Lesesachen KW 49+50

Mein Gott dieses Jahre­sende. Ich meine, Zeit wird’s, dass 2011 Schluß macht (der oblig­a­torische Emo-Jahresendblogeintrag wird fol­gen, TRUST ME.) aber wie zügig das jetzt wieder geht.
Ich, gegen den Main­stream wie immer, LIEBE Wei­h­nachten. Eine runde Erwach­sener isst und trinkt viel, lacht noch mehr, beschenkt sich mit trot­teligen Kleinigkeiten die trotz­dem implizieren, dass man sich kennt und schätzt und irgend­wann nach Mit­ter­nacht bauen meine Schwester und ich eine Bet­ten­burg und lassen uns von tschechis­chen Märchen­fil­men in den Schlaf erzählen.

Ich meine, how can you not love that? Eben.

Zwis­chen den Jahren” werde ich kaum noch dazu kom­men Leses­toff zu sam­meln, daher lassen wir es mal als Jahresab­schlußle­seliste gel­ten, okay? Vielle­icht rede ich in den näch­sten 14 Tagen noch ein biss­chen Musik. Oh, gute Idee. 5 kleine Ein­träge zu Songs und/oder Alben, wie wär’s? Macht jemand mit?

Gut, dann machen wir mal weiter im Text.

Alle Welt liebt Ryan Gosling. Und dank dem Inter­net wis­sen wir jetzt auch, dass

  • Ryan Gosling Bib­lio­thekarin­nen mag.
  • Ich sehe überhaupt nicht mehr ein, immer alles weg­zu­lächeln und schlag­fertig zu antworten: „Ja, es schmeckt. Auch ein Schnittchen?“ Das ist zwar cool und empfehlens­wert, um dein Gegenüber gekonnt zu ent­waffnen, heißt aller­dings auch, dass die Cool­ness mitunter auch meine eigene Wut über­deckt. Ich will mich für normierende Sit­u­a­tio­nen nicht mehr verant­wort­lich fühlen.

  • Ja, es schmeckt — bei der Mädchenmannschaft.
  • Ich schaue beim Überholen von der lah­men Sau vor mir – ist doch bes­timmt ‘ne Frau! Wenn ich aus dem Büro­fen­ster jeman­den beim Ein­parken beobachte, der sich beson­ders kom­pliziert anstellt, erwarte ich, dass eine Frau aus dem dann park­enden Auto aussteigt. Und wenn ich ehrlich bin: es nervt mich. Und das jeden Tag immer wieder. Ich weiß, dass dieses Ver­hal­ten falsch ist. Um genau zu sein, ist es sex­is­tisch. Es entwürdigt andere Men­schen, die nicht meinem Geschlecht ange­hören. Es erk­lärt sie zu Objek­ten, raubt ihnen einen Teil ihres Menschseins.

  • Einer der grandioseren Texte zum Thema All­t­ags­sex­is­mus, beim Kegelklub.
  • Frauen kön­nen studieren, zwis­chen Vol­lzeit– und Teilzeitbeschäf­ti­gung wählen oder gar nicht arbeiten, Kinder kriegen oder nicht, sie selbst aufziehen oder außer Haus betreuen lassen. Sie kön­nen die Schei­dung ein­re­ichen und eine Frau heiraten. Frauen sind die Autorin­nen ihrer eige­nen Biogra­phie. Wozu also noch Fem­i­nis­mus? Oder, wie Roten es aus­drückt: „Warum sollte ich Unter­stützung brauchen, wenn ich meinen Weg doch gän­zlich unbe­hin­dert gehen kann! Für mich lief alles super! Dank Alice Schwarzer und ihren Frauen! Sie haben ihr Ziel erre­icht: für mich eine bessere Welt zu schaf­fen! Et voilà! Merci! Und jetzt abtreten, bitte.“

  • Warum genau dem nicht so ist, beschreibt Melanie Mühl ein­drucksvoll in der FAZ
  • Man merkt auch hier, 2011 war die Sache mit der Gle­ich­berech­ti­gung eines meiner großen The­men. Ich werde euch damit auch im kom­menden Jahr auf die Ner­ven fallen, aber jetzt wech­seln wir mal den Themenblock.

    Das Gericht entsch­ied also auf­grund des rechtswidri­gen Gutacht­ens des Schuldirek­tors Pase­mann der Gehör­losen­schule Augs­burg, dass das gehör­lose Kinder in Bay­ern am besten in Förder­schulen aufge­hoben seien, da die Kinder dort die Kom­mu­nika­tions­for­men wie Sprechen usw. ler­nen würden.

