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	<title>Patsch / Bella / Blog &#187; gedankensturm</title>
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		<title>show a little more, show a little less</title>
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		<pubDate>Mon, 11 Jul 2011 17:05:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isabella</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[gedankensturm]]></category>
		<category><![CDATA[gefühlsduselei]]></category>

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		<description><![CDATA[Welcome to Burlesque ; Cher [Burlesque OST] Nachtclubbesitzerin. Das wär’s jetzt. Patronin der dunklen Gestalten und Nerds, die sich in Bars verirren. Nachts arbeiten. Wobei arbeiten darin bestünde wage Ratschläge und mysteriöse Geschichten zu verteilen, während andere sich fragen wie ich hier landen konnte. Ein wenig losgelöst sein, vom Tageslicht, vom Profanen. Wo dich niemand [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2274" class="wp-caption aligncenter" style="width: 549px"><img src="http://www.patschpatsch.com/blog/wp-content/uploads/2011/07/salon_swinging_chair.jpg" alt="" title="salon_swinging_chair" width="539" height="359" class="size-full wp-image-2274" /><p class="wp-caption-text">Ein Bild des existierenden Clubs Salon D’Été. (http://www.salondeteclub.com/)</p></div>
<p><small><b>Welcome to Burlesque ; Cher [Burlesque OST]</b></small></p>
<p>Nachtclubbesitzerin. Das wär’s jetzt. Patronin der dunklen Gestalten und Nerds, die sich in Bars verirren. Nachts arbeiten. Wobei arbeiten darin bestünde wage Ratschläge und mysteriöse Geschichten zu verteilen, während andere sich fragen wie ich hier landen konnte. </p>
<p>Ein wenig losgelöst sein, vom Tageslicht, vom Profanen. </p>
<p>Wo dich niemand fragt, wann und wie du den jetzt endlich deine BA schreibst oder wie das alles werden soll danach. Du dich auch nicht stattdessen aufreibst in Problemen und Tücken der anderen, die dich, weil du ja grade Zeit hast, als Anlaufstelle für das ausschütten ihrer Herzen sehen.</p>
<p>Okay, da wären wir doch wieder beim Nachtclub. Den ganz ehrlich, das ist noch der angenehmere Teil des momentanen Daseins. Der mich davon abhält allzu tief in einer Depression zu versinken. Es ist nicht so, dass ich auf der Stelle trete, sondern eher grade die Aussicht genieße. Mit einer unerklärlichen, beängstigenden Zuversicht. Wo doch alles was schief gehen konnte immer noch schief gegangen ist. </p>
<p>Aber immer, wenn ich von der allgemeinen Schlechtigkeit der Welt und Dürftigkeit meiner Situation (Wieder zu Hause wohnen! Mit 25! Auf dem Dorf!) überwältigt zu werden drohe, höre ich wieder von Dingen, mit denen andere Menschen sich plagen müssen. Die dritte Beerdigung in 4 Wochen, keine davon absehbar. Kaputte Autos, streitende Familien, kranke Eltern, was einem eben so das Leben versaut. </p>
<p>Ich bin einfach nur, wie sagt man so schön, <em>in transition</em>.</p>
<p>Außerdem gibt es das Internet. Mit noch mehr Menschen und deren Geschichten. Mit neuen Spielzeugen wie GooglePlus <sup class='footnote'><a href='#fn-2272-1' id='fnref-2272-1'>1</a></sup>Also wie eine Club-Patronin alle heilige Zeiten eine neue Band engagiert. Damit man nicht in Vergessenheit gerät, sich aber nicht zuviel ändert. </p>
<p>Wenn mich meine von einer bewerbungsphase geprägte To-Do Liste wieder abschreckt, laufe ich durch’s Internet und rege mich über chauvinistischen Dreck auf. Damit kann man sich prima beschäftigen. Und bekommt großartige antworten. Hier die Top 3:</p>
<ol>
<li>Du verstehst das nicht. Das ist witzig. Darum kann das gar nicht frauenfeindlich sein.</li>
<li>Das war doch so gar nicht gemeint! Also die Pointe ist zwar witzig, und ich will ja, dass alle mich witzig finden, aber eigentlich denk ich gar nicht so! </li>
<li>Du interpretierst da zuviel rein. Das ist feministischer Mist. Zwing mich bitte nicht, darüber nachzudenken, was ich da grade von mir gegeben habe. </li>
</ol>
