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show a little more, show a little less

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Ein Bild des existieren­den Clubs Salon D’Été. (http://​www​.salon​de​te​club​.com/)

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Wel­come to Bur­lesque ; Cher [Bur­lesque OST]

Nacht­clubbe­sitzerin. Das wär’s jetzt. Patronin der dun­klen Gestal­ten und Nerds, die sich in Bars verir­ren. Nachts arbeiten. Wobei arbeiten darin bestünde wage Ratschläge und mys­ter­iöse Geschichten zu verteilen, während andere sich fra­gen wie ich hier lan­den konnte.

Ein wenig los­gelöst sein, vom Tages­licht, vom Profanen.

Wo dich nie­mand fragt, wann und wie du den jetzt endlich deine BA schreibst oder wie das alles wer­den soll danach. Du dich auch nicht stattdessen aufreibst in Prob­le­men und Tücken der anderen, die dich, weil du ja grade Zeit hast, als Anlauf­stelle für das auss­chüt­ten ihrer Herzen sehen.

Okay, da wären wir doch wieder beim Nacht­club. Den ganz ehrlich, das ist noch der angenehmere Teil des momen­ta­nen Daseins. Der mich davon abhält allzu tief in einer Depres­sion zu versinken. Es ist nicht so, dass ich auf der Stelle trete, son­dern eher grade die Aus­sicht genieße. Mit einer unerk­lär­lichen, beängsti­gen­den Zuver­sicht. Wo doch alles was schief gehen kon­nte immer noch schief gegan­gen ist.

Aber immer, wenn ich von der all­ge­meinen Schlechtigkeit der Welt und Dürftigkeit meiner Sit­u­a­tion (Wieder zu Hause wohnen! Mit 25! Auf dem Dorf!) überwältigt zu wer­den drohe, höre ich wieder von Din­gen, mit denen andere Men­schen sich pla­gen müssen. Die dritte Beerdi­gung in 4 Wochen, keine davon abse­hbar. Kaputte Autos, stre­i­t­ende Fam­i­lien, kranke Eltern, was einem eben so das Leben versaut.

Ich bin ein­fach nur, wie sagt man so schön, in tran­si­tion.

Außer­dem gibt es das Inter­net. Mit noch mehr Men­schen und deren Geschichten. Mit neuen Spielzeu­gen wie Google­Plus 1Also wie eine Club-Patronin alle heilige Zeiten eine neue Band engagiert. Damit man nicht in Vergessen­heit gerät, sich aber nicht zuviel ändert.

Wenn mich meine von einer bewer­bungsphase geprägte To-Do Liste wieder abschreckt, laufe ich durch’s Inter­net und rege mich über chau­vin­is­tis­chen Dreck auf. Damit kann man sich prima beschäfti­gen. Und bekommt großar­tige antworten. Hier die Top 3:

  1. Du ver­stehst das nicht. Das ist witzig. Darum kann das gar nicht frauen­feindlich sein.
  2. Das war doch so gar nicht gemeint! Also die Pointe ist zwar witzig, und ich will ja, dass alle mich witzig finden, aber eigentlich denk ich gar nicht so!
  3. Du inter­pretierst da zuviel rein. Das ist fem­i­nis­tis­cher Mist. Zwing mich bitte nicht, darüber nachzu­denken, was ich da grade von mir gegeben habe.

Man merkt, ich weiß mich zu beschäfti­gen. Außer­dem gibt es ja Serien. Im Kopf arbeite ich seit drei Wochen an einem epis­chen Ein­trag zu The West Wing. Einer Show, die meinen Blick auf Poli­tik und Enter­tain­ment doch ganz gehörig durcheinan­der gewor­fen hat. Und Aaron Sorkin mag ein arro­gan­ter Wicht sein, aber, er ist es zurecht. Weil er auch ein biss­chen Genie ist. Aber dazu ein ander­mal mehr. Schließlich erzählt man pro Abend nur eine gute Geschichte, um sich dann zu Drinks ein­laden zu lassen, während Gäste mit müdem Blick von ihren Träu­men reden.

War noch was? Ach ja, hier sieht’s wieder mal anders aus. Es musste halt schlichter wer­den. Und weil ich wegen Google+ und so, anfange bewusster darüber nachzu­denken was ich mit der Welt teile, findet mein dig­i­tales Restleben nicht mehr in der Seit­en­leiste statt. Oben seht ihr die Links zu allen Plat­tfor­men und Ser­vices bei denen man mich noch findet. Damit bekommt jeder so viel Bella wie er will. Oder verträgt. Wenig­stens hin und wieder muss man die Tis­chdecken und die Karte erneuern.

