiß ich wie es euch geht. Ehrlich. Weil, es gibt da diese kleine obskure Serie der ich anhänge. Und so auch meine Ham­burger Gast­ge­berin. Besagte Serie heißt “Super­nat­ural” und läuft in den USA auf dem Sender dessen Kernziel­gruppe ganz ein­deutig ist. Schick, jung, kau­flustig. (The CW sendet auch Gos­sip Girl und das schlimme 90210 — Remake.)
Darum ist der Cast von Super­nat­ural auch viel zu gutausse­hend, klar. Aber: es geht um auch um Mon­ster (Vam­pire, Geis­ter, Dämo­nen) und dys­funk­tionale Fam­i­lien. Außer­dem gibt es die besten one-liner seit der Gang rund um Buffy. (god bless Ben Edlund!) Und bis Anfang diesen Jahres war der Plan, dass besagte Serie mit Staffel 5 zu Ende geht. Als ich also diese Reise plante hatte das viel mit der dro­hen­den Apoc­a­lypse im TV zu tun. (Wörtlich gemeint. Erzen­gel und Lucifer inklu­sive.) Dieses Ereig­nis war der endgültige Katalysator hin­ter der Entschei­dung, Jeman­dem einen Besuch abzustatten.

— Exkurs Ende —

So also kam Mittwoch, der 12. Mai und ich saß sehr, sehr lange in einem Zug nach Ham­burg. 1
Das großar­tige an meiner Gast­ge­berin Nessy ist, der Moment als ich aus dem Zug steige und wir uns umar­men ist nicht wirk­lich selt­sam. Unter uns Freaks mit gren­zw­er­ti­gen Neu­rosen gibt es ein bemerkenswert hohes Ver­ständ­nis. Schon wenig später überfordere ich das “Big easy” (Barm­beck, ha!) mit dem Wun­sch nach einem Gim­let. (Ist das wirk­lich so speziell, ehrlich?)
Don­ner­stags dann gle­ich mal Ham­burg galore. Hafen. Queen Mary II. Ich stehe da und ver­suche im Kopf auszurech­nen wie oft mein neues Hochschul­ge­bäude wohl in diesem Schiff platz hätte. Ver­dammt oft, würde ich sagen. Als alte Men­schheits­beobach­terin finde ich natür­lich die Men­schen, die mit weißen Taschen­tüch­ern winken hochgr­a­dig faszinierend. Und, dass es auf der Queen Mary Pas­sagiere gibt, die als erste Amt­shand­lung eine HSV-Fahne aufhän­gen. Wahnsinn.
Apro­pos Wahnsinn: Es schafft glaube ich nur Ham­burg, eine Megabaustelle als quasi touris­tis­che Attrak­tion zu präsen­tieren. 2

Noch mehr beein­druckt bin ich dann von Lek­tion Nr. 2: Ham­burg hat ein Kino, das hat eine wirk­lich gute Cock­tail­bar (Gim­letver­such 2 — her­vor­ra­gend!) und man darf sogar mit seinem Cock­tail im Kino sitzen. Ich bin beein­druckt. Und dann kommt Tony Stark. 3

Fre­itag. Im Bett rum­lungern, Brötchen mit Esss­choko­lade essen (Ich bin im Aus­land, esse also Brötchen statt Sem­meln.) und Serien schaun. Man muss eine spezielle Sorte bescheuert sein, um darin sein Glück zu finden. Gott­sei­dank habe ich hier Gle­ich­gesin­nte gefun­den. Wir gucken auch noch das hoch unter­halt­same Staffel­fi­nale von Vam­pire Diaries (auch the CW, auch alle wahnsin­nig gut ausse­hend. Aber mit semi-sozialisierten Vam­piren. Und so ras­ant im Sto­ry­telling, dass es eine Riesen­gaudi ist. Außer­dem Ian Somer­halder. You’re wel­come.)
Um nicht in kom­plet­ter Serien­staffe­lend­de­pres­sion zu versinken machen wir uns auf den Weg zu einer Jung­fam­i­lie, wo ich lerne wie hart es sein kann als Bayern-Fan dauer­haft in Ham­burg zu leben, umgeben von Men­schen die sich entweder nicht dafür inter­essieren oder / und im Zweifels­fall gegen Bay­ern sind.
Dadurch erschle­iche ich mir aber eine Ein­ladung zum Pokalfinale-Schauen am Tag darauf und umgehe die gren­zw­er­tige Sit­u­a­tion als Bayern-Anhänger in einer Ham­burger Kneipe bei einem Spiel gegen Bre­men.. nun ja.

Sam­stag: Lek­tion Nr. 3, Ham­burg ist grün. Wahnsin­nig grün sogar. Nessy ver­sucht mich damit zu beeindrucken,dass der Ham­burger Stadt­park größer ist als der Cen­tral Park. (Ach nee. *hüs­tel* Englis­cher Garten *hüs­tel*). Ich stelle haupt­säch­lich fest, dass der gemeine Hans­es­tadt­be­wohner einen ähnlich großen Hang zum Ital­iener­da­sein hat wie wir hier im Süden. Draußen sitzen, Kaf­fee trinken. Dolce vita und so, das kann man hier auch ziem­lich gut. Genau darum ist Ham­burg nach wie vor die ver­mut­lich einzige Stadt in Deutsch­land, in der ich es länger als ein paar Wochen aushal­ten kann. Also jetzt, außer­halb Bay­erns. 4

Stich­wort Bay­ern, Stich­wort München, Stich­wort bester Verein der Welt. Es gab dann eine Käse­platte zum Pokal­fi­nale. Und Basti hat ein Tor geschossen. Und der Herr sah, dass es gut war, quasi. Als Mark van Bom­mel dann den Pokal in den Him­mel reckt seufzen Nessy und Ywee (Gast­ge­berin des Abends und Mut­ter des Mimik­stärk­sten Ein­jähri­gen den ich je ken­nen­gel­ernt habe. Lächeln und Winken, im Zweifels­fall, scheint sein Motto.) ob es den jetzt endlich vor­bei ist, dieses schlimme Spiel.
Mind you, die gle­ichen Damen wer­den in 14 Tagen kreis­chend pub­lic view­ing betreiben und die Her­ren Lahm, Schwe­in­steiger, Müller, Bad­stu­ber, Gomez und Co laut­stark anfeuern. Aber wem sag ich das.

Es wird wieder sehr spät. Sehr lustig. Trotz des ganzen Bavaria-Bashings. Aber, man ist ja tol­er­ant. Und nei­disch, wegen der durge­hend fahren­den U-Bahnen. Und eher lock­eren Kon­trollen im Verkehrsver­bund. Ich mag das ganze Wasser, das ganze Grün.

Son­ntag. Heiliggeist­feld. Alte Autos schauen. Kön­nte ja ein Impala dabei sein. 5
Unser Abschied fällt dank der deutschen Bahn ein biss­chen hek­tisch aus. Aber ich seufze noch eine ganze Weile sehr zufrieden vor mich hin. Und im Herbst, habe ich fest­gestelle, gibt es eine flotte und bil­lige Flugverbindung in den Nor­den. Hach. 6 Ja, des brauchts alles.7

  1. Stan­dard­mäßige Kurzkri­tik zur Bahn: Feiertage scheinen einen dort immer sehr zu überraschen. Aber dafür holt man dann die net­ten Her­ren der Polizei und schmeisst Men­schen ohne Reservierung ein­fach in Stuttgart wieder raus. Natür­lich.
  2. Ich ers­pare euch den Exkurs zu architek­tonis­chen Stre­it­fällen wie der neuen Phil­har­monie, der Hafencity und wer das den bitte alles bezahlt. Wobei: Kinder­gartenge­bühren die mal eben um bis zu 130% steigen? Nö. Also wirk­lich, nö.
  3. Kurzkri­tik: Iron Man II ist die beste, weil glaub­würdig­ste Comicver­fil­mung bis heute. Robert Downey Junior ist so eine Art Gott. Der Film ver­sucht nicht kün­stliche Tief­sin­nigkeit zu erzeu­gen und ist lieber Unter­halt­sam. Wer Philo­phie sucht findet Samuel Jack­son als Nick Fury.
  4. Bevor es hier Vorschläge gibt: Köln findet sich völ­lig grund­los sel­ber toll, außer­dem: Rhein­län­der. Berlin: Ach hör mir auf mit Berlin. Wehe wenn man da die bay­erische Herkunft erwähnt und nicht sofort ein­sieht wieviel cooler und hip­per und überhaupt dreck­iger Berlin ist. Pah. Stuttgart, äh… uh. Irgend­wie auch nicht.
  5. Einer der Haupt­darsteller in oben erwäh­ner Serie ist der Chevy Impala 1967. Ich kon­nte diesen Ami-Schlitten früher nicht so wahnsin­nig viel abgewin­nen. Aber, hach, die haben schon was. Charme. Und Größen­wahn. Und irgend­wie fordern sie alle zum großen Road­trip quer durch den Kon­ti­nent auf. Kommt auf die Bucket-List.
  6. Bah­n­fahren nach Ham­burg: schwierig. Bah­n­fahren von Ham­burg nach Ulm: AAARGH. Ver­spä­tung, Chaos, und das ganze in in den frühen Mor­gen­stun­den, also zwis­chen 3 und 5 Uhr mor­gens. Mein Bio­rhyth­mus, zefix! Außer­dem habe ich dadurch große Teile des Mon­tags ver­schlafen. Was nicht so schlim­mer gewe­sen wäre, wäre da nicht diese Ballack-Sache gewe­sen… Seufz.
  7. Und für solche Anmerkun­gen sind Fußnoten großar­tig. Warum merk ich das erst jetzt? Fußnoten sind toll. Ich werde ganze Ein­träge nur aus Fußnoten gestal­ten. Nennt mich Patschbella Foster-Wallace.

27
May 2010
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Ich erklär euch das, irgendwann

    O, Death, o Death, o Death,
    Won’t you spare me over til another year

    But what is this, that I can’t see
    with ice cold hands tak­ing hold of me

    When God is gone and the Devil takes hold,
    who will have mercy on your soul

    O, Death, o Death, o Death,
    No wealth, no ruin, no sil­ver, no gold
    Noth­ing sat­is­fies me but your soul

    O, Death, o Death, o Death,
    Well I am death, none can excel,
    I’ll open the door to heaven or hell.

    O, Death, 0 Death,
    my name is death and the end is here…

Oh Death (Jen Titus)

Audio clip: Adobe Flash Player (ver­sion 9 or above) is required to play this audio clip. Down­load the lat­est ver­sion here. You also need to have JavaScript enabled in your browser.

20
Nov 2009
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