<p>Man merkt, ich weiß mich zu beschäftigen. Außerdem gibt es ja Serien. Im Kopf arbeite ich seit drei Wochen an einem epischen Eintrag zu <b>The West Wing</b>. Einer Show, die meinen Blick auf Politik und Entertainment doch ganz gehörig durcheinander geworfen hat. Und Aaron Sorkin mag ein arroganter Wicht sein, aber, er ist es zurecht. Weil er auch ein bisschen Genie ist. Aber dazu ein andermal mehr. Schließlich erzählt man pro Abend nur eine gute Geschichte, um sich dann zu Drinks einladen zu lassen, während Gäste mit müdem Blick von ihren Träumen reden.</p>
<p>War noch was? Ach ja, hier sieht’s wieder mal anders aus. Es musste halt schlichter werden. Und weil ich wegen Google+ und so, anfange bewusster darüber nachzudenken was ich mit der Welt teile, findet mein digitales Restleben nicht mehr in der Seitenleiste statt. Oben seht ihr die Links zu allen Plattformen und Services bei denen man mich noch findet. Damit bekommt jeder so viel Bella wie er will. Oder verträgt. Wenigstens hin und wieder muss man die Tischdecken und die Karte erneuern.</p>
<p>Den ganz ehrlich, manchmal ertrag ich mich selber auch nur in sehr geringen Dosen. </p>
<div class='footnotes'>
<div class='footnotedivider'></div>
<ol>
<li id='fn-2272-1'>Das großartig ist, Punktum. Weil es mehr Network als Social ist. Also tatsächlich praktischen Nutzwert hat. Können wir den Term social networking dann mal beerdigen? Wenn ein Menschenphobiker wie ich networkt, dann ohnehin social. Weil ich für smalltalk in der nicht-social Version gar nicht geeignet bin. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-2272-1'>↩</a></span></li>
</ol>
</div>
 <p><a href="http://www.patschpatsch.com/blog/?flattrss_redirect&amp;id=2272&amp;md5=d6f4032baabb43d965902cfd1aa55338" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.patschpatsch.com/blog/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>For a dreamer, night’s the only time of day.</title>
		<link>http://www.patschpatsch.com/blog/2011/for-a-dreamer-nights-the-only-time-of-day/</link>
		<comments>http://www.patschpatsch.com/blog/2011/for-a-dreamer-nights-the-only-time-of-day/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 30 May 2011 17:58:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isabella</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[dummschwätzerei]]></category>
		<category><![CDATA[gedankensturm]]></category>

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		<description><![CDATA[(Blogtitel Zitat aus dem hinreißendsten Real-Action-Disney EVER, Newsies.) Das Internet beeinflusst einen ja mittlerweile überall. Also mich zumindest.  Irgendwann muss es dann auch in mein Unterbewußtsein vorgedrungen sein. Denn meine Träume spielen nicht in niedlichen Phantasiewelten oder wenigstens surrealen Beschreibungen, nein, die Meldungen kommen durch die Traumvisualisierung meiner Inbox. Oder einer Twitter-Reply. Oder einem Status-Update. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>(Blogtitel Zitat aus dem hinreißendsten Real-Action-Disney EVER, <em>Newsies.</em>)</p>
<p><img style="vertical-align: middle;" src="http://www.patschpatsch.com/blog/wp-content/uploads/2011/05/dreamstate.jpg" alt="" width="586" height="350" /></p>
<p>Das Internet beeinflusst einen ja mittlerweile überall. Also mich zumindest. </p>
<p>Irgendwann muss es dann auch in mein Unterbewußtsein vorgedrungen sein. Denn meine Träume spielen nicht in niedlichen Phantasiewelten oder wenigstens surrealen Beschreibungen, nein, die Meldungen kommen durch die Traumvisualisierung meiner Inbox. Oder einer Twitter-Reply. Oder einem Status-Update.</p>
<p>Morgens wacht man also auf und checkt panisch auf dem Smartphone, ob die geträumte Katastrophe wirklich eingetreten ist. Oder man im Halbschlaf womöglich auf die Nicht-Meldung geantwortet hat. (Die Chancen dafür stehen erfahrungsgemäß 50/50.)</p>
<p>Gestern Nacht beispielsweise. Eine Email mit dem Betreff “Suizid”. Den Absender habe ich nicht erkannt. Dass es in der Email selbst, um jemandem ging von dem ich seit einiger Zeit nichts mehr gehört hatte schien absolut passend. Auch, dass sie nur sehr kurz und ohne weitere Erklärung war. Im Traum hinterfragt man nicht. Nein, selbst im Traum zappt man zum nächsten Medienkanal, hier Twitter, wo das ganze bestätigt wird. Via DM!</p>