  • Ich kann meine Empörung über diesen Vor­gang, bei dem zwei gehör­lose Kinder Spiel­ball sel­ten blöder Richtlin­ien wer­den, kaum in Worte fassen. Gut, dass Jule das macht.
  • Accord­ing to Yahoo News, the secret giv­ing trend that’s qui­etly spread­ing orig­i­nated in Michi­gan, and the story usu­ally goes some­thing like this: an anony­mous per­son calls a KMart store’s lay­away depart­ment and asks to help pay down the bal­ance of a fam­ily who has put toys on lay­away. The Stealth Santa won’t pay the entire bal­ance; they’ll leave a few cents to sev­eral dol­lars remain­ing to keep the items on hold. Then, some­one from the lay­away depart­ment will call the fam­ily and tell them that their Christ­mas shop­ping is paid for, save a few odd dol­lars, and that they can pick it up when they’re ready.

  • Sie wollen in diesen Zeiten ihren Glauben an die Men­schheit wieder? Lesen sie das hier.
  • Ihr, die Ihr ja so viel von Schiffs– und Freibeuter­wort­spie­len hal­tet. Ihr seid ein kleiner Haufen, schlecht organ­isiert, teil­weise reich­lich inkom­pe­tent und schon frühzeitig durch nicht ide­ales Per­sonal geplag­prägt. Das finde ich noch rel­a­tiv in Ord­nung, es dauert etwas, bis man begrif­fen hat, was gut ist und was schw­er­stens schadet. Mit wem man spricht und wann man besser doch das blöde Maul hält. Kann ja alles mal passieren, nimmt keiner krumm, das alles kommt schon in die Bah­nen, dann passt es. Und vielle­icht wer­den dann auch mehr Leute dazus­tossen, die auch wis­sen, was sie tun.

  • Ich mag Don Alphonso wenn er Leute gekonnt abwatscht. Und die Kom­mentare sind großer Sport.
  • Nicole B. hat Jonathan gekannt. Sie hat gezögert, den Lügen und Zumu­tun­gen von “Bild” und “Mor­gen­post” öffentlich zu wider­sprechen, weil sie Angst hat, dass deren Leute sich daraus wieder Dinge her­aus­picken und nach Belieben ver­drehen wer­den. Sie will dem Ruf ihres ermorde­ten Fre­un­des nicht noch weiter durch Abfalljour­nal­is­mus schaden.

  • Und darum liest man die Bild nicht. Ver­linkt sie nicht. Und lässt sich, liebes ZDF, auch nicht vor ihren Charity-Karren spannen.
  • Wie sich’s für eine Serie gehört, fing ich vor ein paar Wochen mit der ersten Folge an und auch wenn ich dem Autor und Regis­seur Franz X. Bogner schon ab dem Pilot ein sagen­haftes Gespür für Tim­ing und wahrhafte Dialoge bescheinige, hielt ich die erste Folge für ein biss­chen zu aufge­dreht, zu plaka­tiv und auf zu läs­sig getrimmt, mit vie­len One-Linern, über die ich heute nicht mehr in dem Maße lachen kann wie in meiner Gym­nasialzeit. Doch schon ab Folge 2 begreift man Folge 1 lediglich als eine Präam­bel zur einer Geschichte übers Älter­w­er­den und dem Auf­flam­men eines inhärenten Abschiedss­chmerz, den Auf­takt vom Ende der Jugend auf dem Dorf, scheiße­gal ob in den 68ern oder jetzt.

  • Der Burn­stl schreibt über das Meis­ter­w­erk “Irgend­wie und Sowieso” und mir wird ganz warm ums Herz.
  • „Um Pfeif­fer Drüsen­fieber zwei Mal zu bekom­men, muss das Immun­sys­tem eigentlich ziem­lich zer­schossen sein“, höre ich ihn sagen. „Sind Sie oft krank?“
    Fünf Monate 2010, drei Mal Antibi­otika. Zwei Lun­gen– und drei Rach­enentzün­dun­gen in vier Jahren. Drei Wochen später bin ich zu Hause, wieder einiger­maßen fit und auf dem Weg zum Gesund­heit­samt. Die beste Fre­undin von allen begleitet mich.

  • Egal wie sicher wir uns alle fühlen, die Angst bleibt.
  • Und jetzt geben wir noch schnell ab zum Spocht.

