Konzentrat aus 2009-07-01

  • Wetterbericht gesehen. Regen will mich zurück in die Drepressionen treiben, ich antworte mit Agression. ARE YOU TALKING TO ME, PETRUS? #
  • Gülcan bei Plasberg, die Apokalypse kann kommen. #hartaberfair #
  • was studentsgoabroad.com da betreibt ist doch Jobbörsenspam, oder? Kann man da nix dagegen tun?! Scheint nicht koscher zu sein. #
  • Gut, dass jemand mal auf den Punkt bringt, was an dem Bachelor-Ding falsch läuft: http://www.sueddeutsche.de/jobkarriere/717/473234/text/ #
  • Ach Karl-Theodor. "Darüber räsonieren wir nicht und," ein Unsinn zu dem mir die Adjektive fehlen." ich könnt ihm stundenlang zuhören. Putzig #
  • let's hope he'll be jammin with hendrix, cobain, mercury and alliyah for all eternity. #MJ #rip #
  • aaaaand somebody is planing the jackson-musical as we speak. Sequins! Choir! Drama! #MJ #rip #
  • Ich werde ja zurückweisen es je gesagt zu haben, aber : Manuel Neuer ist eine sehr coole Sau. Ernsthaft. Trotz Schalke. #
  • @Abendzeitung Wenn interessiert den Tennis? Und die U21? Finale! England! In Schweden! #die großen Duelle der Geschichte in reply to Abendzeitung #
  • RT @Pink: the spectrum of human potential never ceases to amaze me. from spectacular to plain shit. #

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Liebes Tagebuch,

gestern habe ich eine Bücherwand ab – und wieder aufgebaut. Heute eine Arbeitsplatte zugeschnitten. Morgen montiere ich meine erste Lampe.

Melden kann ich mich vermutlich erst wieder wenn ich meine erste WiMAX – Konfiguration erledigt habe.

Umzüge sind aufregend.

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Konzentrat aus 2009-06-24

  • er wird mir sympathisch: RT @probek: "Van Gaal differenziert nicht. Für ihn sind alle Journalisten gleich inkompetent -" http://tr.im/oLZY #
  • So, das wars. Die Rasierklinge an sich und ich – we're fucking done professionally. Ach, der Bale, das wird nie alt. #
  • #helpiranelection – show support for democracy in Iran add green overlay to your Twitter avatar with 1-click – http://helpiranelection.com/ #
  • Es wäre schön gewesen, hätte bei Bayern wieder ein Bayer was gerissen. Lell & Ottl dürfen gehen, Niedermeier will beim Vfb bleiben. #fcb #
  • und kaum, dass man denkt, man hätte mit #banshee den perfekten player gefunden – sieht man wieviel cpu der braucht. gnarf. back to amarok #
  • "Kein Mann ist ein vollständiges Geheimnis, außer für sich selbst" Hat das echt Proust verzapft? #
  • Übrigens, gibt es twitternde / bloggende Ärzte? Wäre ja hochgradig spannend. Muss doch mehr geben, als diesen schlimmen Montgomery #
  • Oh, das #banshee Plugin Mirage rockt doch sehr .Take this, iTunes! #appleverweigerin #opensourcefan #
  • Ich hab den Nachsendeantrag online gemacht – Ja, gilt das dann? – ja, sicher. – aber, haben die da nicht irgendwas beschlossen..? – ARGH #
  • RT @DonDahlmann: Gorny macht vermutlich auch dann das Internet verantwortlich, wenn er seinen Zug verpasst. http://is.gd/16gXJ #
  • SCHADE (ich mochte den): RT @probek: TZ: TimBo bekommt den Laufpass http://tr.im/p4z5 @weserblog Nehmt ihr ihn zurück? #Borowski #
  • Der SPD-Finalist bei# ich kann Kanzler ist der feuchte Traum der Berlinmitteboheme. Schlimm. Findet sich selber aber natürlich super. #
  • Holla, Cranberries mit weißer Schokolade überzogen!! Dazu sensationell: Banane und Erdbeeren. @mymuesli macht aus Frühstück Luxus. #
  • Die letzte Instanz in Sachen Zensurgesetz ist H. Köhler. Ein sehr kluger Mensch hat ihm einen Brief geschrieben: http://tinyurl.com/negfwm #
  • Warum werfen wir der Türkei ihre religiösen Traditionen vor und lassen den verstockten Iren ihr Abtreibungsverbot? Hypocracy, much? #eu #
  • JAWOHL. RT @ankegroener: Vergesst das Rad, vergesst Feuer: Der Akkuschrauber ist die beste Erfindung der Menschheit. #
  • Noch so ein Wort, das aus der Mode gekommen ist: Überspannt. Für mehr Überspanntheit. #
  • Unser Wirtschaftsminister twittert? Wirklich? Muss ich meine Weltanschauung neu justieren? Oder denkt die blöd sich das aus? #
  • Griechischer Joghurt, Banane und meine sensations-Müsli (Sojaflocken, Crunch, Datten, Aprikosen, Zedernnüsse!) – so muss Sonntag schmecken. #
  • Irgendwie spinnt derTweetdeck-alert, wenn ich meine Replies-Spalte nicht kontrolliere, kriege ich nix mit! Sorry @jostey und @pjakobs #
  • muss aus den @mymuesli Jungs irgendwie den Weiße Schokolade – Cranberries – Dealer rauskitzeln. Mit oder ohne Müsli – SUCHT! Mehr davon! #
  • erklärt mir jetzt mal einer was ein stig ist und was das mit Schumacher zu tun hat? Muss ja global sein, so von wegen Trending. Confusion. #
  • merke, wenn alle sich über phoenix aufregen, ist das ein grund eben nicht hin zuschalten! #
  • Ein Bett darf kein gähnfreier Raum sein! #
  • Wehe es jammert hier einer über die Sonne. Ostoberbayern steht unter Wasser und ich soll Umzungskisten tragen. Hat jemand Pudding für mich? #