<p>An dieser Stelle schüttelt natürlich auch der geneigteste, zweinulligste aller Leser den Kopf. Vielleicht rät man mir im stillen zu einer digitalen Pause, zum Social-Network-Fasten, oder wie derlei heute heißt. Durchaus, der Gedanke kam mir schon. Aber! Halten Sie ein! </p>
<p>Tatsächlich war ich immer schon eine Kommunikations-Träumerin. Wenn ich mich an einen Traum erinnere, dann weil mir ein Gespräch / Telefonat  oder ähnliches einfach zu “echt” erschien. In meinen nächtlichen Gedankenbildern wurde nie geflogen oder gefallen, gerannt sowieso nicht. Ich hatte nicht mit Monstern (oder zählen Rechnungswesenlehrer?) oder Schurken zu tun. Mein Unterbewußtsein kann sich diese Ratio leisten, schließlich spinne ich den ganzen Tag vollkommen wach vor mich hin. Mit Monstern. Und Schurken. </p>
<p>Wo ich früher zum Frühstück torkelte und meine Schwester fragte, warum sie mich gestern Nacht geweckt hat und über Werkzeug reden wollte, scrolle ich heute mit angehaltenem Atem durch die Inbox. </p>
<p>Sollte es Ihnen also, liebster Leser, ähnlich gehen: machen Sie sich keine Sorgen. (Aber vielleicht wäre es eine gute Idee den ersten Tweet des Tages in Zukunft erst nach dem Kaffee abzusetzen.)</p>
 <p><a href="http://www.patschpatsch.com/blog/?flattrss_redirect&amp;id=2070&amp;md5=0fa60fcc3e12c92bc7772fcfc13374b8" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.patschpatsch.com/blog/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
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		<title>These days,  I find texts on my computer like notebooks back then</title>
		<link>http://www.patschpatsch.com/blog/2011/these-days-i-find-texts-on-my-computer-like-notebooks-back-then/</link>
		<comments>http://www.patschpatsch.com/blog/2011/these-days-i-find-texts-on-my-computer-like-notebooks-back-then/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 04 Apr 2011 20:07:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isabella</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[gedankensturm]]></category>
		<category><![CDATA[gefühlsduselei]]></category>

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		<description><![CDATA[Was man beim Aufräumen des Computers alles so findet. Und ich weiß nicht mal wer, wenn ich gemeint habe… I even forgot, where this came from Ach komm schon, schau mich nicht so an. Ich weiß, dein hartes Schicksal. Du verlorener Junge. Lass die Spielchen mit den Augen. Mit deinen Mädchenwimpern und dem Glanz von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was man beim Aufräumen des Computers alles so findet. Und ich weiß nicht mal wer, wenn ich gemeint habe…</p>
<ul>
<img src="http://www.patschpatsch.com/blog/wp-content/uploads/2011/04/27085-fullsize1-e1301945903286.jpg" alt="" title="" width="598" height="358" class="aligncenter size-full wp-image-1913" /><br />
<small>I even forgot, where this came from</small></ul>
<blockquote><p>
Ach komm schon, schau mich nicht so an. Ich weiß, dein hartes Schicksal. Du verlorener Junge. Lass die Spielchen mit den Augen. Mit deinen Mädchenwimpern und dem Glanz von Traurigkeit. Klar, das kannst du. Aber damit ist jetzt Schluß. Wenn du nicht mehr kämpfen willst, dann kämpfe eben ich. Wie immer. Dachtest du etwa die Sache geht gut aus? Wirklich?</p>
<p>Mit den Monstern da draußen, der Meute die hinter uns her ist und all den zerbrochen Wünschen, die wir zurücklassen mussten? Manchmal schwer zu begreifen, wie naiv du bist, im Kern. Am Ende wird immer alles gut. Am Ende gewinnen wir. Aber selbst wenn, es ist doch alles in Trümmern, dunkel und kalt. </p>
<p>Jetzt stehst du da und blickst mich an. Versuchst immer noch mich zu überzeugen. Niedlich.  Dabei geht es überhaupt nicht um mich. Ich meine, ob ich jetzt gehe oder bleibe, schreie oder zu heulen anfange. Es könnte nicht unwichtiger sein.</p>
<p>Aber, glaubst du noch daran?
