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	<title>Patsch / Bella / Blog &#187; Nostalgie</title>
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		<title>Von der Weiblichkeit des Zupfens</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Nov 2011 10:54:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isabella</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[ism]]></category>
		<category><![CDATA[Nostalgie]]></category>
		<category><![CDATA[smalltalk]]></category>
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		<description><![CDATA[Angefangen hat es so: Doch nein: Zu 99 Prozent ist anschließend die Strumphose um mindestens 90 Grad, bis zu 360 Grad spiralverdreht am Bein und ziept. Es dauert Minuten, bis sie geradeaus zurechtgezuppelt ist. Frau Kaltmamsell beklagt die Mühe des Strumpfhosenanziehens. Zurecht. Und auch wenn sie die Vokabel “zurechtgezuppelt” verwendet, musste ich sofort ans Zupfen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Angefangen hat es so:</p>
<blockquote><p>Doch nein: Zu 99 Prozent ist anschließend die Strumphose um mindestens 90 Grad, bis zu 360 Grad spiralverdreht am Bein und ziept. Es dauert Minuten, bis sie geradeaus zurechtgezuppelt ist.
<li><a href="http://www.vorspeisenplatte.de/speisen/2011/11/die-spiraldynamik-der-strumpfhose.htm" title="Spiraldynamik @ Vorspeisenplatte" target="_blank">Frau Kaltmamsell beklagt die Mühe des Strumpfhosenanziehens</a>. Zurecht.</li>
</blockquote>
<p>Und auch wenn sie die Vokabel “zurechtgezuppelt” verwendet, musste ich sofort ans Zupfen denken. Und wie typisch diese Zupfende, schon in ihrer Ausführung leicht wehklagende Bewegung ist. Wie typisch weiblich auch, auf eine Art. Denn das Martyrium des Zupfens beginnt im Leben einer Frau schon arg früh. Als kleine Mädchen will die wärmende Strumpfhose unter der eigentlichen Hose zurecht gezupft werden. Auch Mützen und Handschuhe sind ständige Zupfherausforderungen. </p>
<p>Während das andere Geschlecht bereits hier etwas grober und mit angestrengtem Gesichtsausdruck zu Werke geht — wir zupfen. </p>
<p>Hinein in die Pubertät und es beginnt die nächste Disziplin im großen Zupf-Mehrkampf. Denn überschüssige Haare über der Nasenwurzel und der Oberlippe wollen entfernt werden. Die Pinzette wird unsere Verbündete im Kampf gegen die Mono-Augenbraue. Wir entwickeln Techniken und informieren uns über unterstützende Helferlein, die den Schmerz und die Entzündungen minimieren sollen. Es wird gekühlt und gepeelt, damit das Zupfen leichter fällt.</p>
<p>Mittlerweile kommt uns die Industrie zu Hilfe und entwickelt mit dem Epilierer ein Gerät, dessen einzige Spezialisierung das schnelle Zupfen ist. Von wegen Multifunktion. Nichts außer Zupfen. Die jungen Herren? Rasieren. Nass oder elektrisch, bluttriefend oder mit zuviel Rassierwasser. Wir Zupfen. </p>
<p>Und finden das nicht einmal besonders seltsam.<br />
Ist Zupfen damit ein Klischee? Ein Stereotyp? Sind wir, auch als moderne Feministinnen, Oper einer großen Zupf-Verschwörung? Andererseits: Zupf-Instrumente. Da kommen plötzlich auch die Herren der Schöpfung zu ihrem Zupf-Grundkurs. Wobei überraschend viele auf Nachfrage das, was sie da mit einer Gitarre tun gerne “Schrammeln” nennen. Warum auch immer. Zupfen ist schließlich aller Ehren wert.</p>
<p>Wir seufzen, während wir auch als Erwachsene die Strumpfhose zurechtzupfen und schließlich einmal von oben bis unten über das Outfit zupfen — bis es sitzt, wie es soll. Finden wir uns selbst dann ordentlich genug, spitzen wir Daumen und Zeigefinger erneut — schließlich will der Kragen am begleitenden Herren auch zurecht gezupft werden.<br />
Ganz so, als hätte uns die Natur das Zupfen als übergreifende, kümmernde Fähigkeit mitgegeben. Eine uralte Kulturtechnik, die sprechende iPhones hin und Laserhaarentfernung her , in allen Lebenslagen zur Geltung kommt. </p>
<p>Schließlich kann Zupfen auch despektierlich sein, herabsetzend.Wenn wir es wollen.  Oder aufmunternd, optimistisch.Zupfen als nonverbaler Beziehungsausdruck. Da schlummern doch gleich mehrere Dissertationen, oder nicht?<br />
 Und liebevoll, wenn man der eigenen Tochter am Ende wieder die Strumpfhose zurecht zupft, damit sie rausgehen kann und mit den Lackschuhen und der frischen Strumpfhose in eine Wasserpfütze springen. </p>