Den ganz ehrlich, manch­mal ertrag ich mich sel­ber auch nur in sehr gerin­gen Dosen.

  1. Das großar­tig ist, Punk­tum. Weil es mehr Net­work als Social ist. Also tat­säch­lich prak­tis­chen Nutzw­ert hat. Kön­nen wir den Term social net­work­ing dann mal beerdi­gen? Wenn ein Men­schen­pho­biker wie ich net­workt, dann ohne­hin social. Weil ich für smalltalk in der nicht-social Ver­sion gar nicht geeignet bin.

11/07/2011 0 comments Read More
von der digitalen Unversehrtheit und analogen Hindernissen

von der digitalen Unversehrtheit und analogen Hindernissen

My body is a cage that keeps me
From danc­ing with the one I love
But my mind holds the key

You’re stand­ing next to me
My mind holds the key

Set my spirit free
Set my spirit free
Set my body free

(“My Body is a cage” ; Arcade Fire)

Weil das Prob­lem ist das Danach. Nein, nicht ganz. Das wahre Prob­lem ist die Angst vor dem Danach. Vor der Zeit, die man wieder mit möglichst wenig Bewe­gung ver­bringt. Weil schon der Augen­blick, in dem der erste Zeh den Boden berührt, Schmerz von dort bis direkt unter die Kopfhaut schickt. Als wäre man mit dem Bein in eine Bären­falle getappt und würde mit sie mit jedem Schritt weiter ins Fleisch treiben.

Dazu die steifen Sehnen. Das Hinken. Der ganze Bewe­gungsap­pa­rat, der nach kurzer Zeit stel­lvertre­tend mitschmerzt, pocht.
Davor habe ich Angst. Und darum kalkuliere ich.

Kann ich es mir erlauben diesen oder jenen Schritt nach draußen zu tun? Ist es das wert? Will ich etwas unbe­d­ingt sehen, erleben und habe ich ein Sicher­heit­snetz, wenn der Fuß schon früher versagt?

Der Fuß. Mein Fuß. Mein dum­mer, unfähiger rechter Fuß.

Wußten sie welcher der Peroneus-Nerv ist? Der Nervus per­oneus pro­fun­dus um präzise zu sein? Das wis­sen tat­säch­lich nur sehr wenige Men­schen. Warum auch, der ist nur inter­es­sant wenn er nicht funk­tion­iert. Sie merken, worauf ich hin­aus will1?

Wenn Frank Ribery den Ball auf seinem Vor­fuß bal­anciert und zwar so, dass die bei­den let­zten Zehen quasi einen Rand bilden der den Ball dort hält, dann sehen sie sehr gut, wofür man besagten Nerv braucht.
Nun kommt man im All­ge­meinen dur­chaus durchs Leben, ohne einen Fußball auf dem Vor­fuß zu bal­ancieren. Aber es gibt natür­lich gute und schlechte Tage. Phasen. Schmerzen, manch­mal ohne Grund.

Dann ver­wan­dle ich mich in eine grim­mige, vom Leben ver­wun­dete, alte Frau, die unbe­d­ingt alle Men­schen aus ihrem Leben vertreiben will, damit keiner kommt und irgend­was von mir will. Damit keiner will, dass ich irgend­wohin komme. Weil ich dann kalkuliere, Angst habe. Und darüber werde ich trau­rig, depressiv.

Momen­tan ist eine schlechte Phase.
Momen­tan stehe ich schon bei der kle­in­sten Unweg­barkeit vor einem mit­tleren Ner­ven­zusam­men­bruch. Dann werde ich ein wenig sprach­los. (Ich! Sprach­los!) Wie soll man es den Men­schen, die einen nicht ken­nen auch erk­lären ?(Hallo Internet! )

Ich habe so viele Jahre damit ver­bracht zäh und wider­stands­fähig zu wer­den, nicht um Hilfe zu bit­ten oder wegen der Schmerzen zu schreien, dass ich jetzt lieber ein­fach Nein sage, anstatt zu erk­lären. Was däm­lich ist, ich weiß. Aber, wenn jemand mit einem Prob­lem wie meinem, einer quasi unsicht­baren Behin­derung (und eigentlich ist das ein kom­plett übertriebener Begriff dafür) geschla­gen ist, macht man so seine Erfahrungen.