</p></blockquote>
 <p><a href="http://www.patschpatsch.com/blog/?flattrss_redirect&amp;id=1902&amp;md5=3dae55b0bf3567a34d61edc65610cfe0" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.patschpatsch.com/blog/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
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		<title>das F-Wort — oder wie ich eine Nervensäge wurde</title>
		<link>http://www.patschpatsch.com/blog/2010/das-f-wort-oder-wie-ich-eine-nervensage-wurde/</link>
		<comments>http://www.patschpatsch.com/blog/2010/das-f-wort-oder-wie-ich-eine-nervensage-wurde/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 30 Jul 2010 21:23:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isabella</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[gedankensturm]]></category>
		<category><![CDATA[ism]]></category>
		<category><![CDATA[RAGE]]></category>
		<category><![CDATA[thewimenz]]></category>
		<category><![CDATA[Video]]></category>

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		<description><![CDATA[Je länger ich blogge, desto mehr merke ich, wie oft eine gewisse Wut den letzten Funken für einen Eintrag gibt. Das ist nicht unbedingt empfehlenswert, sorgt aber für die Art Motivation die es manchmal braucht. Prolog: Die von mir hochgeschätzte Anke Gröner musste sich vor kurzem, mit einer charakterlichen Amöbe einem unfreundlichen DHL-Mitarbeiter herumschlagen. Und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><small>Je länger ich blogge, desto mehr merke ich, wie oft eine gewisse Wut den letzten Funken für einen Eintrag gibt. Das ist nicht unbedingt empfehlenswert, sorgt aber für die Art Motivation die es manchmal braucht.</small></p>
<p><strong>Prolog:</strong></p>
<p>Die von mir hochgeschätzte <a href="http://www.twitter.com/ankegroener">Anke Gröner</a> musste sich vor kurzem, mit <del datetime="2010-07-30T15:26:34+00:00">einer charakterlichen Amöbe</del> einem unfreundlichen DHL-Mitarbeiter herumschlagen. Und das hat sie dann <a href="http://www.ankegroener.de/?p=9573">aufgeschrieben</a>.<br />
Vermutlich weil als “Serviceanekdote” einsortiert, erschien ein Link zu diesem Beitrag im<a href="http://www.lawblog.de/index.php/archives/2010/07/29/links-530/"> Lawblog</a>. Und wurde dort kommentiert. Es zeigte sich die komplette Bandbreite menschlicher Verblendung. Letztendlich hat Frau Gröner dann noch kurz was zum <a href="http://www.ankegroener.de/?p=9581">Nachspiel geschrieben</a>.<br />
Ich will gar nicht den x-ten Meta-Eintrag zu dem Vorfall schreiben, ihn aber zum Anlaß nehmen, einen der Einträge die schon sehr, sehr lange auf der to-do-list stehen zu schreiben. Hat was mit Mädchen-sein zu tun. </p>
<p><strong>1. Akt — jedem sein Feminismus</strong><br />
Ich bin Feministin, doch, ja. Zwar hadere ich oft mit dem modernen Feminismus weil ich nicht glaube, dass er die Biologie außer Kraft setzt und ich sehe wie sich die Bewegung bzw. deren Anführerinnen manchmal ein bisschen zu sehr um sich selbst drehen (Madame Schwarzer, I’m looking at you!), aber letztendlich ist mein Weltbild feministisch geprägt.<br />
Was das heißt? Ok, befragen wir mal die (der die das???) allmächtige Wikipedia:  </p>
<blockquote><p>
Feminismus  ist eine Sammelbezeichnung für heterogene Konzepte, die die Rechte und Interessen von Frauen thematisieren. Von der gesellschaftlichen Ungleichheit zwischen Mann und Frau ausgehend, zielt der Feminismus auf eine verbesserte Lage der Frau und ihre faktische Gleichstellung in der Gesellschaft. Unter dem Begriff Feminismus werden zahlreiche, teilweise auch gegenläufige Strömungen zusammengefasst.