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warum mir Frauen manchmal furchtbar auf die Nerven gehen.

Ich wollte eigentlich den zweiten Teil vom Bildungssystem Utopia schreiben, bin aber während eines Nebensatzes böse ausgebrochen und muss jetzt kurz mal mit den Frauen meiner Generation schimpfen.

Der Feminismus hat ja viele tolle Sachen geschafft und ist immer noch wichtig. Aber er hat uns auch böse angelogen.

Wir wollen gleiche Rechte – und sind schon ziemlich nahe dran.
Wir wollen gleiche Möglichkeiten – bald haben wir wahrscheinlich sogar mehr. Kosmetikstudio, Kanzleramt, außer Kirche können wir alles besetzen.
Wir wollen gleiche Entlohnung für gleiche Arbeit – wir arbeiten daran.
Wir wollen Kinder und Familie haben und uns darum kümmern können – Mutterschutz, Arbeitsplatzgarantie, Elterngeld, das ist ein guter Anfang.
Wir wollen Karriere machen – in der Bildung überholen wir das andere Geschlecht auf der linken Spur und mit ein bisschen Biss erreichen wir schon einiges.
Und manche wollen alles gleichzeitig – JA SPINNT IHR?

Ich habe es so satt.
Diese andauernde Diskussion um Ganztagsbetreuung und was man nicht noch an Erziehungsaufgaben an Lehrer übergeben könnte – es reicht. Mädels, entscheidet euch endlich.