Man steht das ein oder andere Mal im Leben außen vor, während die Anderen weiter ziehen. Lachen. Einen Weg in Kauf nehmen. Man selbst steht vor der Wahl den Weg entweder anders zu bewälti­gen, nach Hause zu gehen oder die Zähne zusam­men zu beißen, um den Tag danach mit der Ban­dage und Eis­beuteln zu ver­brin­gen.
Egal wofür man sich entschei­det, es tut weh.

Früher war das weniger ein Prob­lem für mich, ich war schließlich glück­licher Eremit.

Wenn es dann, was sel­ten war, etwas gab, dass es Wert war, das sein musste — dann ging das irgend­wie. Ein langer Einkaufs­bum­mel im Monat. Ein Konz­ert im Viertel­jahr. Alles abhängig von einer fil­igra­nen Zusam­menset­zung aus Tages­form, dem Wet­ter (!), den beglei­t­en­den Men­schen, eventuell beige­fügtem Alko­hol und dem zu erwartenden Endorphinaustoß.

Deswe­gen waren Konz­erte immer gut. Konz­erte halte ich durch, irgend­wie. Ich hüpfe2 ein wenig, kann noch aus der Halle schlen­dern. Nach Hause schaffe ich es irgend­wie. Dann wird der Fuß schon mal ban­dagiert, bevor ich schlafen gehe. Am näch­sten Mor­gen erin­nere ich mich dann krampfhaft daran, wie großar­tig der Abend war. Dass es den Schmerz Wert ist.

Darum, liebe Men­schen die mit mir in Zukunft inter­agieren wollen, seit mir nicht böse, es liegt nicht an euch. It’s not you, it’s me. Bin ich neben­bei eine depres­sive Sozial­pho­bik­erin? Ja, schon. Aber diese Angst, die in meinem Kopf, die kann ich überwinden, das tu ich gerne. Nur die Angst vor den Schmerzen, mit der kämpfe ich jeden Tag.

Dann sag halt ein­fach, wenn es nicht mehr geht!”. Tja, wenn das so ein­fach wäre.
Man will schließlich nicht der Spielverder­ber sein. Also zuckt man mit den Schul­tern und ver­ab­schiedet sich, bevor man erk­lärt, dass man das näch­ste angestrebte Ziel nicht mehr erre­ichen kann.

Auf der Exkur­sion in Kap­stadt war ich nach einem lan­gen Tag die erste, die zurück ins Hotel wollte. Also begann ich mich im Pub von den anderen zu ver­ab­schieden. Der wis­senschaftliche Mitar­beiter (der bei den Meet­ings dank fehlen­der Englisch-Kenntnisse den Mund nicht auf­bekam) meinte daraufhin “Höhö, in deinem Alter hab ich aber länger durchge­hal­ten!“
In meinem Kopf tat es eine kleine Explo­sion. Ach ja? Hat­test du in deinem Alter auch zwei Achi­lessehnen­ver­längerun­gen, eine Gelenkkapselöff­nung, 5 frisch gestreckte Zehen und einen Titan­nagel als Rest einer Bein­ver­längerung hin­ter dir, IDIOT?
Ich habe mit den Schul­tern gezuckt. Ein “Tja” gemurmelt und bin weg.

So oder ähnlich ist es oft. Nicht immer. Ehrlich, ich habe so oft auch Ver­ständ­nis und Zuwen­dung erfahren, dass es diesen Per­so­nen gegenüber allein schon unver­schämt ist, nicht mehr Ver­trauen in die Men­schheit zu haben. Aber…nun ja. I’m not the type of girl to rely on the kind­ness of strangers.

Die Samm­lung der Erfahrun­gen aus dieser kleinen, kaum ern­sthaften Behin­derung her­aus, haben mich geprägt. Dr. House, any­one? Schmerzen, der Gedanke daran, das bee­in­flusst die Per­sön­lichkeit. Von Anfang an.

Es gibt eine Geschichte, die meine Mut­ter gern erzählt. Darüber, wie ich mich mit einer Kindergärt­nerin angelegt habe. Erst vor kurzem hab ich sie gefragt, was eigentlich passiert war.