<p>Apropos, Zupfen als verbindendes Element. </p>
<p><iframe width="600" height="338" src="http://www.youtube.com/embed/08Cm_RuvHmk?fs=1&#038;feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
 <p><a href="http://www.patschpatsch.com/blog/?flattrss_redirect&amp;id=2640&amp;md5=c252db32ea5fa3d2485922f3a8d4ccd4" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.patschpatsch.com/blog/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Ahnenforschung</title>
		<link>http://www.patschpatsch.com/blog/2011/ahnenforschung/</link>
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		<pubDate>Sun, 14 Aug 2011 13:24:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isabella</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Familiengeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Nostalgie]]></category>

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		<description><![CDATA[“Haben sie eigentlich italienische Vorfahren?” Die Amts-Mitarbeiterin lacht mich enthusiastisch an. Fast will man ihr irgendetwas Nettes sagen. Ich zögere wohl einen Moment zu lange. “Oh, sie werden das oft gefragt, oder?“ Ich nicke, grinse. Und sage “Aber das ist schon einige Generationen her.”. Graublaue Augen, eine Stupsnase, kleine Lippen wie eine Porzellanpuppe. Hautfarbe möchte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>“Haben sie eigentlich italienische Vorfahren?”</p>
<p>Die Amts-Mitarbeiterin lacht mich enthusiastisch an. Fast will man ihr irgendetwas Nettes sagen. Ich zögere wohl einen Moment zu lange.</p>
<p>“Oh, sie werden das oft gefragt, oder?“<br />
Ich nicke, grinse. Und sage “Aber das ist schon einige Generationen her.”. </p>
<div id="attachment_2381" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><img src="http://www.patschpatsch.com/blog/wp-content/uploads/2011/08/lafamilia-600x369.jpg" alt="" title="lafamilia" width="600" height="369" class="size-large wp-image-2381" /><p class="wp-caption-text">Das auf dem Schoß meiner Großmutter ist kein kleines Mädchen, sondern mein Vater.</p></div>
<p>Graublaue Augen, eine Stupsnase, kleine Lippen wie eine Porzellanpuppe. Hautfarbe möchte ich dieses gipsige etwas gar nicht nennen. Aber es hilft nichts. Die Haare sind dunkelbraunfastschwarz und locken sich in dicken Strähnen über meine Schultern. Mehr braucht es nicht. Und es wird nicht besser, wenn mich meine Schwester mit ihren großen braunen Augen und dem Teint einer brasilianischen Strandbewohnerin abholt.</p>
<p>Nun sind meine Eltern und meine Großeltern in bayerischen Gefilden geboren und herangewachsen. Aber Gene sind eine lustige Angelegenheit.</p>
<p>Als meine Großmutter, die huldvolle Donna Dora, letzten Herbst verstarb, konnte sich die ganze Kirchengemeinde mal wieder davon überzeugen. Im Zug hinter dem Sarg mein Vater und mein Onkel — ihre Söhne also — , die aussehen als hätte man sie von der Arbeit auf einem sizilianischen Weinberg geholt. Dahinter die Cousinen D. , M. R. V. und F. Saubere bayerische Bauernmädel. Sie ziehen bereits eine Schaar Urenkel hinter sich her. Sie wuseln in ihren Dirndl durch die Menge. Zwar hat D. die dicken Haare und F. die Locken geerbt, aber sie ist blond wie der Sonnenschein und wirkt dadurch eher fehl am Platz.<br />
Das Tuscheln beginnt bei mir und meiner Schwester. Sie sieht fast zu exotisch aus. Obwohl es ende Oktober ist, sieht sie braungebrannt aus. Die kurzen Haare, das große Lächeln — einen Tick zu hübsch für das Dorf, aus dem wir schon vor Jahren weggezogen sind.<br />
Dann ich. Sie erinnern sich noch an das kleine Mädchen, das so freundlich alle gegrüßt hat. Darauf war Donna Dora sehr stolz. Auch auf mein schnelles Mundwerk. <em>Dee kimd aba nooch earna, Frau Dora.</em> Bis auf die Nase entspricht mein Profil heute fast exakt ihrem. Nur trug sie ihre Haare immer hochgesteckt.</p>
<p>Einmal hab ich als 8jährige gesehen, wie die Großmutter ihre Haarnadeln aus dem Dutt löste und die Haare bis zur ihrer Hüfte herunter fielen. Da war sie schon über 60. Und bis auf die grauen Strähnen außen, da wo sie mit Licht und Luft in Berührung gekommen waren, waren sie so Schwarz wie das sprichwörtliche Ebenholz.</p>