 </p></blockquote>
<p>Um also mal ein bisschen allgemeinplatziger zu werden: </p>
<p><strong><em>Frauen sollen die gleichen Optionen und Wahlmöglichkeiten haben wie Männer. Ihre Entscheidungen sollen die gleichen Konsequenzen haben wie für Männer und all dies akzeptiert und respektiert vom Rest der Gesellschaft. (also auch Männern wie der DHL-Amöbe.)</em></strong></p>
<p>Ich musste mir schon sagen lassen, meine Einstellung wäre arg  Post-feministisch oder aber nicht radikal genug. Das liegt schlichtweg daran, dass ich lange blind für frauenfeindliches Verhalten war, weil ich es für menschenfeindlich gehalten habe. Mein übergebildetes Hirn konnte sich nicht vorstellen, dass die Tatsache eine Frau zu sein heute noch ein Nachteil sein kann. Es wirkte auf mich so rückständig wie das Umerziehen von Linkshändern und verbotene Ehen zwischen Katholiken und Evangelen. </p>
<p>Heute mache ich die Augen auf und bin schwer iritierrt. Über die Zweideutigkeiten, das Chauvitum, die Reduzierung auf Optik von Frauen — und das von eigentlich intelligenten, “modernen” Männern. <em>Sie wissen es nicht besser. </em><br />
<strong></p>
<p>2. Akt — Frauen haben keine Bedienungsanleitung — schade.</strong></p>
<p>Mir ist klar, dass die heutige Männergeneration hin und wieder ein bisschen Konfus in der Gegend rumsteht und nach einem Prinzip, einer einfachen Ordnung sucht. Manchmal glaube ich, diese Sache mit Ordnung und festen Rollenvorstellungen haben sich Männer erarbeitet, weil sie es zur Sicherheit brauchen. So wie Frauen die erhöhte Kommunikation, auch über Gefühle brauchen, um klar zu kommen.</p>
<p>Und jetzt reißen wir euer Sicherheitsnetz ein, weil es unser Zaun geworden ist. Sorry Jungs, muss sein. <sup class='footnote'><a href='#fn-1164-1' id='fnref-1164-1'>1</a></sup></p>
<p>Damit wären wir dann auch wieder bei Frau Gröner. In den Kommentaren im Lawblog ging es dann irgendwann darum, dass man ja wohl ein bisschen Flirten aushalten muss und überhaupt hätte sie nur anders reagieren müssen.<br />
Jetzt mal langsam und in Großbuchstaben:</p>
<blockquote><p><strong>MAN (FRAU) MUSS GAR NICHTS AUSHALTEN, SICH GEFALLEN LASSEN ODER ALS WIE AUCH IMMER SCHMEICHELHAFT EMPFINDEN. </strong></p>
<p>Sie kann, wenn sie will. Und das ist dann nämlich Feminismus, ihr Vollpfosten aller Länder. </p></blockquote>
<p>Manchmal ist man als Frau ein Reh in freier Wildbahn und muss sich mit dem noch netten Kompliment, über den blöden Anmachspruch bis hin zur saublöden (physischen) Attacke mit vielem rumschlagen. Und wehe man reagiert nicht souverän. Ob man nun empfindlich ist oder sich die Wut bahn bricht, das Gegenüber versteht die Welt ja ohnehin nicht mehr. In diesen Hirnen herrscht oft genug noch, <em>soll sie doch froh sein, dass ich (ich! Zentrum des Universums!) sie bemerkt habe. </em><br />
Wenn einem eine solche Attacke aus der Abteilung saublöd dann noch — wie im Fall von Anke — vor der eigenen Haustür, also im eigentlich geschützten Zuhause passiert, ist es schwer die Beherrschung zu behalten. </p>
<p>Das Stichtwort hier ist <strong>geschützt</strong>. In <strong>Sicherheit</strong>. Die Welt lehrt uns, dass wir als Frauen Sicherheitsmaßnahmen treffen müssen, wollen wir Übergriffe jeglicher Art durch einen Mann verhindern. Die Situation in der “unmöglich etwas passieren” kann? Sie existiert nicht.<br />