    Now­itzki played with the com­mand of a star who con­trols the tempo with­out appear­ing to be hur­ried. He led the Mavs back from deficits of 15 points with five min­utes left in the West­ern Con­fer­ence finals at Okla­homa City, and then scored the Mavs’ last nine points to steal Game 2 of the NBA Finals at Miami. All the while, he never appeared to feel pres­sure, even though this may have been his last chance at a title.

  • Ian Thom­son erk­lärt, warum Dirk Now­itzki für ihn der Sportler des Jahres ist. I’m inclined to agree.
  • Bere­its vor Jahren, als in der Cham­pi­ons League Sai­son regelmäßig kurz vor Spielschluss der Ein­marsch der Ord­ner, die gar nicht so sehr an Glad­i­a­toren gemah­n­ten, in ihren orange­far­be­nen Leibchen anstand, hatte der Gesang »Schwule, schwule Hol­län­der« Einzug gehal­ten, vielle­icht auch noch früher, ich weiß es nicht genau. Und nun war es wieder soweit.
    Ich stand dabei, rang nach Sou­veränität, war halb­herzig bemüht, an mich zu hal­ten, doch irgend­wann kon­nte ich nicht mehr.

  • Es gibt so The­men, da braucht man keinen Auf­s­tand der Anständi­gen, son­dern einen anständi­gen Auf­s­tand. Homo­sex­u­al­ität im Fußball ist so ein Thema.
  • Und dann war da noch die Geschichte von Feli­cia Day, einem Wurm und einem schö­nen Beispiel dafür, wie Geschichten erzählen heute funk­tion­ieren kann.

    The saga of the worm Feli­cia Day saved and the Twit­ter fol­low­ers who made it epic.

    P.S.: Ich weiß es ist eine Casting-Show. Ich weiß Nena ist eine Ner­ven­säge und Xavier Naidoo nicht jed­er­manns Sache. Aber. ABER! Dass es solche Momente in einer deutschen Show noch mal geben würde, damit hät­ten sie doch auch nicht gerech­net, oder?

    18
    Dec 2011
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    Jahresendträume

    (Screen­shot aus einer Folge der unter­schätzten Whedon-Serie “Dollhouse”)

    Da sind Holz­planken unter meinen Füßen. Stehe ich auf einem Balkon? Und dieses selt­same, rot­braune Gewand, soll das eine Sari sein? Überhaupt ist hier alles ein wenig rot­braun, schat­tig. Um mich herum unbekan­nte, aber nicht unähn­liche Men­schen. Wir nesteln an Din­gen herum, seufzen, Selb­stver­sunken­heit.
    Alles ist ein wenig feucht, aber frisch. Vielle­icht waren wir Schwim­men? Da drüben ist schließlich Wasser.

    Ander­er­seits, dieses Drüben ist ganz anders. Irgend­wie unter und neben uns. Son­nig, strahlend. Men­schen grillen. Da sind furcht­bar viele Men­schen, einige kom­men mir bekannt vor. Die meis­ten sind sehr blond und tra­gen luftige Klam­ot­ten in blauen oder weißen Tönen. Wie aus dem Kat­a­log für die Som­mer­frische an der Ost­see, zu Zeiten von Thomas Mann.

    Hier bei uns riecht es nach Moos, es ist kühl aber angenehm. Drüben plärrt die Sonne durch die Gegen, das Wasser (ist das ein Fluß? ein See? Das Meer?!) glitzert aggres­siv. Plöt­zlich ist da Z. Er winkt und … angelt? What the fuck. Er trägt außer­dem ein Hemd. Der Mann trägt keine Hem­den, er ist der per­son­ifizierte stu­den­tis­che Schlab­ber­look, dafür mit Charme.

    Wir haben zwis­chen­zeitlich Tee, Drüben öffnet jemand Sekt. Ein biss­chen sehn­süchtig blicke ich hinüber. Will ich dazuge­hören? Bin ich schon soweit? Ich glaube, dass es noch nicht der richtige Zeit­punkt für Drüben ist.
    Da ist K. Aus­gerech­net. Was hat der überhaupt SCHON WIEDER in meinem Kopf ver­loren? Er lächelt. Dieses sel­tene Lächeln. Der wird langsam selbst für mein Unter­be­wusst­sein lästig.

    Huch ‚was macht S. denn da? Die hätte ich dann doch eher auf meiner Seite ver­mutet. Vielle­icht doch nicht so unsym­pa­thisch das da drüben. Ich sehe mich um. Jetzt grade ist es nett hier, im Schat­ten. Aber auf die Dauer doch zu lang­weilig. Auf ein­mal steht B. am Rande unserer Planken und deutet mir rüber zu kom­men. Hm.

