There are no monsters in the oval office

Staffel 6 kann kom­men. Stet­sons are cool.

28
Mar 2011
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#30d30s_12…,Folge, die ich mehr als 5 mal gesehen habe

Präam­bel: Hin­ter #30d30s ver­birgt sich das hier. Ich konzen­triere mich eher auf aktuelle, und haupt­säch­lich amerikanis­che Serien. Aber gucke auch andere. Warum alles noch viel schlim­mer ist, bitte hier bei den Film­fre­un­den über aktuelle Entwick­lun­gen lesen. Dem ist nicht mehr viel hinzu zu fügen.

Hon­or­able men­tion: annäh­ernd jede Doc­tor Who Folge seit dem Reboot 2005

Was soll ich sagen — ich bin ein Junkie. Und wir bekom­men nur 13 Schuß pro Jahr, wenn überhaupt. Oft braucht es schon 2 bis 3 mal gucken bis man alles annäh­ernd ver­standen hat. Später, während man auf die näch­ste Staffel wartet sieht man sich die alten Fol­gen an und fühlt sich wie in eine Kuscheldecke gehüllt.

Runner-up: Super­nat­ural: Yel­low Fever (Sea­son 4 Episode 6), [What is and what never should be]

Ein kurzes Wort zu “what is and what never should be”. Eine Serien­folge, nach der ich mich fühle als wäre ich in einer Ther­a­piesitzung gewe­sen, kann so sub­stan­z­los nicht sein. Es war ver­mut­lich auch der Moment in dem ich dem Charak­ter Dean Win­ches­ter endgültig und bis auf weit­eres ver­fallen bin, Stereo­typ Lost Boy hin — Klis­chee witziger Kerl mit ver­bor­ge­nen Gefühlen her, es gab kein Zurück.
Kurz­fas­sung: Dean wird von einem Djin (!) geschnappt und in einen Zus­tand ver­setzt, in dem er von seiner Ver­sion eines per­fek­ten Lebens träumt. Ein What-if der aller schmerzhaftesten Sorge.

Hört auf zu heulen, es geht ja auch anders. Es gibt wenig Shows die so rund um komisch sein kön­nen wie Super­nat­ural. Nicht nur, dass die Serie sich ohne­hin nicht sooo ernst nimmt — manch­mal hauen die Schreiber auch noch richtig rein. (Ben Edlund, soll­test du mal eine Niere oder so brauchen — ruf mich an.)
Ich präsen­tiere: Yel­low fever

Win­ner: Bones — the man in the morgue (Sea­son 1 Episode 19)

Bones war von Anfang an die Serie von mir und meiner Mut­ter. Wir hat­ten die Bücher von Kathy Reichs zusam­men gele­sen und bere­its im Vor­feld gelästert, dass das so nichts wer­den kann als Serie.
Als eine der let­zten Fol­gen von Staffel 1 gab es “the man in the morgue”. Tempe Bren­nen ver­bringt ihren Urlaub mit der Arbeit im noch frisch zer­störten New Orleans — wir sprechen hier schließlich von 2005.
Sie gerät in einen großar­ti­gen Voodoo-Mordfall bei dem sie selbst zwis­chen­zeitlich verdächtig ist. Der weiße Rit­ter Booth sorgt aber dafür, dass alles gut aus­geht.
Ich weiß gar nicht warum ich diese Folge so sehr liebe. Vielle­icht wegen Sätzen wie : “Jesus was NOT a zom­bie”. Vielle­icht wegen New Orleans. Aber wann immer ich sie sehe, fühlt es sich ein biss­chen wie zu Hause an.

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14
Sep 2010
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#30d30s_06, … die Lieblingsfolge der Lieblingsshow

Präam­bel: Hin­ter #30d30s ver­birgt sich das hier. Ich konzen­triere mich eher auf aktuelle, und haupt­säch­lich amerikanis­che Serien. Aber gucke auch andere. Warum alles noch viel schlim­mer ist, bitte hier bei den Film­fre­un­den über aktuelle Entwick­lun­gen lesen. Dem ist nicht mehr viel hinzu zu fügen.

Ich lang­weil euch hier nicht nochmal mit meinen favorisierten Serien, hier wird ein biss­chen abgewech­selt, ja?

