Serienblogprojekt: Suburgatory

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Copyright @ Warner Bros.
Es gibt so Serien, da schaltet man nur wegen Schauspieler XY ein. So ein Fall war Suburgatory für mich. Endlich wieder Alan Tudyk regelmäßig sehen! Tudyk war der Pilot der Firefly, der psychotische Alpha im Dollhouse (beides natürlich Joss Whedon-Serien) und nicht zuletzt der zugedröhnte Mann auf dem Dach in Sterben für Anfänger.
Und auch wenn er hier nur eine Nebenrolle hatte, das musste ich sehen.
Nach zwei Folgen kann ich schon mal sagen: ich bleibe dabei. Nicht wegen Tudyk (der zu wenige Szenen hat), sondern weil ich sehen will welchen Weg dieses absonderliche kleine Comedy-Geschöpf einschlägt.
Die Story ist eigentlich erstmal unspektakulär. Teenager Tessa (Jane Levy) lebt mit ihrem Vater in Manhatten. Ihre Mutter hat schon vor vielen Jahren die “Biege gemacht”. Bis Daddy George (Jeremy Sisto, bekannt aus Law&Order ) im Zimmer von Tessa eine Packung Kondome findet. Also wird das Töchterchen eingepackt und in eine Vorstadt (Suburbs) gezogen. Plötzlich aus der Großstadt in eine spießige Kleinstadt verpflanzt, gerät Tessas Welt aus den Fugen. Sie nennt ihre neue Heimat daher liebevoll Suburgatory, ein Wortspiel aus Suburb und Purgatory (Fegefeuer).
Es folgen eigentlich zu typische Szenen aus einem Teenagerleben. Die blonde Vollnuss Dahlia, deren Mutter ein Auge auf George geworfen hat, die Mall, die entsetzliche Nachbarsfamilie, der Schrecken der Highschool. Während sich die Nachbarstochter als potentielle Verbündete entpuppt, ergeben sich ansonsten alle dem Klischee. Inklusive Noah (Alan Tudyk!) dem gebräunten Großmaul-Kumpel von George, der ihm den Umzug empfohlen hatte.
Nach dem Piloten hab ich mich gefragt ob die dramatisch überzeichneten Nebenfiguren Absicht sind oder einfach nicht besser geschrieben wurden. Mittlerweile habe ich die zweite Folge gesehen und man merkt: das soll so sein. Es wird sogar alles noch drastischer. Ob die slow-motion Sequenz wenn George und Tessa versuchen der Essens-Einladung der Nachbarin zu entgehen, ein Barbecue zum Politikum wird oder die Protagonistin zum Opfer ihrer Hormone wird: hier geht es nicht um offensichtliche Gags sondern die Absurdität des Ganzen.
Es gibt außerdem der Vater-Tochter Beziehung zusätzliche Tiefe. Solche Momente gesteht die Serie auch ihren abgefahrensten Figuren zu. Zwar hadert man manchmal mit damit, wie simpel manches gestrickt ist, aber da vor nichts und niemandem halt gemacht wird, fühlt es sich nicht diskriminierend an. Tessa ist zu überrascht von all den Veränderungen für ein cooles New York-Gör. Ihr Vater ist zu lässig und gleichzeitig überfordert, genauso wie die Nachbarn geradezu gruselig perfekt sind.
Suburgatory glänzt, wenn es sich in Richtung des abstrakten Humors und überraschenden Wendungen (die clevere Tessa verfällt den Knutsch-Fähigkeiten eines Vollidioten. Sowas sieht man selten.) bewegt und dafür den erwartbaren Herzschmerz liegen lässt. Dann könnte sich hier ein kleines TV-Goldstück entwickeln.
Die Hysterie der Serie erinnert mich dabei ein bisschen an frühere Sitcoms, die sich selbst nicht so ernst nahmen und daraus künstlerische Freiheit zogen. Seit Jahren versuchen die Networks uns geplagte Großstädter und ihre Beziehungskisten als Comedy-Stoff zu verkaufen, während ausgerechnet die themenbezogenen Serien Erfolge feiern. Community, the Office oder Modern Family: es darf eben doch ruhig mal extravagant und unrealistisch sein. Hoffentlich haut Suburgatory auch weiterhin in diese Kerbe.
Der Trailer zu Suburgatory:
Serienblogprojekt: Revenge

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Diese Kritik wird zwei Teile haben, weil neben erneuter Gastbloggerin Bibabutzeman ich anschließend auch noch einen kleinen Kommentar abgeben werde.
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„ In der Serie Revenge geht es um Emily Thorne (Emily VanCamp). Sie ist eine junge Frau, die unerkannt in ihre alte Heimat zurückkehrt, um ihr dort früher zerstörtes Familienglück zu rächen. Denn nachdem Victoria (Madeleine Stowe) die Karriere ihres Vaters mit Lügen zerstörte, landete Emily Thorne in Pflegefamilien, ihr Vater im Gefängnis. Unterstützt von einem mysteriösen, reichen Gönner ist Emily Thorne nun die Verlobte des Sohnes der Frau, die einst ihre Familie zerstörte. “
(via serienjunkie.de)