    Vielle­icht schaue ich mir das nach­her mal an, da Drüben. Wenn ich hier fer­tig bin mit rumd­ingsen und so. Dann mis­che ich dieses Drüben mal ein biss­chen auf.

    15
    Dec 2011
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    Lesesachen KW 47 + 48

    Es wollte sich nicht alles so schnell finden lassen, am aller­wenig­sten die Zeit. Von wegen besinnlich.

    Bela Lugosi betritt den Raum, Max Schreck im Roll­stuhl hinterher.

    Lugosi: Was amüsiert die Her­ren?
    Lee: “Twi­light”.
    Schreck: Beileid?
    Lugosi: Nein, Max. (Sehr laut): “Twi­light”! Dieser neue Vam­pirk­itsch mit dem Jün­gelchen.
    Kin­ski: Kann der nicht auch am Tag raus?
    Old­man: Klar, im Dunkeln findet der den Weg nicht.
    Lee: Hat Angst, nach ‘ner Nachtschicht im Sarg zu liegen.
    Kin­ski: Und der glitzert so komisch in der Sonne.
    Old­man: Vam­pir, jetzt auch von Swarowski!

  • Manch­mal kön­nen die bei SPON auch ulkig.
  • ZEIT: Was muss ich tun, damit ich ziem­lich sicher beklaut werde?

    Arno: Legen Sie eine protzige Uhr an, und bum­meln Sie durchs Spanis­che Vier­tel in Neapel. Set­zen Sie sich in Barcelona in ein Straßen­café, legen Sie Ihr Smart­phone auf den Tisch, und ver­tiefen Sie sich in einen Stadt­plan. Dröh­nen Sie sich in einem Ams­ter­damer Cof­feeshop zu, und freuen Sie sich, dass Ihre neuen Kumpel dort Ihnen mit viel Kör­perkon­takt ein paar Fußball­tricks beib­rin­gen. Nehmen Sie den Zug vom Pariser Flughafen ins Zen­trum, ver­stauen Sie Ihre Tasche im Gepäck­fach neben der Tür, und lassen Sie sie aus den Augen. Und falls es immer noch nicht geklappt hat, fahren Sie weiter von Paris nach Nizza oder Mar­seille, im Nachtzug. Und helfen Sie dem Typ neben Ihnen mit einem Taschen­tuch aus, wenn der Ärmste sich mit Kaf­fee bek­leck­ert, während der Zug in einen Bahn­hof einrollt.

  • Der Mann ist eine Art Ganoven-Tester. Ein faszinieren­des Interview.
  • beim schachtel­wirten isst man bekan­ntlich ver­lässlich fad, und zwar was geschmack und tex­tur bet­rifft. das wis­sen alle, die schon ein­mal dort gegessen haben, also alle. (das gilt übrigens auch für die anderen ket­ten­burg­er­bratereien.) beim schachtel­wirten bekommt man ebenso wenig wie bei jeder art dieser gigan­tis­chen wel­tumspan­nen­den sys­tem­gas­tronomie bio­pro­dukte von kleinen regionalen betrieben. das geht näm­lich nicht, auch wenn mcd in seiner aktuellen werbeschiene in öster­re­ich anderes suggeriert.

  • Der sprach­lich schön­ste Kom­men­tar zu diesem ganzen Schuh­beck und Co bei McDon­alds — Gedöns.
  • Im sozialen Net­zw­erk Face­book brüsten sich junge Men­schen damit, sie schon zu Schulzeiten gemobbt zu haben. Ob in Wer-kenntwen, in Blogs, auf den Inter­net­seiten der Boulevard-Presse: Sarah kennt die gemeinen, erniedri­gen­den Sprüche und Schlagzeilen alle, sie weiß um die Häme und den Spott: „Das tut weh. Ich bin nicht so, wie die draußen denken. Manch­mal ein biss­chen ver­peilt, manch­mal habe ich ver­rückte Ideen: aber doch nicht so …“ Das möchte sie jetzt mith­ilfe unserer Zeitung klarstellen, obwohl ihr bewusst ist, dass genau das der 18-seitige Ver­trag mit der Pro­duk­tions­firma strikt verbietet.

