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… vom Donnerhall fast taub

March 30, 2011 Allgemein , ,

Als ich im Oberland war

Ja Fre­unde der gepflegten Trinkerei, das ist eine Son­der­abfül­lung des besten Bieres der Welt. 3 Liter Tegernseer.


Soll­ten sie sich dere­inst, geneigter Leser, in den bay­erischen untiefen des Ober­lan­des wieder finden und dabei aber spon­ta­nen Appetit auf ital­ienis­che Spezial­itäten entwick­eln, dann gibt es dem­nächst einen Ort an dem sie fündig werden.

Noch wird fleißig ren­oviert in Schaft­lach, gle­ich gegenüber der BOB-Station. Aber lassen sie sich ver­sich­ern, es wird sich ren­tieren. Auch wenn nicht alles gle­ich zusam­men­passt.
Aber das ger­ade macht den Charme aus, beflügelt die Phan­tasie, wenn man als Ren­ovierung­shilfe dort auf­schlägt. So wie ich am ver­gan­genen Woch­enende. Zu ihrer Linken z.B. sehen sie den Tre­sor den die damals ansäs­sige Sparkasse schlichtweg nicht mit raus schlep­pen wollte. Weil, zu schwer.
Auch der wurde abges­taubt, bis er glänzte.

Überhaupt, so eine Restau­rantren­ovierung ist eine inter­es­sante Sache. Nicht zuletzt, wenn der Vorbe­sitzer so eine Art dig­i­talen Ehrgeiz entwick­elte und mal eben 12 Tele­fon­leitun­gen legen lies. Da hatte der beauf­tragte Tech­niker die helle Freude. Und ich sah, wozu 6 Semes­ter Infor­ma­tion­s­man­age­ment gut waren: zum dumm daherredn, wia ma bei uns sogd.

Wenn sie also dere­inst im Romulu sitzen und nach dem per­len­den Weißwein zu ihrem delikaten Tin­ten­fis­chcarpac­chio greifen, dann schauen sie einen Moment durch den Raum und lassen das Ambi­ente auf sich wirken. Wenn ihnen dabei auf­fällt, wie weich sich das Holz der Tis­che anfühlt und wie schön ihre Maserung rauskommt, dann ist es bes­timmt einer von denen die ich mit eige­nen Hän­den dop­pelt geölt habe.

Das ist eine Wein­presse. Sieht komisch aus, ist aber so.

Ich gebe zu, so sehr ich den zukün­fti­gen Restau­rantbe­sitzer (keine Sorge, der Mann macht das schon länger beru­flich, nur vorher woan­ders.) schätze, es bleibt abzuwarten ob die Mit­glieder meines Volksstammes in hin­teren Winkel des Lan­des genug Gefühl in den Geschmack­n­er­ven haben, um zu erken­nen, welches Juwel sich in ihrer Mitte niederge­lassen hat. Schließlich ver­steht Mas­simo nicht nur was vom Essen, son­dern auch von Wein, Musik und Kunst.

Wenn also alle Stoßge­bete erhört wer­den und der Gas­men­sch sich endlich blicken lässt, dann werde ich an dieser Stelle in abse­hbarer Zeit von der Eröff­nung berichten und ein paar ern­sthafte Empfehlun­gen aussprechen. Alles natür­lich nur für sie, liebe Leser.

Ja gut, ein paar let­zte Dekofra­gen müssen wir vielle­icht noch abklären…

Dis­claimer: Ja, das hier ist sowas wie Wer­bung. Aber ern­sthaft, ich lobe kein Restau­rant wo es mir nicht schmeckt. Außer­dem hat der wun­der­bare Mas­simo einige der Bilder gemalt, die mich umgeben. Und er ist, gewis­ser­maßen, ein Fre­und der Fam­i­lie. Mir doch egal.