Ihr habt einen Waldspazier­gang gemacht und du warst eben nicht ganz so schnell. Du hat­test dein eigenes Tempo, das war auch vernün­ftig. Weil die dumme Kuh aber nicht auf dich warten wollte, hat sie dir gesagt du sollst schneller gehen. Und sie hat dir auf die Fin­ger gepatscht.
Und du hast ihre Hand genom­men und zurück gepatscht.
Sie hat mich dann angerufen und wollte darüber reden, dass das so nicht geht. Ich habe ihr gesagt, dass sie sich bei dir entschuldigen muss — sonst würde ich beim Eltern­abend über ihren Umgang mit beein­trächtigten Kindern reden, laut.
Und dir hab ich gesagt, dass du dir nie etwas gefallen lassen darfst, nur weil du nicht so schnell bist wie der Rest.

Ich bin kein frag­iles Geschöpf. Dafür sind meine Ober­schenkel auch zu nilpfer­dar­tig. Man sieht mir auch Schmerzen erst an, wenn es wirk­lich übel ist. 3Ich gehe keinem Streit aus dem Weg, ich halte was aus.
Ich gehe gar nicht immer mit Absicht auf Abstand. Ich bin nur ein wenig hin­ter­her.
Ich habe eben mein eigenes Tempo.

  1. Wobei ich nicht ohne Stolz anmerken darf, dass meine Sorte Fall sich nicht in der Wikipedia wieder findet. Zu speziell. Weil, seit Geburt. Daher unerk­lär­lich. Ein Rät­sel der Medi­zin. Ist manch­mal auch unter­halt­sam. Also, wenn man sich die Man­deln raus­nehmen lässt und mor­gens aufwacht, weil der Ober­arzt nach dem faszinieren­den Unter­schenkel greift, um ihn gegen halb sieben Uhr in der Früh ALLEN Assis­ten­zärzten zu zeigen, zum Beispiel. Das ist , im Nach­hinein, lustig.
  2. Okay, seien wir ehrlich — ich wippe mehr so. Ich kann nicht hüpfen. Nicht sprin­gen. Nicht ren­nen. Nicht tanzen. Dafür bin mich gar nicht so übel im beobachten und dabei lästern. There’s always an upside.
  3. Auf Nach­fra­gen wie “Geht’s noch? Hast du Schmerzen?” antworte ich blöder Profi dann gerne mit “Ist gle­ich vor­bei. Halb so schlimm.” oder, der Klas­siker “Jetzt noch, aber nicht mehr lang” (da ist es dann längst zu spät). Sollte mir für diese Gele­gen­heiten einen Klapp-Gehstock besor­gen.

28/05/2011 1 comment Read More
vom Schreiben übers Schreiben schreiben.

vom Schreiben übers Schreiben schreiben.

via habichkom­plettvergessentschuldigung

Dieser Post hat eine lange Entwick­lung hin­ter sich. Erst sollte es um Schreibtech­nik und Aufwand gehen, um die Wirrun­gen des Bloggens. Irgend­wann dann, nat­u­rally, um Schreib­block­aden, ums sich selbst leer-schreiben. Zwis­chen­zeitlich kamen Notizbücher zur Sprache, das Gefühl von Tinte auf Papier und nos­tal­gis­ches Blät­tern in alten Seiten.

Dann kam ich mit jeder Zeile einem Kern näher, einer Erken­nt­nis die mich plagte.

Während meiner Adoleszenz habe ich mit Hilfe von Musik und Hor­mo­nen seit­en­lang schw­ere­los dahin geschrieben. Geschichten. Kom­mentare. Stream of con­scious­ness. Es kam, es flowte ger­adezu dahin. Man wird älter. Die Ansprüche steigen.

Als ich vor fast 10 Jahren anf­ing, ins Inter­net hineinzuschreiben, hatte ich einen kleinen Blog. Ein kaum besuchter Ort im Netz, wo ich die Fre­unde aus Chats und Foren an mir und meiner sich for­menden Depres­sion teil­haben lies. Nur, dass ich damals keinen Namen für diesen Nebel in mir hatte. Dort wur­den auch die kleinen Fehden und großen Fre­und­schaften besiegelt, die uns, als erste Tee­niegen­er­a­tion mit DSL-Zugang prägten. (Foren! Chats!!).
Dafür habe ich mich mit wirren Buch­stabenkom­bi­na­tio­nen von FTP über HTML und CSS zu CMS und PHP beschäftigt. Diese Aben­teuer bee­in­flussten let­z­tendlich meine Stu­di­en­wahl, so wie das Inter­net als ganzes in Zukunft mein Beruf­sleben bee­in­flussen wird.

