Aus den Tiefen des Feeds KW 41

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16
Oct 2011
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Aus den Tiefen des Feeds KW 40

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09
Oct 2011
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Serienblogprojekt: Suburgatory

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    Alles zum Serien­blog­pro­jekt: hier

    Eine Übersicht der bisher erschienen Kri­tiken gibt es hier.

    P.S.: Wer sich noch anschließen will ist gern willkom­men, gern auch als zweiter Kri­tiker einer Serie. Ein­fach in unsre kleine Tabelle hier ein­tra­gen.

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Copy­right @ Warner Bros.

Es gibt so Serien, da schal­tet man nur wegen Schaus­pieler XY ein. So ein Fall war Sub­ur­ga­tory für mich. Endlich wieder Alan Tudyk regelmäßig sehen! Tudyk war der Pilot der Fire­fly, der psy­cho­tis­che Alpha im Doll­house (bei­des natür­lich Joss Whedon-Serien) und nicht zuletzt der zuge­dröh­nte Mann auf dem Dach in Ster­ben für Anfänger.

Und auch wenn er hier nur eine Neben­rolle hatte, das musste ich sehen.

Nach zwei Fol­gen kann ich schon mal sagen: ich bleibe dabei. Nicht wegen Tudyk (der zu wenige Szenen hat), son­dern weil ich sehen will welchen Weg dieses abson­der­liche kleine Comedy-Geschöpf einschlägt.

Die Story ist eigentlich erst­mal unspek­takulär. Teenager Tessa (Jane Levy) lebt mit ihrem Vater in Man­hat­ten. Ihre Mut­ter hat schon vor vie­len Jahren die “Biege gemacht”. Bis Daddy George (Jeremy Sisto, bekannt aus Law&Order ) im Zim­mer von Tessa eine Pack­ung Kon­dome findet. Also wird das Töchterchen eingepackt und in eine Vorstadt (Sub­urbs) gezo­gen. Plöt­zlich aus der Großs­tadt in eine spießige Kle­in­stadt verpflanzt, gerät Tes­sas Welt aus den Fugen. Sie nennt ihre neue Heimat daher liebevoll Sub­ur­ga­tory, ein Wort­spiel aus Sub­urb und Pur­ga­tory (Fegefeuer).

Es fol­gen eigentlich zu typ­is­che Szenen aus einem Teenager­leben. Die blonde Voll­nuss Dahlia, deren Mut­ter ein Auge auf George gewor­fen hat, die Mall, die entset­zliche Nach­bars­fam­i­lie, der Schrecken der High­school. Während sich die Nach­barstochter als poten­tielle Ver­bün­dete ent­puppt, ergeben sich anson­sten alle dem Klis­chee. Inklu­sive Noah (Alan Tudyk!) dem gebräun­ten Großmaul-Kumpel von George, der ihm den Umzug emp­fohlen hatte.

Nach dem Piloten hab ich mich gefragt ob die drama­tisch überze­ich­neten Neben­fig­uren Absicht sind oder ein­fach nicht besser geschrieben wur­den. Mit­tler­weile habe ich die zweite Folge gese­hen und man merkt: das soll so sein. Es wird sogar alles noch drastis­cher. Ob die slow-motion Sequenz wenn George und Tessa ver­suchen der Essens-Einladung der Nach­barin zu ent­ge­hen, ein Bar­be­cue zum Poli­tikum wird oder die Pro­tag­o­nistin zum Opfer ihrer Hor­mone wird: hier geht es nicht um offen­sichtliche Gags son­dern die Absur­dität des Ganzen.

Es gibt außer­dem der Vater-Tochter Beziehung zusät­zliche Tiefe. Solche Momente gesteht die Serie auch ihren abge­fahren­sten Fig­uren zu. Zwar hadert man manch­mal mit damit, wie sim­pel manches gestrickt ist, aber da vor nichts und nie­man­dem halt gemacht wird, fühlt es sich nicht diskri­m­inierend an. Tessa ist zu überrascht von all den Verän­derun­gen für ein cooles New York-Gör. Ihr Vater ist zu läs­sig und gle­ichzeitig überfordert, genauso wie die Nach­barn ger­adezu gruselig per­fekt sind.