Copyright @ ABC
Als ich das erste Mal den Trailer von Revenge gesehen habe, war ich restlos begeistert. Ich muss sagen, für mich, ist die Serie die Hoffnung dieses Herbstes gewesen.Und sie hat mich nicht enttäuscht.
Wie beim letzten Mal verrate ich nicht viel von der Handlung, aber ich kann versichern das Abc hier wieder was gutes gelungen ist. Emily Thorne wird von der wunderbaren Emily VanCamp gespielt, die ihre Rolle sehr gut absolviert. Die Zusammenfassung von Serienjunkie.de erwähnt nicht, dass die Serie sich aber nicht nur auf Emily konzentriert. Direkt in der ersten Folge zeigen auch die Nebendarsteller schon, dass hier gute B-Plots statt finden werden, die einen nicht langweilen.
Obwohl es nicht dieselbe Thematik ist, hat mich Revenge stark an Pretty Little Liars erinnert ( Für alle die es noch nie gesehen haben – gucken,gucken,gucken!).
Jemand der was witziges und lockeres sucht ist allerdings hier falsch, alleine die ersten 10 Minuten sind sehr spannend und hinterlassen viele Fragezeichen im Kopf. Ich konnte es kaum erwarten Folge zwei zu sehen.
Piloten haben es ja so an sich, viel zu viel zu verraten. Hier allerdings wurde die richtige Balance gefunden und es hat auf jedenfall Potenzial.
Ich kann Revenge also nur Empfehlen – ab auf die Couch mit Eis und Revenge einschalten!
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Jetzt muss ich auch noch ganz kurz was zu Revenge sagen. Denn hier hat ABC bestes Serienfutter angerichtet. Was Ringer mit Sarah Michelle Gellar verzweifelt zu erzeugen versucht, nämlich eine gewisse Noir-Stimmung wird hier tatsächlich erzielt. Ich musste genau darum schon mehrmals an Veronica Mars denken — wobei Revenge diese Latte nicht reißen kann.
Aber mal ein paar Worte zur Handlung: Emily van Camp (die ich dank Brothers & Sisters eigentlich nicht leiden kann) spielt Emily Thorne, die eigentlich Amanda heißt und deren ganzes Leben sich um eine Sache dreht: Rache nehmen. Sie will ihren Vater rächen, der als Sündenbock für eine konspirative Gruppe der High Society herhalten musste. Dafür kommt sie nach langer Zeit zurück in die Hamptons, dem Ort ihrer Kindheit, dem Ort wo die Schönen und Reichen ihren Sommer verbringen. Genau unter diese will Emily sich mischen, um sie in aller Ruhe zu zerstören.
Es entspinnt sich die klassische Geschichte einer jungen Frau die Ehre und Gerechtigkeit für ihren (
toten) Vater wiederherstellen will. Dabei geht sie systematisch vor und zerstört Ruf und Vermögen all derer, die damals zusammen die Lügen gesponnen haben, um ihren Vater hinter Gitter zu bringen. Dabei steht ihr dank einem Investment ihres Vaters in ein damals junges Start-up ein nie endender Geldstrom zur Verfügung. Der Unternehmensgründer Nolan, ein Wunderkind der Tech-Branche ist natürlich auch vor Ort und er ist der einzige, der weiß wer Emily eigentlich ist. Er ist ein zu cleverer Nerd mit viel Geld und keinerlei sozialen Fähigkeiten — also eine grandiose Nebenfigur.
Überhaupt wurden alle umgebenden Figuren mit viel Liebe, wenn auch einer guten Portion Klischee komponiert. Die “Königin” der Society Victoria ist schön, böse und hat die Fäden in der Hand. Ihr Kronprinz ist daher eines der Ziele von Emily. Natürlich sehen alle unfassbar gut aus, fast alle haben genug Geld (es gibt selbstverständlich den guten netten Kerl ohne Geld, mit dem die kleine Amanda schon früher gespielt hat und der keine Ahnung hat, dass sie wieder da ist. Obviously.)
Folge für Folge wird so eine der Figuren zerstört. Dabei nimmt Emily die Dinge durchaus selbst in die Hand, was aber der Zuschauert nicht sofort erfährt. Das kann man schlechtes Storytelling nennen, es fühlt sich aber nicht so an. Statt dessen spürt man eine gewisse Zufriedenheit, wenn man sieht WIE Emily das Schicksal manipuliert. Es macht Spaß ihr dabei zuzusehen.
An Revenge ist nichts brandneu und innovativ oder auch nur brillant, aber es füllt eine Lücke im momentanen Serienportfolio ganz grandios: die des leichten, überspitzten Dramas mit einem Hauch Krimi und überzogen mit Noir-Glasur. Wenn die Serie das Tempo hält und die Charakter rund um Emily noch paar Ebenen mehr bekommt wird Revenge die Überraschung des Serienherbstes.
Der Trailer zu Revenge:
