Serienblogprojekt: Revenge

-
Alles zum Serienblogprojekt: hier
Eine Übersicht der bisher erschienen Kritiken gibt es hier.
P.S.: Wer sich noch anschließen will ist gern willkommen, gern auch als zweiter Kritiker einer Serie. Einfach in unsre kleine Tabelle hier eintragen.
Diese Kritik wird zwei Teile haben, weil neben erneuter Gastbloggerin Bibabutzeman ich anschließend auch noch einen kleinen Kommentar abgeben werde.
.….….….….….….….….….….….….……
„ In der Serie Revenge geht es um Emily Thorne (Emily VanCamp). Sie ist eine junge Frau, die unerkannt in ihre alte Heimat zurückkehrt, um ihr dort früher zerstörtes Familienglück zu rächen. Denn nachdem Victoria (Madeleine Stowe) die Karriere ihres Vaters mit Lügen zerstörte, landete Emily Thorne in Pflegefamilien, ihr Vater im Gefängnis. Unterstützt von einem mysteriösen, reichen Gönner ist Emily Thorne nun die Verlobte des Sohnes der Frau, die einst ihre Familie zerstörte. “
(via serienjunkie.de)

Copyright @ ABC
Als ich das erste Mal den Trailer von Revenge gesehen habe, war ich restlos begeistert. Ich muss sagen, für mich, ist die Serie die Hoffnung dieses Herbstes gewesen.Und sie hat mich nicht enttäuscht.
Wie beim letzten Mal verrate ich nicht viel von der Handlung, aber ich kann versichern das Abc hier wieder was gutes gelungen ist. Emily Thorne wird von der wunderbaren Emily VanCamp gespielt, die ihre Rolle sehr gut absolviert. Die Zusammenfassung von Serienjunkie.de erwähnt nicht, dass die Serie sich aber nicht nur auf Emily konzentriert. Direkt in der ersten Folge zeigen auch die Nebendarsteller schon, dass hier gute B-Plots statt finden werden, die einen nicht langweilen.
Obwohl es nicht dieselbe Thematik ist, hat mich Revenge stark an Pretty Little Liars erinnert ( Für alle die es noch nie gesehen haben – gucken,gucken,gucken!).
Jemand der was witziges und lockeres sucht ist allerdings hier falsch, alleine die ersten 10 Minuten sind sehr spannend und hinterlassen viele Fragezeichen im Kopf. Ich konnte es kaum erwarten Folge zwei zu sehen.
Piloten haben es ja so an sich, viel zu viel zu verraten. Hier allerdings wurde die richtige Balance gefunden und es hat auf jedenfall Potenzial.
Ich kann Revenge also nur Empfehlen – ab auf die Couch mit Eis und Revenge einschalten!
##########################################################################
Jetzt muss ich auch noch ganz kurz was zu Revenge sagen. Denn hier hat ABC bestes Serienfutter angerichtet. Was Ringer mit Sarah Michelle Gellar verzweifelt zu erzeugen versucht, nämlich eine gewisse Noir-Stimmung wird hier tatsächlich erzielt. Ich musste genau darum schon mehrmals an Veronica Mars denken — wobei Revenge diese Latte nicht reißen kann.
Aber mal ein paar Worte zur Handlung: Emily van Camp (die ich dank Brothers & Sisters eigentlich nicht leiden kann) spielt Emily Thorne, die eigentlich Amanda heißt und deren ganzes Leben sich um eine Sache dreht: Rache nehmen. Sie will ihren Vater rächen, der als Sündenbock für eine konspirative Gruppe der High Society herhalten musste. Dafür kommt sie nach langer Zeit zurück in die Hamptons, dem Ort ihrer Kindheit, dem Ort wo die Schönen und Reichen ihren Sommer verbringen. Genau unter diese will Emily sich mischen, um sie in aller Ruhe zu zerstören.
Es entspinnt sich die klassische Geschichte einer jungen Frau die Ehre und Gerechtigkeit für ihren (
toten) Vater wiederherstellen will. Dabei geht sie systematisch vor und zerstört Ruf und Vermögen all derer, die damals zusammen die Lügen gesponnen haben, um ihren Vater hinter Gitter zu bringen. Dabei steht ihr dank einem Investment ihres Vaters in ein damals junges Start-up ein nie endender Geldstrom zur Verfügung. Der Unternehmensgründer Nolan, ein Wunderkind der Tech-Branche ist natürlich auch vor Ort und er ist der einzige, der weiß wer Emily eigentlich ist. Er ist ein zu cleverer Nerd mit viel Geld und keinerlei sozialen Fähigkeiten — also eine grandiose Nebenfigur.
Überhaupt wurden alle umgebenden Figuren mit viel Liebe, wenn auch einer guten Portion Klischee komponiert. Die “Königin” der Society Victoria ist schön, böse und hat die Fäden in der Hand. Ihr Kronprinz ist daher eines der Ziele von Emily. Natürlich sehen alle unfassbar gut aus, fast alle haben genug Geld (es gibt selbstverständlich den guten netten Kerl ohne Geld, mit dem die kleine Amanda schon früher gespielt hat und der keine Ahnung hat, dass sie wieder da ist. Obviously.)
Folge für Folge wird so eine der Figuren zerstört. Dabei nimmt Emily die Dinge durchaus selbst in die Hand, was aber der Zuschauert nicht sofort erfährt. Das kann man schlechtes Storytelling nennen, es fühlt sich aber nicht so an. Statt dessen spürt man eine gewisse Zufriedenheit, wenn man sieht WIE Emily das Schicksal manipuliert. Es macht Spaß ihr dabei zuzusehen.
An Revenge ist nichts brandneu und innovativ oder auch nur brillant, aber es füllt eine Lücke im momentanen Serienportfolio ganz grandios: die des leichten, überspitzten Dramas mit einem Hauch Krimi und überzogen mit Noir-Glasur. Wenn die Serie das Tempo hält und die Charakter rund um Emily noch paar Ebenen mehr bekommt wird Revenge die Überraschung des Serienherbstes.
Der Trailer zu Revenge: