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… vom Donnerhall fast taub

January 8, 2013 Allgemein , ,

neverwhere footprints

Es ist schon ein paar Tage her. Ich wachte auf und für einen kurzen, wirren Moment war ich überzeugt davon, dass das Gespräch tat­säch­lich stattge­fun­den hatte. Dass wir im Cafe saßen, vielle­icht nach einem Film. Mein Unter­be­wußt­sein ist ein Schweine­hund.
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Der A. saß da. So kauzig wie eh und je. Er rührte in seinem Tee und krächzte ein biss­chen.
“Weißt du, Bella, seit du wieder wun­der­lich wirst, bist du glück­licher als sonst. Du hast dich zurück ver­puppt und bist jetzt eine Raupe, ganz zufrieden mit allem.“
Und ich weiß gar nicht was ich erwidern soll und höre ein­fach zu, was auch sonst.
“Das Allein­sein und das Schreiben und der Rück­zug von der Welt — früher hätte keiner ver­sucht das weg zu ther­a­pieren. Aber es wußte ja nie­mand, dass die Welt dich so schw­er­mütig macht. Du doch auch nicht. Alle dachten, dass dich das Allein­sein erst so trau­rig macht. Andere sind trau­rig, wenn sie allein sind. Du … nicht.”

Er sagt noch mehr, aber ich erin­nere mich kaum daran. Ich habe den Geruch der schw­eren weißen, heißen Schoko­lade in der Nase. Ich kann die Sahne fast auf der Zun­gen­spitze schmecken. Es geht ver­mut­lich wieder darum, ob das heute überhaupt noch möglich ist — sich selbst genug sein. Nicht immer, natür­lich. Er hat bes­timmt mit Nach­druck darauf gepocht, dass man selbst nur besser wird, wenn man sich auch den anderen stellt. Weil wir nur so Spuren hin­ter­lassen. Wom­öglich wurde es an einem Punkt eine Diskus­sion darüber, wie viele Verbindun­gen wir brauchen. Ich hätte Witze über lange Leinen gemacht. Ver­mut­lich. Aber vielle­icht war da auch gar nicht mehr. Wie das so ist. Zu klar ist mir doch die ganze Zeit, dass ich jemand anderen meine Worte aussprechen lassen. Nächtliches Puppentheater.

Nur am Ende, kurz bevor ich aufgewacht bin, hab ich geantwortet.

“Das ist alles nur, weil mein Kopf so bevölk­ert ist. Deswe­gen ist es immer laut.”