Hon­or­able men­tion: Dr. House: Three Sto­ries (Sea­son 1 Folge 21)

Ach Dr. House. Wie kon­ntest du, ein bril­lianter schmerzmit­te­lab­hängiger Arzt zu meiner wichtig­sten Iden­ti­fika­tions­figur im TV wer­den? Unter anderem durch die geniale Folge three sto­ries. Dr. House hält eine Vor­lesung und erzählt die Geschichte von 3 Patien­ten — alle drei präsen­tieren Schmerzen im Bein. Nach­dem Car­men Elek­tra Golf gespielt und 2 der Fälle gelöst wird, offen­bart sich ein noch viel schmerzhafter Kern in der Geschichte des drit­ten Beins.
Denn es ist das von Dr. Gre­gory House. Und es ist die Geschichte wie er zu seinem Stock, seinem Zynis­mus (Sarkastisch war er vorher schon) und seiner Spezial­ität, der Diag­nos­tik, kam​.Im Laufe der Folge geht es nicht nur darum, wie wichtig eine schnelle und richtige Diag­nose ist, son­dern warum es gar nicht so wahnsin­nig viel hilft, wenn ein Arzt möglichst mit­füh­lend gegenüber seinen Patien­ten ist.
Ärzte und Schmerzen in Serien sind generell eine eigentlich heikle Sache (warum zum Teufel gibt es so viele Arzt­se­rien?), weil fast jeder von uns irgend­wann auf eine Stelle trifft, zu der er einen direk­ten Bezug hat. Nur meis­tens sind dieser vorüberge­hen­der Art. Oder so drastisch, dass sie sich einord­nen lassen. Aber ist jemand, der ein biss­chen hinkt und schmerzen hat schon “richtig” behin­dert? Und recht­fer­ti­gen die Schmerzen die emo­tionale Abschot­tung, die Verän­derung des Charak­ters?
Mir wurde erst mit dieser Folge klar, das die Autoren von Dr. House vor diesen Fra­gen nicht halt machen. Was für viele Zuschauer sehr faszinierend, aber frem­dar­tig scheinen mag und, dank der Intel­li­genz und des Wortwitzes von Dr. House selbst, unter­halt­sam. Für eine Hand­voll von uns ist es ein biss­chen mehr. Ein biss­chen closer to home, sozusagen. Allein darum, werde ich dieser Serie nie untreu wer­den. Egal wie abwegig es manch­mal wird — medi­zinisch und persönlich.

Runner-up: Buffy: Once more with feel­ing (Sea­son 6 Folge 7)

Was soll ich zu einem Meis­ter­w­erk noch groß sagen? Buffy hatte in den Jahren zuvor schon jedes Klis­chee zer­schla­gen. Eine erfol­gre­iche intel­li­gente Serie über ein blondes Teenager­mäd­chen, das Vam­pire jagt? Ja genau. Und clever, witzig, voll mit starken weib­lichen Charak­teren ( I love you, Joss Whe­don.) und eine glaub­hafte coming-of-age Geschichte der beteiligten Fig­uren. Die Mon­ster und Vam­pire waren die Kirsche auf dem Dessert. Und dann geht er hin, der Joss, und macht ein Musi­cal. Ein MUSICAL! Was für ein unvorstell­barer Blödsinn, müssen damals viele gedacht haben. Aber sie lagen falsch. Das Genie Whe­don schrieb jedem Charak­ter Lieder auf den Leib, die nicht nur die Figur repräsen­tieren, son­dern tat­säch­lich den Plot vorantreiben. Die Lieder brin­gen den Sub­text an die Ober­fläche und machen damit die Moti­va­tion der Fig­uren vol­lkom­men klar. Ein bril­liantes Stück Fernsehen.


Win­ner: Doc­tor who: the eleventh hour (Sea­son 5 Folge 1)


Hach was war das Geschrei groß. Der neue Showrun­ner Steven Mof­fat, zur Hälfte geliebt für bril­liante Sto­ries in den ersten 4 Staffeln — zur Hälfte gefürchtet, ob er den Bom­bast von Vorgänger Rus­sel T. Davies hal­ten könnte.Und dann erst der neue Dok­tor! Ein Milch­gesicht vor dem Herrn, dieser Matt Smith, den nie­mand kan­nte. Dazu der neue Com­pan­ion, eine rothaarige (! ) Schot­tin (!!), diese Karen Gillian. Überhaupt lief das für viele auf zu viele junge, attrak­tive Men­schen hin­aus um noch der Doc­tor zu sein. (Klar, Doc­tor Num­mer 10, David Ten­nant war ja auch von der gaanz häßlichen Sorte ;-))
Dann endlich war es soweit, the eleventh hour, der Pilot von Staffel 5 wurde gesendet. Und eine knappe Tril­liar­den Men­schen verk­nallte sich mir­nichts, dir­nichts in die neue Kom­panie. Zurecht.