Sub­ur­ga­tory glänzt, wenn es sich in Rich­tung des abstrak­ten Humors und überraschen­den Wen­dun­gen (die cle­vere Tessa ver­fällt den Knutsch-Fähigkeiten eines Vol­lid­ioten. Sowas sieht man sel­ten.) bewegt und dafür den erwart­baren Herz­schmerz liegen lässt. Dann kön­nte sich hier ein kleines TV-Goldstück entwickeln.

Die Hys­terie der Serie erin­nert mich dabei ein biss­chen an frühere Sit­coms, die sich selbst nicht so ernst nah­men und daraus kün­st­lerische Frei­heit zogen. Seit Jahren ver­suchen die Net­works uns geplagte Großstädter und ihre Beziehungskisten als Comedy-Stoff zu verkaufen, während aus­gerech­net die the­men­be­zo­ge­nen Serien Erfolge feiern. Com­mu­nity, the Office oder Mod­ern Fam­ily: es darf eben doch ruhig mal extrav­a­gant und unre­al­is­tisch sein. Hof­fentlich haut Sub­ur­ga­tory auch weit­er­hin in diese Kerbe.

Der Trailer zu Suburgatory:

06
Oct 2011
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Serienblogprojekt: Revenge

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    Eine Übersicht der bisher erschienen Kri­tiken gibt es hier.

    P.S.: Wer sich noch anschließen will ist gern willkom­men, gern auch als zweiter Kri­tiker einer Serie. Ein­fach in unsre kleine Tabelle hier ein­tra­gen.

Diese Kri­tik wird zwei Teile haben, weil neben erneuter Gast­blog­gerin Bibabutze­man ich anschließend auch noch einen kleinen Kom­men­tar abgeben werde.

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In der Serie Revenge geht es um Emily Thorne (Emily Van­Camp). Sie ist eine junge Frau, die unerkannt in ihre alte Heimat zurück­kehrt, um ihr dort früher zer­störtes Fam­i­lienglück zu rächen. Denn nach­dem Vic­to­ria (Madeleine Stowe) die Kar­riere ihres Vaters mit Lügen zer­störte, lan­dete Emily Thorne in Pflege­fam­i­lien, ihr Vater im Gefäng­nis. Unter­stützt von einem mys­ter­iösen, reichen Gön­ner ist Emily Thorne nun die Ver­lobte des Sohnes der Frau, die einst ihre Fam­i­lie zer­störte. “
(via serien​junkie​.de)

Copy­right @ ABC

Als ich das erste Mal den Trailer von Revenge gese­hen habe, war ich rest­los begeis­tert. Ich muss sagen, für mich, ist die Serie die Hoff­nung dieses Herb­stes gewesen.Und sie hat mich nicht ent­täuscht.
Wie beim let­zten Mal ver­rate ich nicht viel von der Hand­lung, aber ich kann ver­sich­ern das Abc hier wieder was gutes gelun­gen ist. Emily Thorne wird von der wun­der­baren Emily Van­Camp gespielt, die ihre Rolle sehr gut absolviert. Die Zusam­men­fas­sung von Serien​junkie​.de erwähnt nicht, dass die Serie sich aber nicht nur auf Emily konzen­tri­ert. Direkt in der ersten Folge zeigen auch die Neben­darsteller schon, dass hier gute B-Plots statt finden wer­den, die einen nicht lang­weilen.
Obwohl es nicht dieselbe The­matik ist, hat mich Revenge stark an Pretty Lit­tle Liars erin­nert ( Für alle die es noch nie gese­hen haben – gucken,gucken,gucken!).
Jemand der was witziges und lock­eres sucht ist allerd­ings hier falsch, alleine die ersten 10 Minuten sind sehr span­nend und hin­ter­lassen viele Frageze­ichen im Kopf. Ich kon­nte es kaum erwarten Folge zwei zu sehen.
Piloten haben es ja so an sich, viel zu viel zu ver­raten. Hier allerd­ings wurde die richtige Bal­ance gefun­den und es hat auf jeden­fall Potenzial.