<p>Wenn ich irgendwann viel Zeit und Muse habe, werd ich doch noch diesen Familienroman schreiben. In dessen Zentrum die junge Donna Dora steht. Klug und Schön und eigentlich zu eigensinnig für die Umstände in die sie hinein geboren wird. Wäre sie heute eine junge Frau würde sie kaum den älteren Bauern heiraten, sondern eher ein Unternehmen leiten oder Bürgermeisterin werden. Sie hatte Autorität und Biss.<br />
Sie war daher nicht unbedingt eine warme, sehr kuschelige Oma, aber eine beeindruckende. Und die beste Erklärung für viele meiner Eigenschaften heute.<sup class='footnote'><a href='#fn-2375-1' id='fnref-2375-1'>1</a></sup></p>
<p>Meine Güte, da bin ich aber weit abgeschweift.</p>
<p>Eigentlich wollte ich erzählen, warum sich ein einzelner Gen-Strang mit solcher Wucht durch die Generationen zieht. Wissen sie, meine Großmutter war auch gern mysteriös. Außerdem entsprach ihre Herkunft nicht ihrem natürlichen Drang in höhere Gefilde der Gesellschaft.<br />
Dabei war meine Urgroßmutter vermutlich nur sehr lebenslustig.</p>
<p>Die Halbgeschwister meiner Großmutter waren Bauernkinder, nachdem die kurze Verbindung mit einem Kaufmann <em>ergebnislos</em> blieb, wie Donna Dora es nannte. Sie und ihr Bruder, der wilde Geschichtenerzähler der Familie, waren aber die ältesten Kinder. </p>
<p>Mein Urgroßvater väterlicherseits, eigentlich großmütterlicherseits, ist eine wage, dunkle Gestalt in den Geschichten, die auf Familienfeiern nach einigen Gläsern selbst angesetztem Erdbeerlimes erzählt werden. Aber erst, wenn meine Großmutter sich zurück gezogen hatte. <em>Damit sie sich nicht aufregt.</em><br />
Dann jedoch legte ihr Bruder Sepp los. Dabei ergänzte allein sein Wesen die Frage nach meinen Ahnen schon sehr gut. Er genießt das Leben, die Frauen. Zum Gehen braucht er schon lang einen Stock, da kaufte er sich einen Sportwagen-Oldtimer.</p>
<p>Jedenfalls sagte er gern, sein Vater war im Grunde ein Freiheitskämpfer. Wofür oder gegen wen er gekämpft hat, konnte er nicht genau sagen, aber ein hinterlistiger, toller Kerl soll er gewesen sein. Und die Sache mit dem abgebrannten Hof damals war bestimmt eine Verschwörung. So verschwand er nämlich aus dem Leben meiner Urgroßmutter. Ein benachbarter Hof war fast komplett herunter gebrannt, Brandstiftung sagte die Feuerwehr. Daraufhin sagte der Gendarm (!), der exotische Fremde mit den dunklen Augen und schwarzen Haaren, den meine Urgroßmutter geheiratet hatte, sei verdächtig. </p>
<p>Er wurde ein paar Tage eingesperrt. Es fand sich nichts, was die Anschuldigungen bestätigte. Als man ihn frei lies, verschwand er. Sepp sagte, dass es eine Handvoll Männer im Dorf gab, die seine Mutter haben wollten und denen kam es gerade recht.</p>
<p>So weit, so irgendwie glaubwürdig. Aber wer war er denn, woher kam er?<br />
Nun, Großonkel Sepp lehnte sich dann gern nach vorn und erzählte eine von vielen Versionen davon, woher mein Urgroßvater gekommen war.<br />
Zuerst war er aus Südtirol und auf Wanderschaft als Handwerker hängen geblieben. Dazu passt der der Mädchenname meiner Großmutter tatsächlich. Ein andermal war er ein neapolitanischer Verbrecher, der über die Alpen floh und in dem kleinen Dorf ein neues Leben anfing. Meine Lieblingsvariante ist die vom <em> Sandler </em> aus der Toskana, der wegen zu viel Ärger mit den Frauen, also eigentlich deren Männern, weg musste. Ein Sandler ist dabei jemand ohne genaue Tätigkeit, eine charmante Version des Taugenichts. </p>
<p>Die Wahrheit wird irgendwo in der Mitte liegen, wie immer. Fest steht: nicht nur der Phänotyp, auch das Temperament und der Hang dazu mit den Händen zu reden, sind auf ewig Teil unserer Gen-Masse. Vielleicht ist es genau dieser Teil, der dafür sorgt, dass es sich wie nach Hause kommen anfühlt, sobald ich den Brenner überquere. Und wer weiß wann und wo meine Ahnen noch zu mir sprechen. Ich sollte mir ein Glas Wein einschenken und ihnen lauschen.</p>
<div class='footnotes'>
<div class='footnotedivider'></div>
<ol>
<li id='fn-2375-1'>Nicht, dass sie sich nicht gekümmert hätte, nein! Liebevoll gestrichene Semmeln mit einer Schicht Butter unter der Streichwurst, wenn wir draußen gespielt haben. Wenn wir, bzw. ich, mit einem aufgeschürften Knie zurück kamen, saß ich in der alten Küche des Hofs (mit Holzofen!) und bekam eine Geschichte erzählt, während sie einen Viertelliter Jod auf dem Knie verteilte. Ich erinnere mich noch an den Geruch dort. In der Küche wurde immer irgendetwas gebacken oder gekocht, viel Sahne geschlagen. Vom Hausgang kam ein leichter Dunst vom Stall herein, gemischt mit Heu. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-2375-1'>↩</a></span></li>