Nur, über all das bin nicht nur ich, son­dern ist auch mein Schreiben prag­ma­tisch gewor­den. Geord­net. Ein Ein­trag soll bitte ein Thema haben, ein Ziel. Und wenn mir grade nichts ein­fällt, das nicht schon in drölfzig anderen Blogs vorkam, dann lasse ich es.

Das ist irgend­wie schade, glaube ich.

In let­zter Zeit finde ich viele Blogs derer, die jetzt mit Schule, Fre­und­schaften und der Welt kämpfen. Ihre Tum­blrs und Blogs mit Bildern von Mäd­chen­füßen auf Asphalt und Tex­ten über Vergänglichkeit und Gefühle rühren etwas in mir, graben eine alte Sehn­sucht aus.
Ich ertappe mich dabei, wie ich mit wün­sche, das taube Gefühl mancher Tage in einen Text zu klei­den, der nach Regen riecht und zu dem Gitar­ren­zupfen gehört.

Die Frage ist, habe ich tat­säch­lich die Fähigkeit dazu ver­loren oder bin ich so damit beschäftigt auf vie­len Plat­tfor­men zu posten, zu disku­tieren und lustige Videos zu sehen, dass ich nicht mehr die Worte habe, um auch noch aus mir selbst ein Thema zu machen?

Dabei lese ich selbst am lieb­sten Blogs, dir mir Geschichten aus dem Leben eines Men­schen erzählen. Wo jemand auch vor den eige­nen Befind­lichkeiten nicht halt macht, mich mit einer Schwäche kon­fron­tiert.
Mein Auge für Geschichten ist genau deshalb eigentlich so gut wie nie. Wie ein Spürhund sehe in ich meiner Umge­bung, in meinem eige­nen Leben Stoff für eine gute Episode Leben. Und dann… kann ich sie nicht aufschreiben.

Ist das eine Schreib­block­ade? Mit­tler­weile denke ich, es ist eine Grenzblock­ade. Alles was ich an Medien kon­sum­iere, also lese, sehe, höre , teile ich ohne­hin. Auf Twit­ter, Face­book mit den Shared Items des Google Reader. Auf Twit­ter wer­den auch die The­men des Tages durchdek­lin­iert. Was bleibt also? Die kleinen, ganz per­sön­lichen Dinge. Die Fam­i­liengeschichten, die Insid­er­witze und das eigene Gefühl.

Es gibt da wohl etwas in mir, das diese Dinge behal­ten will. Oder zumin­d­est mein Kontin­gent an Geteil­tem ein­schränkt. Ich werde eine innere Inven­tur machen müssen, um wirk­lich her­auszufinden ob das was, oder doch das wie viel entschei­dend dafür ist, was von mir in den Net­zweiten steht. Ein­fach mal eine Diskus­sion sein lassen, einen Artikel allein für mich lesen, ohne gle­ich den Link weit­erzuleiten und am Ende schauen, fühlen, was jetzt noch raus muss.

Also ein biss­chen so tun, als wäre ich grade erst im Inter­net angekommen.

03/05/2011 2 comments Read More
These days, I find texts on my computer like notebooks back then

These days, I find texts on my computer like notebooks back then

Was man beim Aufräu­men des Com­put­ers alles so findet. Und ich weiß nicht mal wer, wenn ich gemeint habe…


    I even for­got, where this came from

Ach komm schon, schau mich nicht so an. Ich weiß, dein hartes Schick­sal. Du ver­lorener Junge. Lass die Spielchen mit den Augen. Mit deinen Mäd­chen­wim­pern und dem Glanz von Trau­rigkeit. Klar, das kannst du. Aber damit ist jetzt Schluß. Wenn du nicht mehr kämpfen willst, dann kämpfe eben ich. Wie immer. Dacht­est du etwa die Sache geht gut aus? Wirklich?

Mit den Mon­stern da draußen, der Meute die hin­ter uns her ist und all den zer­brochen Wün­schen, die wir zurück­lassen mussten? Manch­mal schwer zu begreifen, wie naiv du bist, im Kern. Am Ende wird immer alles gut. Am Ende gewin­nen wir. Aber selbst wenn, es ist doch alles in Trüm­mern, dunkel und kalt.

Jetzt stehst du da und blickst mich an. Ver­suchst immer noch mich zu überzeu­gen. Niedlich. Dabei geht es überhaupt nicht um mich. Ich meine, ob ich jetzt gehe oder bleibe, schreie oder zu heulen anfange. Es kön­nte nicht unwichtiger sein.

Aber, glaubst du noch daran?

04/04/2011 0 comments Read More