  • Wo wir schon bei “Unter­hal­tung” sind, wer Schwer Ver­liebt und Co schaut zer­stört Leben.
  • Auf dem Bett dann weiter Gejaule, Geknurre, Gefauche. Er ist gen­ervt, verängstigt und er hat Schmerzen. Will wieder ständig auf­sprin­gen und wegren­nen, kann sich aber kaum umdrehen mit dem Ver­band. Panisch rufe ich den Mann an, er soll bitte sofort heimkom­men, weil ich nicht mehr weiß, was ich tun soll. An die Tax­i­fahrerin muss ich denken und daran, wieviel man so einem kleinen Tier überhaupt zumuten darf, wo da die Gren­zen sind. Und dass von den zwölf Wochen ger­ade erst­mal elf Tage herum sind. Der Mann kommt, wir geben Theo Schmerzmit­tel und Leck­erli, wieder schlingt er alles runter, um dann danach weiter zu kla­gen. Er springt wieder auf, dies­mal lassen wir ihn, dann springt er vom Bett und mir bleibt schier das Herz ste­hen. Unters Bett kriecht er. Und still ist er auf ein­mal. Wir liegen oben und lauschen, was er macht, ein paar Mal dreht er sich um, um die richtige Liege­po­si­tion zu finden, aber das Kla­gen hat aufge­hört. Ich fange an zu heulen, meine Ner­ven sind am Ende und es tut furcht­bar weh, ihn so lei­den zu sehen.

  • Wer jemals mit einem Haustier gelit­ten hat, weiß wovon Frau Elise spricht.
  • Lieber Philipp Lahm,

    bitte tre­ten Sie als Kapi­tän der Natio­nal­mann­schaft zurück.

    Sie wer­den Ihrer Ver­ant­wor­tung als Leit­fi­gur des deut­schen Aus­wahl­teams und Vor­bild jun­ger Men­schen nicht gerecht, Beleg seien Ihre Aus­füh­run­gen zum Thema Homo­se­xua­li­tät: Was soll ein schwu­ler Fuß­bal­ler den­ken, dem der Kapi­tän der deut­schen Natio­nal­mann­schaft nahe­legt, sein Ver­steck­spiel lie­ber bei­zu­be­hal­ten, weil alles andere zu Schwie­rig­kei­ten füh­ren würde?

  • Es ist so schön wenn andere die eigene Wut so klar artikulieren können.
  • Wenn man Sie so ruhig dasitzen sieht, wirken Sie eher wie die Inkar­na­tion des Müßig­gangs.
    Ich sinnlose vor mich hin, und das mit Begeis­terung. Wenn nichts passiert, passiert ja nur schein­bar nichts, weil irgend­was passiert ja immer, und wenn eine Ameise übern Sand­bo­den läuft oder Staub­par­tikel durchs Fen­ster sicht­bar wer­den, weil die Sonne rein­scheint. Die Frage ist, ob es einem gelingt, sich diesem Ange­bot zu öffnen.

  • Es ist ein Inter­view mit Ger­hard Polt. Natür­lich wollen sie das lesen. Gern auch ein zweites Mal. Selbstverständlich.
  • Thomas Gottschalk ist ein Mod­er­a­tor, der am besten ist, wenn unvorherge­se­hene Dinge passieren — und die Ver­ant­wortlichen lassen seine let­zte Sendung zu Ende gehen, ohne dass irgen­det­was für ihn Unvorherge­se­henes passiert? Ein Gast, mit dem er nicht gerech­net hat, eine Aktion, auf die er nicht vor­bere­itet war, irgen­det­was anderes als alte Sendungs-Ausschnitte, irgen­det­was? Irgendetwas?

  • Damit hat er natür­lich vol­lkom­men recht, der Herr Nigge­meier. Und ich frage mich seit Jahren, ob man in den Redak­tio­nen deutscher Shows nicht mal Tab­ula Rasa machen sollte, so wenig wie man sich dort traut.
  • Mit dem Rauchen hat er schon vor 20 Jahren aufge­hört. Wenn ich ihm Whiskey kaufe, trinkt ihm den meine Mut­ter weg. Was Schoko­lade angeht, isst er am lieb­sten Rit­ter Sport Voll-Nuss, die zu schenken jetzt nicht so wirk­lich den Charak­ter eines liebevoll aus­ge­suchten Wei­h­nacht­spräsents hätte.

    Es ist fürchterlich.