</ol>
</div>
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		<title>vom Schreiben übers Schreiben schreiben.</title>
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		<pubDate>Tue, 03 May 2011 18:46:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isabella</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[gefühlsduselei]]></category>
		<category><![CDATA[krisenmodus]]></category>
		<category><![CDATA[Nostalgie]]></category>

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		<description><![CDATA[Dieser Post hat eine lange Entwicklung hinter sich. Erst sollte es um Schreibtechnik und Aufwand gehen, um die Wirrungen des Bloggens. Irgendwann dann, naturally, um Schreibblockaden, ums sich selbst leer-schreiben. Zwischenzeitlich kamen Notizbücher zur Sprache, das Gefühl von Tinte auf Papier und nostalgisches Blättern in alten Seiten. Dann kam ich mit jeder Zeile einem Kern [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_2018" class="wp-caption aligncenter" style="width: 632px"><img src="http://www.patschpatsch.com/blog/wp-content/uploads/2011/05/C25EBE8192BB-1.geaendert.jpg" alt="" title="inspiration" width="622" height="356" class="size-full wp-image-2018" /><p class="wp-caption-text">via habichkomplettvergessentschuldigung </p></div>Dieser Post hat eine lange Entwicklung hinter sich. Erst sollte es um Schreibtechnik und Aufwand gehen, um die Wirrungen des Bloggens. Irgendwann dann, naturally, um Schreibblockaden, ums sich selbst leer-schreiben.  Zwischenzeitlich kamen Notizbücher zur Sprache, das Gefühl von Tinte auf Papier und nostalgisches Blättern in alten Seiten.</p>
<p>Dann kam ich mit jeder Zeile einem Kern näher, einer Erkenntnis die mich plagte. </p>
<p>Während meiner Adoleszenz habe ich mit Hilfe von Musik und Hormonen seitenlang schwerelos dahin geschrieben. Geschichten. Kommentare. Stream of consciousness. Es kam, es <em>flowte</em> geradezu dahin. Man wird älter. Die Ansprüche steigen. </p>
<p>Als ich vor fast 10 Jahren anfing, ins Internet hineinzuschreiben, hatte ich einen kleinen Blog. Ein kaum besuchter Ort im Netz, wo ich die Freunde aus Chats und Foren an mir und meiner sich formenden Depression teilhaben lies. Nur, dass ich damals keinen Namen für diesen Nebel in mir hatte. Dort wurden auch die kleinen Fehden und großen Freundschaften besiegelt, die uns, als erste Teeniegeneration mit DSL-Zugang prägten. (Foren! Chats!!).<br />
Dafür habe ich mich mit wirren Buchstabenkombinationen von FTP über HTML und CSS zu CMS und PHP beschäftigt. Diese Abenteuer beeinflussten letztendlich meine Studienwahl, so wie das Internet als ganzes in Zukunft mein Berufsleben beeinflussen wird.</p>
<p>Nur, über all das bin nicht nur ich, sondern ist auch mein Schreiben pragmatisch geworden. Geordnet. Ein Eintrag soll bitte ein Thema haben, ein Ziel. Und wenn mir grade nichts einfällt, das nicht schon in drölfzig anderen Blogs vorkam, dann lasse ich es. </p>
<p>Das ist irgendwie schade, glaube ich. </p>
<p>In letzter Zeit finde ich viele Blogs derer, die jetzt mit Schule, Freundschaften und der Welt kämpfen. Ihre Tumblrs und Blogs mit Bildern von Mädchenfüßen auf Asphalt und Texten über Vergänglichkeit und Gefühle rühren etwas in mir, graben eine alte Sehnsucht aus.<br />
Ich ertappe mich dabei, wie ich mit wünsche, das taube Gefühl mancher Tage in einen Text zu kleiden, der nach Regen riecht und zu dem Gitarrenzupfen gehört. </p>
<p>Die Frage ist, habe ich tatsächlich die Fähigkeit dazu verloren oder bin ich so damit beschäftigt auf vielen Plattformen zu posten, zu diskutieren und lustige Videos zu sehen, dass ich nicht mehr die Worte habe, um auch noch aus mir selbst ein Thema zu machen?</p>
<p>Dabei lese ich selbst am liebsten Blogs, dir mir Geschichten aus dem Leben eines Menschen erzählen. Wo jemand auch vor den eigenen Befindlichkeiten nicht halt macht, mich mit einer Schwäche konfrontiert.<br />
Mein Auge für Geschichten ist genau deshalb eigentlich so gut wie nie. Wie ein Spürhund sehe in ich meiner Umgebung, in meinem eigenen Leben Stoff für eine gute Episode Leben. Und dann… kann ich sie nicht aufschreiben. </p>