Es ist nichts dagegen einzuwenden, Karriere zu machen. Und wem die Karriere im Leben das Wichtigste, der sollte ohne gesellschaftlichen Druck auch ohne Kinder glücklich werden. Und zwar egal ob Mann oder Frau. Dass Frauen durch die biologische Uhr ein anderes Zeitfenster haben um diese Entscheidung zu fällen ist nicht fair – aber auch nicht zu ändern.
Und wer Kinder will – soll sie bitte bekommen. Möglich sein, sollte das immer. Während des Studiums genauso wie später im Arbeitsleben. Ob mit Mann und Familienanhang (Oma, Tanten etc.) oder ohne. Diese Rahmenbedingungen herzustellen ist die Aufgabe des Staates.
Aber der Staat KANN EURE KINDER NICHT FÜR EUCH ERZIEHEN.
Feminism today
Es ist schlimm genug, dass es Frauen und Familien gibt, die darauf angewiesen sind, möglichst bald nach der Geburt wieder Geld verdienen zu müssen weil es anders nicht geht. Und niemand hat etwas dagegen, dass auch Mütter Karriere machen. Aber muss das 3 Wochen nach der Geburt sein? Ist es das Wert? Erwartet ihr das von der Gesellschaft?
Mal eben einen neuen Erdenbürger in die Welt setzen, dann zurück ins Büro während der Kleine in der Kinderkrippe schon softskills sammelt, im Ganztagskindergarten Englisch und in der Ganztagsgrundschule Chinesisch lernt?

Ist das Aufwachsen des eigenen Kindes nicht interessant genug? Gibt es Projekte die mehr Spaß machen?! Und würde es euch wundern, wenn der gutgebildete Wunderknabe später zwar ein gutes Altersheim aussucht, aber euch da nur unregelmäßig besucht?
Wenn ich, grade bei den Grünen und der SPD, die (oft kinderlosen) Politikerinnen sehe, die die ultimative Komplettbetreuung von 3 Monaten bis 18 Jahren fordern, am besten verpflichtend, kommt mir doch die Galle hoch.

Wie gesagt – natürlich besteht ein Bedarf dafür und der sollte auch gedeckt werden. Aber ist der Bedarf so groß?
Vielleicht liegt es an meinem konservativen Hintergrund – meiner wirklich schönen Kindheit. Meine Mutter war während der ersten Jahre zu Hause, hat sich tatsächlich hauptsächlich um meine Schwester und mich gekümmert. Eine Frau, die sich heute dafür entscheiden würde annähernd 7 Jahre nicht in die Arbeitswelt zurück zu kehren könnte gleich den Pullover auf dem “Verräterin” steht, tragen. Oder auch “Mütterchen”. Wenn die CSU vorschlägt, diese Mütter auch finanziell zu honorieren, wird das von den sogenannten Sozialdemokraten “Herdprämie” genannt.
Na vielen dank auch.

All das während wir uns über Jugendliche wundern, die ihre Tage mit Alkohol und Computerspielen füllen. Die abgestumpft oder verzweifelt sind. Und alle Lösungsvorschläge drehen sich nur ums Geld. Wir fordern mehr von Lehrern und Erziehern, Geld für Bildung und Kindergärtnerinnen.
Alles schön und gut, aber was fordern wir von Eltern? Verantwortung? Zeit? Prioritäten? Wärme? Liebe??

Wenn ich mein Studium beendet haben werde, bin ich Mitte 20. Und noch verspüre ich keinen Drang eine Familie zu gründen, mich fortzupflanzen. Möglicherweise ändert sich das irgendwann. Wenn ja, werde ich darüber nachdenken ob ich meine Prioritäten so verändern kann. Ob ich bei Freunden, Hobbies und natürlich der Karriere eine Weile so zurückstecken kann, meinem Kind soviel Aufmerksamkeit widmen könnte wie es verdient. Und zwar nicht nur 1 Jahr, oder nur 3. Selbst wenn ich danach wieder in den Beruf zurückkehre, meine Prioritäten müssen dann feststehen.

Gute Familienpolitik ist die Politik die Familien hilft, sie unterstützt wo es nötig ist. Schlechte Familienpolitik schafft ein System, dass den Familienverbund überlüssig macht weil es Kinder für eine Ideologie missbraucht.

P.S.: LIEBE MÄNNER, ich habe euch in diesem Text nicht wirklich erwähnt, weil ihr, historisch gesehen, noch nicht sonderlich viel zur Erziehungsarbeit beigetragen habt. Es steht euch frei, das zu ändern.

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Utopia : das Bildungssystem (Teil 1)

Die Revolution damals, das war auch in Utopia nicht ganz einfach. Aber es haben sich alle geeinigt und so gibt es heute ein Bildungssystem, das den Namen auch verdient.