Kaum etwas ist für einen neuen Doc­tor so wichtig, wie die ersten Momente nach der Rege­na­ra­tion. Geht der Typ als Alien durch? Ist er — trotz dem Alien — britisch genug? Kann das 26jährige Milch­gesicht einen 900jährigen spie­len? Er kann.
So trifft Num­mer 11 als erstes auf die kleine Amilia, eine furcht­lose Schot­tin, die Eltern­los in Eng­land lebt. Sie sieht den Doc­tor als die Lösung zu einem Prob­lem — den Riss (Crack) in ihrer Wand. Doch bevor der Doc­tor die Sache mit dem Riss ganz klären kann, macht der TARDIS faxen und der Time Lord muss kurz damit in die Luft. Nur, das kurz in diesem Fall so eine Inter­pre­ta­tion­ssache ist.

In rasender Geschwindigkeit ler­nen wir so Amy und ihre ver­drehte Welt ken­nen. Die Geschichte von the eleventh hour ist weniger der Alien hin­ter dem Riss in Amelias Wand, son­dern die Geschichte eines reisenden Time Lords der ein ein­sames kleines Mäd­chen findet und sie schließlich ein­lädt, mit ihm Zeit und Raum zu erkun­den. Nur, es wird nicht das Let­zte mal sein, dass der TARDIS das mit dem Zeitraum nicht ganz per­fekt hin­bekommt…
Früher fand ich es selt­sam, wenn Men­schen gesagt haben soundso wäre “ihr” Doc­tor gewe­sen und die Nach­fol­ger wären eben nicht das Gleliche. Aber meine Her­ren, seit Num­mer Elf weiß ich vol­lkom­men was diese Men­schen meinen. Steven Mof­fat hat für den neuen Doc­tor dazu eine märchen­hafte Geschichte voller timey-wimey und ver­wirrter Emo­tio­nen geschrieben. Im Unter­schied zu Davies haut Mof­fat nicht so auf die Pauke, son­dern betreibt ordentliches Sto­ry­telling und Charak­ter­en­twick­lung. Die Zeit bis zum Wei­h­nachtsspe­cial ist noch viel, viel zu lang.

26
Aug 2010
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#30d30s_04…, meine überhaupt allerliebste Show

Präam­bel: Hin­ter #30d30s ver­birgt sich das hier. Ich konzen­triere mich eher auf aktuelle, und haupt­säch­lich amerikanis­che Serien. Aber gucke auch andere. Warum alles noch viel schlim­mer ist, bitte hier bei den Film­fre­un­den über aktuelle Entwick­lun­gen lesen. Dem ist nicht mehr viel hinzu zu fügen.

Zu dieser Kat­e­gorie kurz ein Wort: Die Rei­hen­folge ist eigentlich vol­lkom­men wurscht. Weil, ich kann doch meine Liebe teilen, gell?

Hon­or­able Men­tion: Bones

Als es damals hieß, dass Kathy Reichs’ Bücher rund um die foren­sis­che Anthro­polo­gin Tem­per­ance Bren­nen als Vor­lage für eine Serie dienen soll­ten, war ich skep­tisch. Sehr skep­tisch. All die Änderun­gen, all der High-Tech, mit dem Tempe nie wirk­lich was zu tun hatte. (Ryan Dar­ling, *schnüff*, aber Booth ist auch ganz niedlich.)
5 Jahre später ist die Bande aus dem Smithon­ian meine Ver­sion einer Serien­fam­i­lie. Ange­führt von der furcht­losen Tem­per­ance Bren­nen, die so ganz anders als in den Büch­ern, aber genauso inter­es­sant ist. Sie hat es nicht so mit Smalltalk, Höflichkeiten und diesem ganzen emo­tionalen Zeug. (Pro­jek­tions­flächenalarm für Bella!) An ihrer Seite: der weiße Rit­ter Booth, Scharf­schütze und Gen­tle­man alter Schule mit ganz viel Bauchge­fühl bei der Arbeit.
Die Bei­den sind natür­lich füreinan­der bes­timmt, kriegen es aber ein­fach nicht auf die Reihe. Ihr denkt House und Cuddy hät­ten Prob­leme? Bitch please. Im Labor arbeiten keine gestählten Wis­senschaft­spolizis­ten a la CSI, son­dern blase, düne Män­ner mit selt­samen Vor­lieben. Für die warme Kom­po­nente gibt es dann noch Kün­st­lerin Angela, die sich um Rekro­n­struk­tio­nen küm­mert, sowie die toughe Laborchefin Camille. (ich sag mal: bestange­zo­gen­ste Serien­figur nach Joan Hol­loway. Holla.)
Wis­senschafts­ge­laber war nie so witzig und sexy. Exper­i­mente zur Nach­stel­lung eines Mordes noch nie so .. äh… fan­tasievoll. Überhaupt, die Fälle. Das sind die fan­tastis­chten Leichen, die das Fernse­hen je gese­hen hat. Da Anthro­polo­gen sich mit Knochen und kaum mit Fleisch beschäfti­gen, haben die Dahingeschiede­nen bei Bones jeden nur möglichen Zus­tand. Sie sind auch sel­ten ganz kom­plett. Oder, meine per­sön­liche Lieblingsle­iche, kom­plett in Rohrreiniger gelöst. This is not for the faint-hearted. Wer es nicht mit Blut und Käfern die aus Augäpfeln krabbeln hat, sollte vielle­icht was anderes schauen.
Ich weiß, dass Staffel 5 ein biss­chen die Magie ver­mis­sen ließ, aber das ist kein Schiff, dass man da noch ver­läßt. Weil eine Welt ohne Bren­nan und Booth ist eine Welt in der ich nicht Leben will.