Wir vermuten nicht in jedem Mann einen Vergewaltiger, um Himmelswillen. Aber jedes mal, wenn ein Mann auf all zu aggressive Art Kontakt sucht, ein Nein beim Date ignoriert oder eben Spielchen spielt wenn er ein Päckchen ausliefern soll, schrillen unsere Alarmglocken. (<a href="http://kateharding.net/2009/10/08/guest-blogger-starling-schrodinger%E2%80%99s-rapist-or-a-guy%E2%80%99s-guide-to-approaching-strange-women-without-being-maced/">You’re Schroedinger’s Rapist</a>)</p>
<p>Und da versagt oft jede Schlagfertigkeit. </p>
<p>Ab wann etwas zu aggressiv ist? Das entscheidet jede einzelne Frau für sich. Und damit müsst ihr klarkommen, meine Herren. Wenn ihr eine grobe Anleitung haben wollt: Jede Situation in der euch eine Frau räumlich oder verbal ausgeliefert ist, ist die falsche Situation um sie anzusprechen. Körpersprache, Umgebung, Selbsteinschätzung — einfach mal kurz darauf achten und überlegen wie viel Unwohlsein ihr auslösen könnt. </p>
<p>Im Zweifelsfall das klassische Gedankenspiel, was wäre wenn das nicht irgendeine Frau, sondern die eigene Mutter, Schwester, Freundin, Tochter… wäre. Sollte die Sache einfacher machen.</p>
<p><strong><br />
3. Akt — it’s a womens world, lets critizice them</strong></p>
<p>In der westlichen Welt hat die Emanzipation der letzten 40 Jahre viel Gutes gebracht. <sup class='footnote'><a href='#fn-1164-2' id='fnref-1164-2'>2</a></sup> Aber auch das ein oder andere zweifelhafte Echo. Frauen haben heute Kaufkraft und die Wirtschaft hat sie als Zielgruppe identifiziert. Nur, anstatt ihnen Honig ums Maul zu schmieren, bietet uns die Werbung 1001 Möglichkeiten uns zu verändern. Verbessern. Weil wir ja nicht gut genug sind. Nicht perfekt aussehen. Mehr Karriere machen sollen. Und Kinder haben und eine Partnerschaft pflegen sollen. Und Hobbies. Und Reisen. Und die Welt verändern. Also mindestens. </p>
<p>Die Entwicklung der Gleichberechtigung hat da einen interessanten Ansatz: die Werbung fängt an Männer genauso unter Druck zu setzen. Man betrachte hierzu die Spots der Kosmetikindustrie und moderne Familiendarstellungen in der Werbung. (der kompetente junge Vater ist das neue Lieblingsmotiv der Werbeagenturen.)</p>
<p>Was ich damit sagen will: Für all die Möglichkeiten die wir uns bereits erkämpft haben (und die noch lange nicht vollständig sind), hat sich auch der Druck auf Frauen von allen Seiten entsprechend erhöht. An dieser Stelle noch mal ein anderer Blick auf die Sache mit dem Paketboten: Anke Gröner gehört zu den viel gelesenen Bloggerinnen in Deutschland. Weil sie sehr ehrlich und humorvoll über sich selbst, ihre Schwächen, Begeisterungen und Amazon-Lieferungen schreibt.<br />
Sie ist, so lose sich das im web definieren lässt, beliebt deswegen. Und eine Bloggerin, die nach eigener Aussage nicht den gängigen Schönheitsidealen entspricht, fröhlich über Alles schreibt was ihr gefällt — dabei auf Klischees pfeift und damit erfolgreich ist? Oh the horror, da kommen die Neider aus den Nestern und werfen ihr am Ende vor, dass sie sogar über ihren Zugang zu den eigenen Gefühlen schreibt. <em>You wish you were that brave. </em></p>
<p>Als Bloggerin war es vermutlich die natürliche Reaktion ihre Erlebnisse mit ihren Leser_innen zu teilen. Und dafür gebührt ihr Applaus, den wir brauchen genau diese Berichte. Wir brauchen sogar noch viel mehr davon. </p>
<p><strong><br />
Epilog — feministische Nervensägen dieser Welt vereinigt euch!</strong></p>