Die ersten Jahre, ist das in Utopia ganz klar. 5 Jahre sind alle Kinder gemeinsam in der Grundschule. Da wird erstmal gemeinsam gefrühstückt und dann entspannt Unterricht gemacht, eine Einheit dauert auch eine ganze Stunde. Mit den Schuluniformen haben sich alle längst arrangiert. Keiner muss morgens lange überlegen, keiner muss über Marken lästern und bei Ausflügen sind sie so auch wieder einfacher einzusammeln.

Für die, die Schwierigkeiten irgendwo haben, gibt es in jeder Klasse einen zweiten Lehrer, der erstmal während der Stunde hilft. Und wenn die Schwierigkeiten größer sind, also z.B. weil das Kind erst eingewandert ist und noch nicht so gut deutsch spricht, oder es mit Zahlen so gar nicht hat, gibt es an 3 Nachmittagen Extrastunden, wo in kleinen Gruppen daran gearbeitet wird. Damit die Kinder nicht immer die gleichen Lehrer haben, sind die Extrastunden gleichzeitig das Trainingsgelände für die Lehramtsstudenten. Wer es hier schon nicht auf die Reihe bekommt, sollte sich einen anderen Job suchen. Weil Lehrer, das dürfen in Utopia nur die werden, die es wirklich wollen. Ist ja nicht so, dass es einen Beamtenstatus gäbe, oh nein.

Schule muss rocken

Schule muss rocken

Und egal wo in Utopia das Kind zur Schule geht, nach diesen 5 Jahren sollte es Lesen, Schreiben und Rechnen können, und schon ein bisschen was über Naturwissenschaften wissen. Hier soll niemand überfordert werden, schließlich sollen alle nach 5 Jahren auf dem gleichen Stand sein. Außerdem gibt es Schwerpunkte wie den Umgang miteinander und Medienerziehung. Wie funktioniert eigentlich Geld? Und was stelle ich mit einem Computer alles an? Dafür hat man natürlich die Lehrpläne ordentlich entrümpelt in Utopia. Und die Lehrer mussten sich umstellen, puh, das war nicht einfach die von ihren Heimat – und Sachkundebüchern zu trennen.

Und den Eltern zu erklären, warum es neben den ganzen Dingen die ihre Zöglinge schon lernen, nicht noch Chinesisch oder wenigstens Englisch geben konnte, sondern Sport und Musikangebote wichtig sind, war auch manchmal überraschend anstrengend. Schließlich dachten viele, dass Chinesisch bald wichtiger ist als die Grundrechenarten. Ja, die Revolution war hart.

Wenn die ersten dann während der 4ten und 5ten Klasse in die Pupertät kommen, kommen die Psychologen zum Einsatz. Die kümmern sich um Nachwuchsganganführer und Lästermädels. Die Psychologen entscheiden auch am Ende mit, wohin das Kind als nächstes geht.

Nach 5 Jahren Grundschule wird dann für jedes Einzele Kind eine wirkliche Analyse gemacht. Was kann das Kind gut? Wo liegen Probleme? Braucht es Extrabetreuung? Da mussten sich auch die Eltern umstellen, das war ein großer Kampf. Nein, das Kind kann nicht nur im Sozialen stark sein, es soll doch Banker werden! Schließlich hatten alle noch das alte, dreigliedrige Schulsystem im Kopf und das Kind braucht doch un-be-dingt Abitur.

Kann es ja haben ,aber warum sollte es in den Jahren dazwischen nicht das eigene Talent fördern?
Weil, und das war die eigentliche Revolution: es gibt in Utopia immernoch ein selektives Schulsystem, aber es wird nicht mehr nach gut oder schlecht selektiert, sondern nach Begabung. Und so haben sich die Neigungszweige entwickelt. Für Sprache, Mathematik, Handwerk, Kunst oder Soziales.

Und wie am Ende alle noch die Möglichkeit haben, den passenden Abschluß zu machen, den Zweig zu wechseln, warum 16jährige Rabauken notfalls Pause machen können und wie man in Utopia dafür die alten Ressourcen genutzt hat – in Teil 2.

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