Ich kann Revenge also nur Empfehlen – ab auf die Couch mit Eis und Revenge einschalten!

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Jetzt muss ich auch noch ganz kurz was zu Revenge sagen. Denn hier hat ABC bestes Serien­fut­ter angerichtet. Was Ringer mit Sarah Michelle Gel­lar verzweifelt zu erzeu­gen ver­sucht, näm­lich eine gewisse Noir-Stimmung wird hier tat­säch­lich erzielt. Ich musste genau darum schon mehrmals an Veron­ica Mars denken — wobei Revenge diese Latte nicht reißen kann.

Aber mal ein paar Worte zur Hand­lung: Emily van Camp (die ich dank Broth­ers & Sis­ters eigentlich nicht lei­den kann) spielt Emily Thorne, die eigentlich Amanda heißt und deren ganzes Leben sich um eine Sache dreht: Rache nehmen. Sie will ihren Vater rächen, der als Sün­den­bock für eine kon­spir­a­tive Gruppe der High Soci­ety her­hal­ten musste. Dafür kommt sie nach langer Zeit zurück in die Hamp­tons, dem Ort ihrer Kind­heit, dem Ort wo die Schö­nen und Reichen ihren Som­mer ver­brin­gen. Genau unter diese will Emily sich mis­chen, um sie in aller Ruhe zu zerstören.

Es entspinnt sich die klas­sis­che Geschichte einer jun­gen Frau die Ehre und Gerechtigkeit für ihren (
toten) Vater wieder­her­stellen will. Dabei geht sie sys­tem­a­tisch vor und zer­stört Ruf und Ver­mö­gen all derer, die damals zusam­men die Lügen gespon­nen haben, um ihren Vater hin­ter Git­ter zu brin­gen. Dabei steht ihr dank einem Invest­ment ihres Vaters in ein damals junges Start-up ein nie enden­der Geld­strom zur Ver­fü­gung. Der Unternehmensgrün­der Nolan, ein Wun­derkind der Tech-Branche ist natür­lich auch vor Ort und er ist der einzige, der weiß wer Emily eigentlich ist. Er ist ein zu clev­erer Nerd mit viel Geld und kein­er­lei sozialen Fähigkeiten — also eine grandiose Nebenfigur.

Überhaupt wur­den alle umgeben­den Fig­uren mit viel Liebe, wenn auch einer guten Por­tion Klis­chee kom­poniert. Die “Köni­gin” der Soci­ety Vic­to­ria ist schön, böse und hat die Fäden in der Hand. Ihr Kro­n­prinz ist daher eines der Ziele von Emily. Natür­lich sehen alle unfass­bar gut aus, fast alle haben genug Geld (es gibt selb­stver­ständlich den guten net­ten Kerl ohne Geld, mit dem die kleine Amanda schon früher gespielt hat und der keine Ahnung hat, dass sie wieder da ist. Obviously.)

Folge für Folge wird so eine der Fig­uren zer­stört. Dabei nimmt Emily die Dinge dur­chaus selbst in die Hand, was aber der Zuschauert nicht sofort erfährt. Das kann man schlechtes Sto­ry­telling nen­nen, es fühlt sich aber nicht so an. Statt dessen spürt man eine gewisse Zufrieden­heit, wenn man sieht WIE Emily das Schick­sal manip­uliert. Es macht Spaß ihr dabei zuzusehen.

An Revenge ist nichts brand­neu und inno­v­a­tiv oder auch nur bril­lant, aber es füllt eine Lücke im momen­ta­nen Serien­port­fo­lio ganz grandios: die des leichten, überspitzten Dra­mas mit einem Hauch Krimi und überzo­gen mit Noir-Glasur. Wenn die Serie das Tempo hält und die Charak­ter rund um Emily noch paar Ebe­nen mehr bekommt wird Revenge die Überraschung des Serienherbstes.

Der Trailer zu Revenge:

03
Oct 2011
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