<p>Denn die kritischen Kommentare, die vielen “hab dich nicht so”, die es als Reaktion gab, zeigen vor Allem eins — mangelnde Sensibilität dem Thema gegenüber. Es geht eben nicht darum wie drastisch ein Vorfall ist. Es geht auch nicht darum wie man als Frau reagiert oder welche Begründung der Mann vielleicht hatte. Es geht darum wie <em>verdammt oft</em> solche Situationen jeden Tag vorkommen. Dass sich quasi jede Frau mindestens einmal im Leben direkt damit konfrontiert sieht. </p>
<p>Dass sie in dieser Häufigkeit Wirkung haben. Bei jungen Mädchen, die ihren Selbstwert zu sehr über diese Art der Aufmerksamkeit definieren — Aufmerksamkeit, die ihrem Aussehen, nicht ihrem Intellekt geschenkt wird. Bei Frauen, die nicht gelernt haben sich zur Wehr zu setzen und den Frust, die Scham die solche Momente auslösen in sich hinein fressen.<br />
Und weil, solange die Haltung der Gesellschaft so wankelmütig ist — so schulterzuckend gegenüber dieser Art Verhalten — die nachwachsende Generation immer und immer wieder gegen den Status quo kämpfen muß. </p>
<p>Also müssen wir mit dem Finger drauf zeigen. Jedes. Einzelne. Mal. Und zwar deutlich. Mit Erklärung für die, die es nicht verstehen. Wenn ein Werbespot sexistisch, eine Anmache herabsetzend und ein blöder Spruch diskriminierend ist. Wir alle müssen fiese, nervtötende Feministinnen und Feministen werden, wenn wir den Feminismus irgendwann als überflüssig betrachten wollen.</p>
<p>Anders gesagt:</p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=M6wJl37N9C0">http://www.youtube.com/watch?v=M6wJl37N9C0</a></p>
<div class='footnotes'>
<div class='footnotedivider'></div>
<ol>
<li id='fn-1164-1'>Ich will erst gar nicht davon reden, wie problematisch es ist, dass es sogar Frauen gibt, denen dieses Sicherheitsnetz lieber ist und die weiterhin blind durch die Welt laufen, während sie andere Frauen kritisieren. (Cue to Eva Hermann-Referenz in 3…2…1..) <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-1164-1'>↩</a></span></li>
<li id='fn-1164-2'>Wie gesagt, die westliche Welt. Und natürlich wirken unsere Beschwerden gegen die Unterdrückung und Misshandlung von Frauen,die in vielen Ländern noch herrscht, luxuriös. Trotzdem müssen wir uns weiterhin Gehör verschaffen. Die Selbstverständlichkeit der feministischen Bewegung in Europa und den USA ist die Grundlage für den Kampf der in vielen Ländern Asiens und Afrikas noch in den Anfängen steckt. Und die Schnittmengen sind längst vorhanden. Burkadiskussion anyone?  <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-1164-2'>↩</a></span></li>
</ol>
</div>
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		<title>Und ich hatte Angst es wäre nur ich</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Jun 2010 16:58:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isabella</dc:creator>
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		<category><![CDATA[gedankensturm]]></category>
		<category><![CDATA[netzgefischt]]></category>

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		<description><![CDATA[(via PostSecret)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.patschpatsch.com/blog/wp-content/uploads/2010/06/werealljustkindawiningit.jpg" alt="" title="werealljustkindawiningit" width="346" height="500" class="aligncenter size-full wp-image-1057" /></p>