<p>Ist das eine Schreibblockade? Mittlerweile denke ich, es ist eine Grenzblockade. Alles was ich an Medien konsumiere, also lese, sehe, höre , teile ich ohnehin. Auf Twitter, Facebook mit den Shared Items des Google Reader. Auf Twitter werden auch die Themen des Tages durchdekliniert. Was bleibt also? Die kleinen, ganz persönlichen Dinge. Die Familiengeschichten, die Insiderwitze und das eigene Gefühl.</p>
<p>Es gibt da wohl etwas in mir, das diese Dinge behalten will. Oder zumindest mein Kontingent an <em>Geteiltem</em> einschränkt. Ich werde eine innere Inventur machen müssen, um wirklich herauszufinden ob das <em>was</em>, oder doch das <em>wie viel</em> entscheidend dafür ist, was von mir in den Netzweiten steht. Einfach mal eine Diskussion sein lassen, einen Artikel allein für mich lesen, ohne gleich den Link weiterzuleiten und am Ende schauen, fühlen, was jetzt noch raus muss. </p>
<p>Also ein bisschen so tun, als wäre ich grade erst im Internet angekommen. </p>
 <p><a href="http://www.patschpatsch.com/blog/?flattrss_redirect&amp;id=2017&amp;md5=3fd9fee1fe3eb63476670fe406269fbf" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.patschpatsch.com/blog/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Wir Kinder vom Land wissen nicht nur, dass Kühe nicht lila sind oder: ich hab zwar keine Akademiker in der Famile, aber dafür Bauern und Metzger. Ha!</title>
		<link>http://www.patschpatsch.com/blog/2010/wir-kinder-vom-land-wissen-nicht-nur-dass-kuhe-nicht-lila-sind-oder-ich-hab-zwar-keine-akademiker-in-der-famile-aber-dafur-bauern-und-metzger-ha/</link>
		<comments>http://www.patschpatsch.com/blog/2010/wir-kinder-vom-land-wissen-nicht-nur-dass-kuhe-nicht-lila-sind-oder-ich-hab-zwar-keine-akademiker-in-der-famile-aber-dafur-bauern-und-metzger-ha/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 01 Sep 2010 15:26:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isabella</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[medienallerlei]]></category>
		<category><![CDATA[Nostalgie]]></category>
		<category><![CDATA[schmatzigutifeini]]></category>

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		<description><![CDATA[Christian Rach gehört zur seltenen Gattung der intellektuellen Köche. Er hat ja auch lange genug Mathematik und Philosophie studiert, ist belesen und kann seine Ansichten tatsächlich entsprechend artikulieren. Neulich, hab ich im Focus (Ausgabe 34/10) ein Interview mit ihm gelesen. Darin sprach er über Esskultur, soziokulturelle Hintergründe und was das alles mit Bildung zu tun [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Christian Rach</strong> gehört zur seltenen Gattung der intellektuellen Köche.  Er hat ja auch lange genug Mathematik und Philosophie studiert, ist belesen und kann seine Ansichten tatsächlich entsprechend artikulieren. Neulich, hab ich im Focus (Ausgabe 34/10) ein Interview mit ihm gelesen. Darin sprach er über Esskultur, soziokulturelle Hintergründe und was das alles mit Bildung zu tun hat. <sup class='footnote'><a href='#fn-1411-1' id='fnref-1411-1'>1</a></sup></p>
<blockquote><p>
Es ist allgemein politischer Konsens, dass wir die Geschlechtsunterschiede aufgelöst haben. In der Arbeitswelt reden wir heute über Neutren, was im Grunde sehr positiv ist. […]<br />
Gleichzeitig wurden allerdings tradierte Verhaltensweisen — die Frau bleibt zu Hause und kocht — aufgelöst. Essen und Trinken als Zentrum des familiären Seins existieren nicht mehr.  […]<br />
Man kann es aber auch soziologisch betrachten und sagen: die fehlende Esskultur in den Familien ist eine Quelle der Gewalt. Die entsteht nämlich, wenn man keine Möglichkeit mehr hat, sich zu artikulieren, über Liebe oder Spaß, über Frustration oder Traurigkeit, über Erfolg und Misserfolg. Die Familie als Ort der Bearbeitung persönlicher Probleme ist verschwunden.<br />
[…]<br />
Wir müssen an den Punkt kommen, an dem wir die Familie wieder zulassen und wertschätzen. Egal, ob es eine selbst gewählte Familie ist oder die Familie im klassischen christlichen Sinne, ob es eine Mann-Frau-Beziehung ist oder eine gleichgeschlechtliche Beziehung. Ich bin sicher, dass in der Familie viele Gesellschaftsprobleme zu lösen und zu tragen wären.