  • Wie außeror­dentlich beruhi­gend, es ist nicht nur mein Vater son­dern min­destens auch der von Frau Mod­este. Und Hawai-Hemden hat meiner nun auch schon zwei. Schlimm.
  • Auf den Bildern waren ja Zahlen! Nicht von links nach rechts, von oben nach unten, son­dern total durcheinan­der! Und gedruckt waren sie auf Kästchen, die aus­sa­hen, als kön­nte man sie auf­brechen. Warum aber sollte man ein so schönes Bild kaputtmachen? Und was rap­pelte denn da so? Ich wandte mich in der Ver­wirrung an meinen Onkel, der mir erk­lärte, dass die Deutschen ihre Schoko­lade manch­mal umständlich ver­pack­ten, nur damit es schöner aussähe. Ich solle ein­fach mal ein Türchen öffnen und mir ein Stück herausnehmen.

  • Die Begeg­nung von Sil­tent­tiffy mit ihrem ersten Adventskalen­der: it doesn’t get more Christ­mas than this.
  • Zum Abschluss noch ein Tipp an Kosmetik-Firmen: Anstatt so glitzernde Spots zu pro­duzieren, werbt mit Videos wie dem das folgt. Es wird funk­tion­ieren, trust me.

    03
    Dec 2011
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    Twittersternchen November 2011

    Ach Novem­ber, du schlim­mer Fin­ger. Das Schlüs­sel­bein der Nation, die Lie­der­ma­cher der Herzen, Hal­loween und Aller­heili­gen und überhaupt. Das geht doch so nicht. Ander­er­seits: Deutsch­land schlägt Hol­land, die #Twit­ter­ena erobert München und wir sin­gen alle schon Weihnachtslieder!


    Ab wieviel Fol­low­ern muss ich mir eigentlich eine Katze zule­gen?
    @hirngabel
    hirnga­bel


    Irgend­wann sehe ich nach, was dieses Gomez ist, das die Gröner neuerd­ings dauernd trinkt.
    @Buddenbohm
    Max. Bud­den­bohm


    Nur echt Nerds ver­passen ihren Zug weil sie erst noch bei Foursquare einchecken müssen (8 Punkte! das war es wert!)
    @Nitek
    Nitek


    Zün­den die Her­steller von Mikro­fasertüch­ern eigentlich Opfer­k­erzen für den Erfinder des Touch­screens an?
    @udovetter
    Udo Vet­ter


    Mir ist ger­ade aufge­fallen, dass ich im Priv­i­legien­diskurs _noch_ eine oppres­sive Rolle habe, die mir bisher nicht auffiel: Schwabe.
    @_stk
    stk


    Kon­nte mich ger­ade noch beherrschen, an Bas­t­ian Schwe­in­steigers FB-Pinnwand „Gute Besserung“ zu schreiben. (Oder „Komm zurück, Hase!“)
    @ankegroener
    ankegroener


    “End­sta­tion Tymoschuk” klingt wie ein alter Film von Rainer Werner Fass­binder.
    @fehlpass
    Yal­cin Imre


    Wenn ich kein küh­les Helles bekomme, reicht mir eigentlich auch Mehmet Scholl nach einem Län­der­spiel.
    @GNetzer
    Max-Jacob Ost


    Wenn Podol­ski winkt und kein Ball kommt sieht es aus wie ein Reh, kurz bevor die Augen brechen.
    @nedfuller
    ned­fuller


    “Nein, wir kön­nen jetzt keinen Unfall bauen. ‘Mit David Guetta in den Tod gefahren’ ist keine würdige Gra­bin­schrift!“
    @favonis
    Clara


    Manuel Neuer im Tor der Bay­ern ist meine Ver­sion der Sexy Sport Clips.
    @inschka
    insa. oh insa.


    Bay­ern with­out Schwe­in­steiger are like Van Halen with­out David Lee Roth
    @Marcotti
    Gabriele Mar­cotti


    Ich wün­sche mir pen­sion­ierte Deutschlehrer als Mod­er­a­toren fürs SPON-Forum: »Bitte bele­gen Sie Ihre Aus­sage anhand des vor­liegen­den Textes«
    @serotonic
    sero­tonic


    Lars Christ­mas, Ange­lika Hart, Patrick Ferry, Max Day, Lou Bega, Al Way.
    @eigenart
    eige­nart

    Bonus-Tweet des Monats

    Soll­ten sie mal in die Ver­legen­heit ger­aten das Lebens­ge­fühl München plöt­zlich kurz und klar zu erläutern, Frau Gröner hat das schon erledigt.


    Wie soll man denn eine Oper buchen, wenn man noch nicht weiß, wann Cham­pi­ons League ist? Ich kann so nicht arbeiten.
    @ankegroener
    ankegroener

    01
    Dec 2011
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