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… vom Donnerhall fast taub

August 22, 2010 Allgemein , , , , ,

#30d30s_03…, die besten der neuen Saison

Präam­bel: Hin­ter #30d30s ver­birgt sich das hier. Ich konzen­triere mich eher auf aktuelle, und haupt­säch­lich amerikanis­che Serien. Aber gucke auch andere. Warum alles noch viel schlim­mer ist, bitte hier bei den Film­fre­un­den über aktuelle Entwick­lun­gen lesen. Dem ist nicht mehr viel hinzu zu fügen.

Hon­or­able Men­tion: Caprica

Wir müssen an dieser Stelle den Begriff “Sea­son” ein biss­chen strecken, den Caprica begann schon vor einiger Zeit. Es liefen die ersten 9 Fol­gen und plöt­zlich … war da Stille. Ab Herbst läuft der Rest von Staffel 1 — ob es darüber hin­aus noch eine Staffel geben wird ist ungewiss.
Ergo: Es geht mal wieder ums Sci-Fi Genre, das von TV-Sendern gern noch stiefmüt­ter­lich behan­delt wird. Und das, obwohl Caprica nicht irgen­deine Serie ist, son­dern die Pre­quel zu Bat­tlestar Galat­ica (BSG).
Halt — stop — nicht aufhören zu lesen, weil man noch keine Folge BSG gese­hen hat — habe ich auch nicht! Ich bin halt nie wirk­lich dazu gekom­men und irgend­wann noch einzusteigen schien .. selt­sam. Caprica funk­tion­iert auch wun­der­bar für sich, eben weil es die Geschichte vor BSG erzählt.
Am Ende ist es, wie immer, eine Fam­i­liengeschichte.
Auf dem Plan­eten Caprica hat Daniel Gray­stone durch seine Erfind­un­gen im Bere­ich der Tech­nolo­gie ein Ver­mö­gen geschaf­fen. Er hat sich auf kün­stliche Real­ität und intel­li­gente Com­puter spezial­isiert. Als seine hochbe­gabte Tochter Zoe bei einem Ter­ro­ran­schlag ums Leben kommt, bricht für ihn eine Welt zusam­men.
Langsam real­isiert er, dass Zoe nicht nur selbst mit den ange­blichen Ter­ror­is­ten — Anhängern eines monothe­is­tis­chen Glaubens — involviert war, son­dern auch, dass Zoe es geschafft hatte, eine dig­i­tale Kopie von sich zu erstellen.
Die kün­stliche Real­ität wird zur zweiten Ebene der Serie in der sich eigene Geschichten abspie­len und gle­ichzeitig zur großen Meta­pher für die Dinge an die wir Men­schen ver­lieren. Es geht um Fam­i­lie und Beziehun­gen, um Herkunft und Glauben und vor allen Din­gen darum wie weit wir gehen wür­den um die, die wir ver­loren haben zurück zu holen.
Dafür braucht die Serie ein biss­chen Aufwär­mzeit, aber schon nach weni­gen Fol­gen ver­wan­deln sich die vie­len kleinen Dra­men in eine Geschichte, die ziel­sicher auf den Abgrund durch tech­nis­che Rev­o­lu­tio­nen zusteuert.

Runner-up: Treme

Es gibt Serien­pro­jekte, die brauchen keine Piloten, noch nicht mal ein Skript, um die Men­schheit in Aufruhr zu ver­set­zen. Sie funk­tion­ieren über ein paar Namen und Stich­worte. In diesem Fall: David Shore, der Mae­stro von the Wire als Autor, eine Beset­zung bei der man mit der Zunge schnalzt, HBO als aus­führen­des Net­work, das eine lange Geschichte in Sachen erfol­gre­iche Highclass-Serien hat und einen Schau­platz der ohne­hin all die Sky­lines und High­ways der anderen Serien in den Schat­ten stellt.
New Orleans.
Das Jahr nach Kath­rina. Die Men­schen. Das Chaos. Die Musik.
Oh ja, die Musik. Herr im Him­mel, die Musik. Ohne sie wäre New Orleans nie wieder aufge­s­tanden. Und so ist Treme keine Geschichte über eine Katas­tro­phe, oder eines Charak­ters, Treme ist ein Por­trait. Das Por­trait einer Stadt und seiner Wieder­aufer­ste­hung. Begleitet von Musik und vor­angetrieben durch ihre Bewohner, die ihr Herz an diese Stadt ver­loren haben. Wer Treme sieht hat sehr schnell einen Ein­druck: diese Serie muss existieren. Sie muss leben. So wie New Orleans leben muss.

Win­ner: Com­mu­nity

Machen wir’s kurz: Com­mu­nity ist das lustig­ste, was mir seit dem frühen Bar­ney Stin­son untergekom­men ist. Es ist schnell, clever, warmherzig und besteht zu zwei drit­teln nur aus Spaß. Der Rest ist Chevy Chase und Joe McHales nack­tem Hin­tern.
Worum geht’s? Anwalt Jeff muss seinen Abschluß im kosten­losen Community-College nach­holen, weil seine bish­eri­gen Abschlüße.. nicht unbe­d­ingt die nöti­gen Voraus­set­zun­gen für einen Anwalt hat­ten. Er gerät an eine Gruppe anderer “Looser” und gemein­sam bewälti­gen sie ihre Zeit am bizarren Green Dayle-College. In dieser “Lern­gruppe” finden sich neben Jeff die moralis­che Mittzwanzigerin Britta, die sen­si­ble Stre­berin Annie, die geschiedene Mut­ter Shirley sowie der poli­tisch unko­r­rekte ältere Herr Pierce (Chevy freakin’ Chase!). Außer­dem sind da noch Troy und Abed. Troy war mal Foot­baller und hat darüber die Schule vergessen. Und Abed.. tja, Abed ist der großar­tig­ste Popkulturreferenz-Nerd, den es je gab.

Ich kön­nte jetzt hier was von Fig­uren und Plot und tatü­tata erzählen, aber die Wahrheit ist: Das sind ein­fach ein Haufen Leute sehr, sehr lustig. Wir überprüfen kurz die Humorkom­pat­i­bil­ität, okay?

Fre­unde, lasst Licht in euer Leben, schaut Community!

  • http://www.fraeulein.patschpatsch.com/ Keks

    Can you hear me now? Am I deaf??” Ich lach mich kaput!!

    • http://www.patschpatsch.com/blog Isabella

      Abed ist der absolute King. Was daran liegen kön­nte, dass ich er ein gewis­sen Assozi­a­tionspo­ten­tial für mich hat..uhm.. oder so .