Mehr Kryptik

Blöd rum­ste­hen, bzw. sinnloses tun statt sich der Her­aus­forderung zu stellen. Typisch.

Ist ja im Grunde nur ein Berg. Ein großer halt. Und ein paar Neben­pro­jekte. Okay, einige Neben­pro­jekte. Und während meine Schul­tern knack­sen unter der Last auf ihnen erblicken meine Augen den ersten Spalt des Lebens wie es sein sollte. Und zwar schon eine Weile. Nur ohne die Last die das Genießen schwer macht.

Der Berg ist im Feb­ruar entweder bestiegen oder ich liege leb­los im Sauer­stof­fzelt beim Basis­lager. Schon jetzt ist die Zeit zu wenig, sind die Auf­gaben zu viele, bin ich zu hil­fs­bereit anstatt mich aus­gerech­net jetzt abzu­gren­zen. Dass, was immer meine große Stärke, meine Unab­hängigkeit war. Auch sehr typisch.

Kann man “habe anderen geholfen und darüber mich selbst vergessen” pos­i­tiv in einem Lebenslauf for­mulieren? Aber wofür überhaupt for­mulieren, gebraucht wird er nur als Passier­schein auf der Bergspitze. Nicht, dass der Marsch danach nicht noch steinig ist, aber so steil kann es nicht mehr wer­den. Und die Aus­sicht ist toll, die Getränke spitze und die Begleitung weniger anstrengend.

Ich sollte das mit den Meta­phern nochmal üben.

11
Nov 2007
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DISCUSSION 3 Comments
  • Angel

    hil­fs­bereit oder selb­st­los nennt man das, oder?
    You know, wenn ich was tun kann, sag bescheid. Ich hab ja jetzt Zeit. :-)

  • Keks

    Der gepflegte Mit­tel­weg ist manch­mal nicht das schlecht­este. Aber da ich auch keine Ahnung davon habe, wie man richtig “Nein” sagt, bin ich dir wohl hier­bei lei­der keine große Hilfe.

    Berge sehen im übrigen meist höher aus, als sie eigentlich sind. Der Trick ist, sich ein­fach auf den Weg zu machen (jetzt!) und immer nur ein Etap­pen­ziel vorzunehmen. Das macht es leichter.

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