Runner-up: Super­nat­ural

Ob Eric Kripke klar war welche Box der Pan­dora er öffnet, als er Super­nat­ural entwick­elt hat? Lang bevor Stephe­nie Mayer den Markt der rast­losen Mäd­chen­herzen und deren Fasz­i­na­tion fürs dämonis­che abge­grast hat, mis­chte man bei the CW einen tödlichen Cock­tail.
Jungs, so hüb­sch, dass man gar nicht mehr wegschauen kann. Mon­ster, so düster, dass es grade noch ein biss­chen gruselig ist und Dialoge, die jedes Herz eines Pop­kul­tur­fetis­chis­ten höher schla­gen lassen.
Sam und Deam Win­ches­ter sind ver­lassene Söhne auf Tour gegen Mon­ster aller Art. Mut­ter Mary ver­bran­nte durch Dämo­nen­hand als Sam noch ein Säugling war. Vom Unglück gepeitscht bildet Daddy Win­ches­ter seine Jungs zu Jägern aus und sinnt auf Rache. Bonus: hier wohnen Vam­pire nicht in L.A. und Dämo­nen nicht in New York — son­dern all die urba­nen Leg­en­den sind lebendig und schreck­lich zwis­chen Mis­sis­sippi und Nevada, im guten alten Bible Belt.
Was als Monster-der-Woche-Show begann entwick­elte sich in den let­zten 5 Jahren (2005 war ein guter Jahrgang scheint mir) zu einer großen Mytholo­gie, die vor Him­mel und Hölle, Engeln und Apoka­lypse nicht halt macht. Super­nat­ural hat sich, let’s face it, zur Kult-Show gemausert. Der Fan­club für Metal­licar (der Impala den die Jungs fahren) oder die generelle kom­plette Durchgek­nalltheit der Anhänger hat dazu geführt, dass man hier auch fröh­lich die Meta-Grenzen neu definiert. (Cue to: die Win­ches­ters besuchen eine Con­ven­tion zu den Büch­ern die über ihr Leben geschrieben wur­den, hach!) Um die Show anfangs zu mögen, muss man vom hohen Ross des Anspruchs erst­mal herunter kom­men um viel Spaß zu haben. Im Laufe der Zeit steht man dann auf einem ganz anderen Hügel und schaut hin­unter, auf die Ein­fall­slosigkeit der Anderen.
Endlich eine Show die die nicht vorhan­de­nen Gren­zen des Gen­res nutzt! Und so tre­f­fen wir neben Geis­tern und Dämo­nen eben auch suizidale Riesented­dys, böse Wölfe und den herzi­gen Antichris­ten. Mit Staffel 4 erre­icht Super­nat­ural dann die Latte die Joss Whe­don einst mit seiner Musical-Folge von Buffy (once more with feel­ing) gesetzt hatte und überflügeln sie locker. Weil Engel sind eben nicht so harm­los, wie man bisher dachte.
Super­natural schafft es, inmit­ten all des Irrsinns, die kom­plette emo­tionale Skala eines Dra­mas abzu­rufen. Fam­i­lien­bande aller Art, Ver­trauen und Ver­rat, ver­lorene Kämpfe und Ver­bün­dete — nichts davon ist hys­ter­isch oder kün­stlich, son­dern extrem nachvol­lziehbar. Am Ende hängt das Schick­sal der Welt davon ab, ob zwei Brüder sich zusam­men raufen kön­nen und wir wis­sen genau, wie sie sich fühlen.
Auch wenn die einzige Gefühlsre­gung oft ein gigan­tis­ches WHAT THE FUCK ist.