<p><a href="http://www.postsecret.com/">(via PostSecret)</a></p>
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		<title>though shall not be boring</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Feb 2010 12:30:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isabella</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[gedankensturm]]></category>
		<category><![CDATA[Nostalgie]]></category>
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		<description><![CDATA[Und dann zu merken, dass ich nicht mehr dieses Mädchen bin. Dein Mädchen. Oder etwas in der Art. Weil kaum mehr zu unterscheiden, ob du durch mich hindurch siehst, oder mich mit Absicht gar nicht bemerkst. Am Ende womöglich Angst ‚ich könnte zudringlich werden? Als könnte ich harmloser sein. Und dankbarer für die Nichtbeachtung, das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Und dann zu merken, dass ich nicht mehr dieses Mädchen bin. Dein Mädchen. Oder etwas in der Art. Weil kaum mehr zu unterscheiden, ob du durch mich hindurch siehst, oder mich mit Absicht gar nicht bemerkst. Am Ende womöglich Angst ‚ich könnte zudringlich werden?<div id="attachment_810" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.flickr.com/photos/25813477@N07/4257083119/in/set-72157622231627400/"><img src="http://www.patschpatsch.com/blog/wp-content/uploads/2010/02/4257083119_83b6834c67-300x274.jpg" alt="so hübsch kaputt" title="so hübsch kaputt" width="300" height="274" class="size-medium wp-image-810" /></a><p class="wp-caption-text">_________</p></div><br />
Als könnte ich harmloser sein. Und dankbarer für die Nichtbeachtung, das Existieren außerhalb des Radars. Weil da jetzt andere meinen Platz eingenommen haben, die mit mehr Esprit streiten, mehr Charme. Und weniger durchschauen, analysieren. Wäre das noch mein Platz, die Ebene wäre längst eine Andere. Gefährlicher, näher.</p>
<p>Zu viele Gedanken.<br />
Vielleicht habe ich deshalb auch Abstand gehalten. Ich war es nicht gewohnt so kalkulierbar zu sein. Nicht, weil ich es nicht will, es scheint eher schwierig. Andererseits, wenn in zwei Uhrwerken die gleichen Schrauben locker sind, dann ticken sie gleich, oder?<br />
Meine umfangende Gedankenwelt zur Seite geschoben, werden die Dinge so viel schlichter. Und jetzt ist es gut so. Angenehm. Einfach weiter zu gehen.<br />
Du bist nicht so mysteriös wie du denkst. Weniger souverän als alle denken, das willst du gar nicht sein, ich weiß. Keine Sorge, die Erkenntnis ist sicher bei mir.<br />
Wo wäre auch die Spannung bei den Ausflügen in die Zwischenwelt, richtig? Ein kurzes Aussteigen aus dem festen, komfortablen Reich der Angekommenen. Der Blick zurück in die Zukunft macht das, was man hat immer wieder strahlender und schöner.</p>
<p>Ich rühre in meinem Cocktail und betrachte die Eifernden. Spätestens jetzt weiß ich, dass ich nie mehr dazugehören werde. Nicht muss. Die Spannung und der Nervenkitzel waren großartig, aber mein Glück liegt anderswo. Kein Versuch ohne Erkenntnisgewinn. </p>
<p><em>[Edit: Man merkt, ich sollte momentan sachliche Texte schreiben.]</em></p>
 <p><a href="http://www.patschpatsch.com/blog/?flattrss_redirect&amp;id=809&amp;md5=d89c0279a74babb35bfc9313908127a5" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.patschpatsch.com/blog/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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