</p></blockquote>
<p>AMEN.<br />
Ernsthaft, ich habe dem ganzen so gut wie nichts mehr hinzu zu fügen. Wenn überhaupt, dann fällt mir dazu ein, was meine Mutter oft gesagt hat.<em> “Das wäre ja nicht gegangen, dass da keiner ist, wenn du und deine Schwester von der Schule gekommen sind. Du wärst ja geplatzt wegen der ganzen Sachen die du erzählen musst. Das Mittagessen war schon wichtig, aber die Hauptsache war, dass jemand zugehört hat.”</em> (Ätschbätsch, meine Mama ist die Beste.)<br />
Das Ritual eines gemeinsamen Essens pro Tag hat zum einen die starke soziale Komponente — zum anderen die Ernährungstechnische. Schließlich betreibt man für eine Gruppe von Menschen einen ganz anderen Aufwand bei der Zubereitung. Zutaten werden wichtiger, der tatsächliche <strong>Wert eines Mahls</strong> wird höher. Was für jemanden wie mich eine unglaublich simple und unumstrittene Tatsache ist (Kindheit auf dem Land, sie wissen schon.) muss man jungen Menschen heute vielfach beibringen. Meint auch Herr Rach.</p>
<blockquote><p>
“Allgemeinbildung” gibt es bei uns nicht mehr in der Schule. Ich würde sie subsumieren unter der Rubrik “Wirtschaft”, und darin müsste es unbedingt ein Fach “Steuern” geben, so wie ein Fach “Gesundheit und Ernährung”. […] Wir haben extremste Defizite in dem Verständnis von staatlich-wirtschaftlichen Zusammenhängen, weil sie leider in den Schulen nicht gelehrt werden. Noch eklatanter sind die Defizite in puncto Ernährung.
</p></blockquote>
<p>“Gesundheit und Ernährung”. Darunter fällt für mich auch “wo kommen Nahrungsmittel her” mit der Exkursion “so sieht ein Bauernhof und so eine Massentierhaltung aus”. Womit ich — Überraschung — bei dem aktuellen Buch von<em> Jonathan Safran Foer,</em><em> <a href="http://www.amazon.de/o/ASIN/3462040448?tag=betteraddons-20">Tiere essen</a> </em> bin.<br />
Vorneweg: ich habe das Buch (noch) nicht gelesen. Nachdem ich etliche Artikel und die bemerkenswerten <a href="http://www.isabelbogdan.de/2010/08/27/interview-mit-mir-selbst-zu-jonathan-safran-foers-%E2%80%9Etiere-essen%E2%80%9C/">Beiträge einer der Übersetzerinnen</a>, <a href="http://www.isabelbogdan.de/">Isabel Bogdan</a> (<a href="http://twitter.com/isabo_">@twitter</a>) gelesen habe, freue ich mich, dass hier jemand zwar informiert und erzählt, aber dafür nicht belehrt oder missioniert. Viele von uns essen zu viel Fleisch und wissen zu wenig darüber, wo es her kommt. Aber nicht für alle ist Vegetarismus die Antwort darauf. </p>
<p><div id="attachment_1427" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img src="http://www.patschpatsch.com/blog/wp-content/uploads/2010/09/1172857_49658061-300x225.jpg" alt="" title="1172857_49658061" width="300" height="225" class="size-medium wp-image-1427" /><p class="wp-caption-text">Liebe Stadtkinder: das sind Kühe</p></div>Ich muss nochmal kurz auf die Sache mit der Kindheit auf dem Land zurück kommen. Der Bauernhof meines Onkels am Ende der Straße, war die Bezugsstelle für Milch und Eier, die ich auch schon persönlich aus Hühnernestern sammeln durfte. Auf dem Rückweg kam ich an der Weide vorbei, dort standen die Rinder. Ich wußte relativ bald wohin der Weg der Viecher führte und kannte dann auch den Schlachter. Von dem wiederum (ja gut, Bayern ist klein, das war erweiterte Verwandtschaft) holten wir unser Fleisch. Bis ins Teenageralter war mir nicht klar, dass es Fleisch und Wurst auch in abgepackter Form im Supermarkt gibt.<br />
Sogar die lokalten Gasthäuser hier schlachten entweder selbst, oder bekommen sehr hochwertiges Fleisch von hiesigen Bauern.<br />
Was mir tatsächlich bis dato nicht klar war: ich habe einen sehr traditionellen Bezug zu Lebensmitteln und deren Wert. Dafür bin ich heute sehr dankbar.<br />
Jeder Bericht zu Legebatterien, Tiertransporten und den schwachen gesetzlichen Regelungen zur Massentierhaltung macht mich zuerst traurig und dann wütend. Und die Wut steigert sich, wenn ich die Sonderangebote der Supermärkte lese, wo man Aufschnitt für Centbeträge verkauft. Zum Verständnis: hinter jeder Scheibe Wurst steckt die Aufzucht, Schlachtung und Verarbeitung eines Tieres. Bei artgerechter Haltung heißt das vor allem viel Arbeit, viel Zeit und kurze Wege. Das schlägt sich logischerweise im Preis nieder.<br />
Ergo: nur wenn der komplette Ablauf so kosten-effizient wie möglich gestaltet wird, kann Fleisch derart billig sein. Also werden die Tiere zusammengepfercht, gemästet, durch die Gegend transportiert und in der Fabrik verarbeitet. Dieser Fakt sollte in jeden Kopf der westlichen Wert.</p>