Dop­pel­su­per­bonus: Mark Shep­pard als Crowley

Win­ner: Doc­tor who

Man kennt das ja, der Kerl ist clever und witzig und ver­spricht einem das ganze Uni­ver­sum. Redet von Zeit und Raum und hier und da, klingt dabei soooo süß mit seinem britis­chen Slang und sofort ist man dahin geschmolzen. Da ignori­ert man die Klam­ot­ten und seine Behausung, die blaue Polizei­box schon mal. Auch die poten­tiel lebens­ge­fährlichen Sit­u­a­tio­nen wegen all der Geschöpfe auf frem­den Plan­eten und den vie­len Fein­den, die er sich bis hier­her schon gemacht hat, ach, das geht schon. Und der Alter­sun­ter­schied, das muss ja nicht jeder so exakt wis­sen, ob es jetzt 880 oder doch 895 Jahre sind, die er älter ist. Aber muss er wirk­lich dauernd sein Ausse­hen verän­dern? Sowas frustiert schon ein bis­chen — es passen ja dann auch die geschenk­ten Turn­schuhe wom­öglich nicht mehr!
Wie das halt so ist, mit den Time Lords. Also eigentlich mit dem Time Lord, er ist schließlich der let­zte seiner Art. Und das seit 1963. Das ist das Jahr, in dem die BBC den guten Doc­tor auf die Welt los­ge­lassen hat. Und seit­dem ist Sci­ence Fic­tion nicht mehr das Gle­iche.
Doc­tor Who? (Ironie schon im Titel, das kön­nen nur Briten!) erzählt die Aben­teuer des Time Lords (seine Rasse), genannt der Doc­tor, durch Zeit und Raum. Er besucht Plan­eten, ret­tet die Erde vor außerirdis­chen Angrif­fen und das alles mit der Kraft der zwei Herzen. (Nein wirk­lich, er hat zwei Herzen.) Er hat eine Schwäche entwick­elt, für uns, die Men­schen. So kommt es, dass er immer wieder ori­en­tierungslose Exem­plare aufli­est und mit auf seine Reise nimmt. Das Reise­fahrzeug, der TARDIS (Time and rel­a­tive Dimen­sions in Space) sieht aus wie die blaue Polizei­box mit der Doc­tor Nr. 1 (dazu kom­men wir gle­ich) damals auf der Erde zunächst ges­tran­det ist. Natür­lich ist der TARDIS größer im Inneren. Physik, Naturge­setze — damit sollen sich die Anderen rum ärgern.
Überhaupt ist Doc­tor Who nicht Sci­ence–Fic­tion son­dern eher ein Alien-Märchen mit britis­chem Augen­zwinkern. Was Doc­tor Who speziell macht, sind die Pro­por­tio­nen. Den während die Pro­duk­tion weder Bud­get noch Möglichkeiten hat um an amerikanis­che Serien heran zu reichen, sind die Geschichten so außergewöhn­lich und der Doc­tor eine so geniale Figur, dass die Serie mit­tler­weile ein Teil der britis­chen Kul­turi­den­tität ist.
Wenn ein Time Lord tödlich ver­wun­det wird, dann “stirbt” er nicht wirk­lich, er regener­iert — erhält einen neuen Kör­per. Das ermöglicht die lange Laufzeit der Serie. Momen­tan tourt Doc­tor Num­mer 11 durch die Galaxy, an seiner Seite Amy, die den Doc­tor als Kind das erste Mal traf und sich nie wieder davon erholt hat.
Der aktuelle Showrun­nter Steven Mof­fat ist darüber hin­aus ein Genie. Er hat Num­mer 11, den fabel­haften Matt Smith gecastet und die bril­liantesten Geschichten seit des Reboots 2005 geschrieben. Zeitreisen­para­doxe gibt es hier für den Zuschauer genauso, wie die zit­ternde Angst vor stein­er­nen Fig­uren. Die 13 Fol­gen jedes Jahr, plus ein Wei­h­nachtsspe­cial sind das High­light meines Fernse­h­jahres. Weil nichts so per­plex, so drama­tisch, so flir­rend ist, wie der Doc­tor. And because Bow-Ties are cool.

23
Aug 2010
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