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hallo Selbst. Na, merkst du was? Sie wer­den wieder mehr, diese Tage. So wie heute. Wo du dich ger­ade noch zu einem solchen Briefchen überre­den lässt.
Weil du grade wieder vor­lauter Angst und Grauen und Leben­sun­willen nicht weißt wie es weit­erge­hen soll. Mieses Feel­ing, so vom Gefühl her, hm?

Kön­nen wir uns für 2010 darauf eini­gen, dass wir es jetzt ein­se­hen? Dass dieses Getue um Melan­cholie und Dra­matik und deine mis­an­thropis­che Ader ein biss­chen mehr sind, als eine schrul­lige Eige­nart oder eine Art spezieller Lebensstil.
Es ist eine Krankheit. Eine, die du dir schon vor ein paar Jahren einge­fan­gen hast. Da warst du grade anfäl­lig, ver­ständlicher­weise. Aber du dacht­est ja, du hättest es im Griff. Geht schon, irgend­wie. Schön blöd von dir. Das hättest du auch eher merken kön­nen. Aber, du musstest ja irgend­was logis­ches vorschieben. Zu viel Streß (hey, du magst dein Studium!), zu wenig Kohle (ah ja, und warum hast du deinen Frust nicht schon lang bei der Bafög-Lady abge­lassen, so wie sonst, hm?), zu viel Neues. (hä? Du meinst die Par­ties und Fre­unde und Ein­ladun­gen? Gemocht wer­den überfordert dich… Okay. Punkt für dich. )

Und das wo wir grade ler­nen uns miteinan­der anzufre­un­den. Und hin und wieder ein biss­chen Zukun­ft­shoff­nung entwick­eln. Jetzt ruinier das doch nicht. Ja gut, dann lassen wir uns eben wieder helfen. Kann doch so schlimm nicht wer­den. War doch let­ztes Mal auch ganz Amüsant. Ja, okay, nicht nur. Aber.

Schau dich mal um. Diese anderen Men­schen. Die du oft so … befremdlich find­est. Die sind nicht schlecht, gell? Nimm das doch mal als Moti­va­tion. Überhaupt: Moti­va­tion. Setz es als erstes auf eine deiner heili­gen To-do-Listen. To do: Mir helfen lassen.

Ist doch mal ein Anfang. Du hast doch schon vor einer Weile raus­ge­fun­den wie es nicht enden soll. Außer­dem willst du ja wis­sen was mit Echo passiert. Und den­Win­ches­ter Jungs Und dem neuen Doc­tor. (Tjaha, dacht­est du ich schrecke davor zurück deine Nerd-Obsessionen mit der fik­tionalen Welt für meine Argu­men­ta­tion zu nutzen, oder wie?)

Also. Dur­chat­men. Wir kriegen das hin. Klopf dir zwis­chen­durch auch mal auf die Schul­ter für die Dinge die du schaffst anstatt dich immer so runter zu machen weil irgend­was nicht klappt. Wir sind alle irgend­wie Loser. Aber manche von uns sind fröh­lich dabei, pro­bier das mal.

P.S.: Ist zwar ein wilder Vorschlag, aber, wie wärs mal mit weniger Denken? Nur so, als.. Versuch.

13
Jan 2010
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