<p><div id="attachment_1429" class="wp-caption alignleft" style="width: 205px"><img src="http://www.patschpatsch.com/blog/wp-content/uploads/2010/09/1305627_89297250.jpg" alt="" title="1305627_89297250" width="195" height="291" class="size-full wp-image-1429" /><p class="wp-caption-text">Nicht Fleisch. Aber lecker.</p></div>Ich glaube, dass es Foer auch mehr darum geht, als aus uns allen Vegetarier zu machen — wir sollen nur Nahrung wieder wertschätzen. Die Deutschen geben europaweit den geringsten Prozentsatz ihres Einkommens für Lebensmittel aus. Klar, <a href="http://www.blog-bistro.de/?p=873">nicht alle</a>. <sup class='footnote'><a href='#fn-1411-2' id='fnref-1411-2'>2</a></sup> Aber die Statistiken sind düster: nur 11% (Elf!)eines Haushaltseinkommens werden im Schnitt für Lebensmittel ausgegeben. Weil Essen bei vielen das Erste ist, an dem gespart wird. Noch vor Elektronik, Urlaub oder anderem Schnickschnack. Wir kaufen das beste Motorenöl für das neue Auto, aber kaufen fröhlich unser Olivenöl beim Discounter. Das nehmen wir ja nur zu uns.<br />
Länder, deren Sinn für gutes Leben wir bewundern, wie Frankreich (15,7 %), Spanien (20,3%) und Italien (20,4%) rümpfen da zurecht die Nase. Essen hat Vorrang. Die Mittagspause findet auch nicht am Schreibtisch statt, sondern man sitzt 2 Stunden (!) zusammen und genießt. Eine Wohnung ohne Esstisch? Unvorstellbar. </p>
<p>Essen erhält uns am Leben — in wahrsten Sinne des Wortes. Was wir essen, wie wir essen, mit wem wir essen — all das sagt viel über unser Leben aus. Ich bin kein großer Fan von Kochshows und irgendwelchen Trends beim Essen. Aber ich applaudiere jedem, der ernsthaft versucht unsere Wahrnehmung und unser Verhalten in dieser Hinsicht zu verbessern. </p>
<div class='footnotes'>
<div class='footnotedivider'></div>
<ol>
<li id='fn-1411-1'>Außerdem habe ich in dem Interview ein neues Wort gelernt.<strong> Inkommensurabel</strong> = die Theorie von der Unvergleichbarkeit der Dinge. Was für ein großartiges Wort. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-1411-1'>↩</a></span></li>
<li id='fn-1411-2'>Wissen sie noch, damals, als der Sebas noch gebloggt hat und die Leute ein gemeinsames Gesprächsthema hatten? Das war sogar noch vor Twitter. Irre. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-1411-2'>↩</a></span></li>
</ol>
</div>
 <p><a href="http://www.patschpatsch.com/blog/?flattrss_redirect&amp;id=1411&amp;md5=3ab0c30551f1d90937dc1da613924271" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.patschpatsch.com/blog/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>though shall not be boring</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Feb 2010 12:30:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isabella</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Und dann zu merken, dass ich nicht mehr dieses Mädchen bin. Dein Mädchen. Oder etwas in der Art. Weil kaum mehr zu unterscheiden, ob du durch mich hindurch siehst, oder mich mit Absicht gar nicht bemerkst. Am Ende womöglich Angst ‚ich könnte zudringlich werden? Als könnte ich harmloser sein. Und dankbarer für die Nichtbeachtung, das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Und dann zu merken, dass ich nicht mehr dieses Mädchen bin. Dein Mädchen. Oder etwas in der Art. Weil kaum mehr zu unterscheiden, ob du durch mich hindurch siehst, oder mich mit Absicht gar nicht bemerkst. Am Ende womöglich Angst ‚ich könnte zudringlich werden?<div id="attachment_810" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.flickr.com/photos/25813477@N07/4257083119/in/set-72157622231627400/"><img src="http://www.patschpatsch.com/blog/wp-content/uploads/2010/02/4257083119_83b6834c67-300x274.jpg" alt="so hübsch kaputt" title="so hübsch kaputt" width="300" height="274" class="size-medium wp-image-810" /></a><p class="wp-caption-text">_________</p></div><br />
Als könnte ich harmloser sein. Und dankbarer für die Nichtbeachtung, das Existieren außerhalb des Radars. Weil da jetzt andere meinen Platz eingenommen haben, die mit mehr Esprit streiten, mehr Charme. Und weniger durchschauen, analysieren. Wäre das noch mein Platz, die Ebene wäre längst eine Andere. Gefährlicher, näher.</p>
<p>Zu viele Gedanken.<br />
Vielleicht habe ich deshalb auch Abstand gehalten. Ich war es nicht gewohnt so kalkulierbar zu sein. Nicht, weil ich es nicht will, es scheint eher schwierig. Andererseits, wenn in zwei Uhrwerken die gleichen Schrauben locker sind, dann ticken sie gleich, oder?<br />
Meine umfangende Gedankenwelt zur Seite geschoben, werden die Dinge so viel schlichter. Und jetzt ist es gut so. Angenehm. Einfach weiter zu gehen.<br />
Du bist nicht so mysteriös wie du denkst. Weniger souverän als alle denken, das willst du gar nicht sein, ich weiß. Keine Sorge, die Erkenntnis ist sicher bei mir.<br />
Wo wäre auch die Spannung bei den Ausflügen in die Zwischenwelt, richtig? Ein kurzes Aussteigen aus dem festen, komfortablen Reich der Angekommenen. Der Blick zurück in die Zukunft macht das, was man hat immer wieder strahlender und schöner.</p>
<p>Ich rühre in meinem Cocktail und betrachte die Eifernden. Spätestens jetzt weiß ich, dass ich nie mehr dazugehören werde. Nicht muss. Die Spannung und der Nervenkitzel waren großartig, aber mein Glück liegt anderswo. Kein Versuch ohne Erkenntnisgewinn. </p>
<p><em>[Edit: Man merkt, ich sollte momentan sachliche Texte schreiben.]</em></p>
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		<title>sleep thight, pussycat.</title>
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		<pubDate>Sun, 26 Apr 2009 13:52:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isabella</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Jaja, sie bloggt, sie schreibt, sie lebt. Sie ist traurig, ihre Heldinnen sterben. Erst Sophia Petrillo. Jetzt Dorothy Zbornak. Hat jemand Käsekuchen für mich? Vielleicht der Grund, warum ich so gar keine Angst vorm Älterwerden habe. Zur Hölle mit der politischen Korrektheit und dem Jagen irgendwelcher Ideale. Und Freundschaften schätzen und pflegen, genießen und Nachts [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Jaja, sie bloggt, sie schreibt, sie lebt. Sie ist traurig, ihre Heldinnen sterben.</em></p>
<p>Erst <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Estelle_Getty">Sophia Petrillo</a>. Jetzt <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Beatrice_Arthur">Dorothy Zbornak</a>. Hat jemand Käsekuchen für mich?</p>
<p><object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/dTmgL0XQehI&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;color1=0xe1600f&#038;color2=0xfebd01"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/dTmgL0XQehI&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;color1=0xe1600f&#038;color2=0xfebd01" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object></p>
<p>Vielleicht der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Golden_Girls">Grund</a>, warum ich so gar keine Angst vorm Älterwerden habe. Zur Hölle mit der politischen Korrektheit und dem Jagen irgendwelcher Ideale. Und Freundschaften schätzen und pflegen, genießen und Nachts Käsekuchen essen und Wein trinken und lästern und, und, und. </p>
<p>Die Leute müssen ja eines lernen: ein interessantes, erfolgreiches Leben heißt ja, dass man gute Geschichten zu erzählen hat. Wozu den sonst der ganze Aufwand? Jaja, hier und jetzt und jeden Tag wie den Letzten leben blabla, aber dann? </p>
<p>Was bleibt, sind die Geschichten, sonst nichts. Und wenn ich mich mal wieder frage warum ich so unerhört und laut und schwierig und anspruchsvoll bin, dann beruhigt es ungemein, dass ich am Ende aber doch eine Geschichte habe, die es zu erzählen gilt. </p>
<p>Vielen Dank dafür, Bea. Oh, und Rose, Blanche? Passt um Himmelswillen auf euch auf, das ist sonst ein bisschen viel für mich.</p>
<p><object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/e3VbSfQ3nAM&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;color1=0xe1600f&#038;color2=0xfebd01"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/e3VbSfQ3nAM&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;color1=0xe1600f&#038;color2=0xfebd01" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object></p>
 <p><a href="http://www.patschpatsch.com/blog/?flattrss_redirect&amp;id=275&amp;md5=39c5be071494370c8fd31f996980396c" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.patschpatsch.com/blog/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Ein Umschlag</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Jun 2008 08:08:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isabella</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[gefühlsduselei]]></category>
		<category><![CDATA[Nostalgie]]></category>

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		<description><![CDATA[Und alles wird leicht und hell und gut. Ich drehe ihn herum, immer noch diese fast-Mädchenschrift, ein kleines Detail, ein Lächeln. Darin eine Notiz, kurz, persönlich. Schon schwimmt mein Herz auf einer kleinen Welle aus lichtgefärbten Erinnerungen. Also doch. Immernoch. Die Silberscheibe die sich gerade in meinem Computer dreht, wie ein Kribbeln auf meiner Haut. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Und alles wird leicht und hell und gut. Ich drehe ihn herum, immer noch diese fast-Mädchenschrift, ein kleines Detail, ein Lächeln. Darin eine Notiz, kurz, persönlich. Schon schwimmt mein Herz auf einer kleinen Welle aus lichtgefärbten Erinnerungen. Also doch. Immernoch.</p>
<p>Die Silberscheibe die sich gerade in meinem Computer dreht, wie ein Kribbeln auf meiner Haut. Wissend, dass hinter jedem Detail ein   Gedanke steckt, mein Gedanke. An mich gerichtet. Seufzen.   Traumtänzer.</p>
<p>Ich glaube, ich mache mir jetzt ein paar Gedanken. Vorbereitung.Du hast gesagt wir werden uns wiedersehen. Na dann.</p>
 <p><a href="http://www.patschpatsch.com/blog/?flattrss_redirect&amp;id=113&amp;md5=3e10703677a7261e9d715634c208ede1" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.patschpatsch.com/blog/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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